Das ABC der Buchstaben

23.09.2010 09:00:00
Von „A“ wie Anstrich bis „V“ wie Versalhöhe: Diese Begriffe rund um die Buchstabenteile und ihre Funktionen sollte man kennen

Sätze, Wörter, Buchstaben: Die kleinste Einheit in der Typografie hat es in sich. Zahlreiche Fachbegriffe klassifizieren die Eigenheiten der Zeichen. Gibt es „Punzen“ im „Akzentraum“? Steckt das „Ohr“ in der „Schlinge“? Was unterscheidet die „Kurve“ vom „Bogen“? Wir erklären die Fachbegriffe – Buchstabe für Buchstabe.

Von Längen und Räumen

Quelle: Peter Hebgen Pixelio

Quelle: Peter Hebgen
(Pixelio) Jede Schrift hat ihren eigenen Schriftgrad: Er bezeichnet die komplette Höhe der Buchstaben. Die Buchstaben selbst stehen auf der Schriftlinie. Unterhalb der Schriftlinie finden sich die Unterlängen – beispielsweise beim Buchstaben „p“. Oberhalb der Mittelhöhe, die durch Buchstaben wie dem „a“ festgelegt wird und die der Mittelhöhe entsprechen, finden sich die Oberlängen, die zum Beispiel beim „t“ vorhanden sind. Großbuchstaben bestimmen die Versalhöhe. Über der Versalhöhe hat der Akzentraum seinen Platz. Hier stehen beispielsweise die beiden Punkte des „Ä“.

Quelle: Bernd Ehrhardt Werbegrafiker Pixelio

Quelle: Bernd Ehrhardt
Werbegrafiker (Pixelio)

Serifen und Striche

Eine Serife, salopp auch „Füßchen“ genannt, steht quer zur Grundrichtung eines Buchstabens und schließt ihn ab. Ragt die Serife nur auf einer Seite des Grundstrichs heraus, so wird sie auch als Halbserife bezeichnet. Ähnlich funktionieren der Anstrich und der Abstrich, die das Schreiben des Buchstabens per Hand nachstellen. Sie können horizontal, schräg oder rund ausgeführt werden. Unter die Rubrik der „Buchstabenverzierungen“ fällt auch der Tropfen, der am oberen linken Ende des Buchstabens „a“ hängen kann. Auf der rechten Seite des „g“ findet sich dagegen öfters ein Ohr.

Zwischenräume

Das „g“ ist ein dankbarer Buchstabe – es versinnbildlicht auch die Schleife und den Steg. Der Steg verbindet den oberen Teil des Buchstabens mit der Schleife. So nennt man die Unterlänge des „g“, sofern sie geschlossen ausgeführt wird. Die halb- oder ganz geschlossenen Zwischenräume der Buchstaben, die sich beispielsweise beim „e“, aber auch zwischen den Füßchen des „n“ finden, heißen im Fachjargon Punze. Korrekt wird die Punze als „nichtdruckender Innenraum“ eines Buchstabens bezeichnet. Der Begriff stammt aus dem Bleisatz.

Rund, runder, Bogen

Quelle: Rainer Sturm Pixelio

Quelle: Rainer Sturm
(Pixelio) Auch die runden Elemente der Buchstaben haben ihre eigenen Namen. Die beiden geschlossenen Halbkreise des „B“ nennt man Bogen, während das „S“ über Kurven verfügt. Die Rundung, die bei „n“ und „m“ die Füßchen miteinander verbindet, bezeichnet man als „Schulter“. Und wird die Serife, beispielsweise oben beim „I“ ebenfalls rund ausgeführt, als würde man mit dem Finger auf den Buchstaben drücken, so spricht man von einer Kehlung. Einfacher sind die Bezeichnungen des Querstrichs im „A“ und der Diagonalen im „N“ – sie bleiben auch in der Fachsprache, was sie sind: Querstrich und Diagonale eben. Eigentlich ganz einfach!

Übersicht Druckprodukte
  • zahlreiche Produkte im Digital- und Offsetdruck

  • umfangreiches Sortiment in der Werbetechnik

  • Rollenoffset Produkte für große Auflagen
  • 100% klimaneutral
Produkte finden
Wir helfen Ihnen weiter!
SIE BENÖTIGEN HILFE BEI DER DRUCKDATENERSTELLUNG?
Wir helfen Ihnen gerne bei der Erstellung Ihrer Druckvorlagen.
Auf unserer Serviceseite haben wir viele nützliche Hinweise dazu zusammengefasst.
SIE HABEN IHR WUNSCHPRODUKT NICHT GEFUNDEN?
Sollten Sie spezielle Anforderungen an ein Produkt haben, richten Sie bitte eine Anfrage an unser Service-Team. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Sie!