Das Papier-ABC

20.06.2018 10:00:00
Abkürzungen wie LWC, SC und GC1 stehen für Papier- und Kartonsorten. Für den Laien schwer erkennbar, folgen die Buchstaben- und Zahlenfolgen einer Logik. Auch deswegen weiß ein Experte sofort, worum es geht.

Wer für ein Produkt eine sinnvolle Abkürzungen vergeben will, sollte es sich genau anschauen. Die wichtigste Frage lautet: Welche Eigenschaften kann es haben? Bei Papier und Karton sind es die Grammatur, die Beschichtung, das Material und die Anwendung, die die Abkürzungen ausmachen.

Die Grundlagen

Die Bezeichnungen für Papiersorten folgen einer gewissen Logik und geben wichtige Eigenschaften an.
Quelle: Kelly Sikkema / Unsplash
Ein Buchstabe, ein Überbegriff: Die Papierbranche kürzt die wesentlichen Sorten mit einem Buchstaben ab. K steht für Karton, C für Zeitungsdruckpapier. Das B kürzt Magazinpapier ab, D ist Durchschlagpapier. Schreibpapier wird mit S bezeichnet. Mit zwei Buchstaben wird es spezieller: BD meint Bilderdruckpapier, NP Naturpapier und RP steht für Recyclingpapier. Ein Schreibmaschinenpapier wird mit SM abgekürzt. Die unterschiedlich beschichteten Blätter von Durchschreibesätzen nehmen in ihren Abkürzungen auf, wo sie beschichtet sind: Mit diesem Ansatz entstanden CB (= coated back, Oberblatt), CF (= coated front, Schlussblatt) und CFB (= coated front and back, Mittelblatt).

Kartonqualitäten: die Erste

Einseitig gestrichener Chromokarton, wie er sich beispielsweise für Visitenkarten eignet, trägt die Bezeichnung GC1, GC2 oder GC3. Je höher die Zahl, desto leichter der Strich. Bei GC1 wiegt er mehr als 18 g/qm; bei GC2 ist er geringer als 18 g/qm und bei GC3 geringer als 10 g/qm. Chromo-Duplexkarton wird als GD1 oder GD2 abgekürzt. Bei GD1 ist der Strich schwerer als 18 g/qm, bei GD2 schwerer als 12 g/qm. GG1 ist ein gussgestrichener Chromokarton mit holzfreier, weißer Decke und Rückseite. Die Einlage ist hell. GG2 verweist auf einen gussgestrichenen Chromokarton mit holzfrei weißer Decke und heller Einlage sowie Rückseite. Gussgestrichener Zellstoffkarton trägt die Abkürzung GGZ, gestrichener GZ.

Kartonqualitäten: die Zweite

Papiersorten werden oft mit nur einem Buchstaben abgekürzt: K steht schlicht für Karton, C für Zeitungsdruckpapier. Das B kürzt Magazinpapier ab, D Durchschlagpapier. Schreibpapier wird mit S bezeichnet.
Quelle: birgitH / Pixelio
Das Kürzel GK steht für Graukarton. Er kommt beispielsweise als stabile Rückpappe für Blöcke und Kalender zum Einsatz. GK1 ist ein feiner Graukarton. Unter GK2 versteht man einen einfachen, komplett grauen Graukarton. Ein Chromo-Triplexkarton wird mit GT1 abgekürzt, wenn der Strich schwerer ist als 18 g/qm. Ist er schwerer als 12 g/qm heißt er GT2.

Wird ein Karton als UC1 bezeichnet, handelt es sich um einen ungestrichenen Chromoersatzkarton mit holzfreier, weißer Decke und heller Einlage. UC2 heißt ungestrichener Chromoersatzkarton mit holzfreier, weißer Decke sowie heller Einlage und Rückseite. Ungestrichener Duplexkarton mit holzfreier weißer Decke sowie grauer Einlage und Rückseite wird mit UD1 abgekürzt. Ist die Decke jedoch holzhaltig, spricht man von UD2. Äquivalent funktioniert die Klassifizierung von UT1- und UT2-Triplexkarton.

Das Gewicht zählt

Viele Papiere werden nach ihrer Grammatur klassifiziert. HWC bedeutet Heavy Weight Coated Paper, das schwerer ist als 72 g/qm und einen Strich von mindestens 5 g/qm pro Seite aufweist. LWC ist Light Weight Coated Paper mit einer Grammatur von maximal 72 g/qm und einem Strich zwischen 5 und 10 g/qm pro Seite. Light Light Weight Coated Paper, kurz LLWC, ist bis zu 51 g/qm schwer. Der Strich wiegt zwischen 5 und 9 g/qm je Seite. Super Light Weight Coated, SLWC, h ateine Grammatur zwischen 28 und 45 g/qm. Viele Papierhersteller haben darüber hinaus eigene Bezeichnungen kreiert.

 

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