Bücher wälzen

16.10.2014 09:00:00
Freiberufliche Gestalter und Designer müssen sich neben der kreativen Arbeit auch um die Buchführung kümmern

Wer sein eigener Chef ist, muss auch die Pflichten übernehmen, die sonst am Unternehmen hängenbleiben darunter die Buchführung. Ab wann besteht Buchführungspflicht und welche Unterlagen erwarten Finanzämter? Wir erklären, welche Informationen selbstständige Kreative liefern müssen und wo sie dabei Hilfe finden.

Einfache Buchführung

Quelle: Rainer Sturm/ Pixelio.de

Freiberufler, deren Tätigkeit nach dem Paragraf 18 des Einkommenssteuergesetzes aufgeführt wird, sind nicht buchführungspflichtig. Sie ermitteln den steuerlichen Gewinn, indem die Betriebseinnahmen und -ausgaben einander gegenüber gestellt werden. Zu diesem Zweck werden alle Einnahmen und Ausgaben dokumentiert, indem die entsprechenden Belege gesammelt werden. Zu ihnen zählen auch die Kontoauszüge. Am Jahresende wird aus diesen Angaben eine Einnahmen-Überschussrechnung erstellt, die neben anderen Daten ein Bestandteil zur Ermittlung der Einkommenssteuer ist.

Doppelte Buchführung

Fällt die Tätigkeit nicht unter die Rubrik freier Beruf, sondern besteht beispielsweise ein Kleingewerbe, besteht die Pflicht zur doppelten Buchführung. Hier verlangt das Finanzamt je nach Größe des Gewerbes zum Ende des Geschäftsjahres einen Jahresabschluss. Er umfasst eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung. Geregelt wird diese Buchführungspflichten im Handelsgesetzbuch, Paragraf 238ff. Wer die doppelte Buchführung nicht selbst gelernt hat, sollte sich unbedingt Hilfe durch einen Steuerberater holen.

Hilfreiche Anlaufstellen

Freiberufler, die unsicher sind oder sich einfach auf ihr Kerngeschäft konzentrieren wollen, sollten sich für die Erstellung einer Einnahmen-Überschussregelung ebenfalls an einen Steuerberater oder ein Buchführungsbüro wenden. Beide übernehmen die Erfassung dazu benötigen sie aber die geordneten Belege. Selbst wenn der Dialog mit dem Finanzamt über einen Steuerberater abgewickelt wird, sollten sich Freiberufler regelmäßig mit den nackten Zahlen ihrer Tätigkeit auseinandersetzen um stets zu wissen, wo sie finanziell stehen. Industrie- und Handelskammern vermitteln zu dem Wissen und bieten regelmäßig Kurse, beispielsweise für Existenzgründer an.

Umsatzsteuer

Umsatzsteuer wird für Kleinunternehmer nicht fällig, sofern sie im Vorjahr nicht mehr als 17.500 Euro umgesetzt haben und im laufenden Jahr keinen höheren Umsatz als 50.000 Euro erreichen. Alle anderen müssen Umsatzsteuer abführen. Der Zeitraum für die Umsatzsteuer-Voranmeldung richtet sich nach der Höhe der Umsatzsteuer im Vorjahr. Zwischen 1.000,01 und 7.500 Euro wird die Voranmeldung vierteljährlich eingefordert, bei höheren Beträgen monatlich. Fällt weniger als 1.000 Euro Umsatzsteuer im Jahr an, kann das Finanzamt den Unternehmer nach drei Jahren von der Pflicht zur Voranmeldung befreien. Auch bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung helfen Steuerberater.

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