Briefe reloaded

22.04.2010 09:00:00
DIN-Normen müssen Briefe nicht in ein Korsett zwingen

Fast alle Bestandteile von Briefbögen werden durch die DIN-Norm 676 geregelt. Designer sehen sich so einem starren Regelgerüst gegenüber, das sich aber mit ein wenig kreativem Einsatz aufweichen lässt. Denn es gibt durchaus Objekte innerhalb der Norm, mit denen sich auf unkonventionelle Weise spielen lässt.

Was will die Norm?

Quelle: MfG Award/ bvdm

Quelle: MfG Award/
bvdm Beim Normbriefbogen sind Felder, Elemente, Größen und Abstände akribisch geregelt. Sie werden nach der DIN-Norm 676 gestaltet. Anschließend wird nach einer weiteren Norm, der DIN 5008, aus dieser Vorlage ein Geschäftsbrief. Die DIN 676 unterscheidet Geschäftsbriefe mit kleinem und mit erweitertem Briefkopf. Wesentlicher Unterschied ist die Größe des Adressfelds, das später in einem Umschlag mit Fenster erscheint. Der Geschäftsbrief mit erweitertem Briefkopf ist gängiger. Seine Hauptelemente sind neben dem Briefkopf das Anschriftenfeld, ein Feld für Eingangs- und Bearbeitungsvermerke, die Betreffzeile, das Textfeld und ein Feld für Geschäftsangaben. Hinzu kommen Vorgaben für Falt- und Lochmarken.

Quelle: MfG Award/ bvdm

Quelle: MfG Award/
bvdm

Farbwelten erschaffen

Die DIN-Norm schreibt zwar die Position der einzelnen Felder vor, nicht jedoch deren Gestaltung. Innerhalb der Felder haben Kreative freie Hand – unter der Maßgabe, dass alle Texte gut lesbar bleiben. Ein wesentliches Gestaltungselement ist daher die Farbe. Auch auf Briefbögen lassen sich eigene Farbwelten erschaffen. Sie können sich beispielsweise an das Corporate Design eines Unternehmens anlehnen – damit der Empfänger gleich sieht, von wem er liest. Es empfiehlt sich, innerhalb einer Farbfamilie zu bleiben, damit die Farbgestaltung nicht vom eigentlichen Inhalt des Schreibens ablenkt. Das Textfeld kann dazu genutzt werden, um wasserzeichenartig transparent gestaltete Objekte abzubilden.

Richtige Schriftauswahl

Selbstverständlich müssen Briefe leicht zu lesen sein – dadurch ist man aber noch lange nicht auf eine bestimmte Schrift festgelegt. Es gibt unzählige Fonts, die sich für Briefkopf, Anschriftenfeld und Geschäftsangaben eignen. Verfügt das Unternehmen über eine eigene Hausschrift, sollte man sie auch einsetzen! Gleiches gilt für Logos und andere wiederkehrende Gestaltungselemente aus dem Corporate Design. Die Schrift darf ebenfalls Farbe annehmen, wenn sich die Farbe an den anderen Objekten orientiert. Zu bunt sollte es im Brief nicht werden.

Ausgezeichnete Beispiele

Quelle: MfG Award/ bvdm

Quelle: MfG Award/
bvdm Der MfG Award zeichnet jährlich gelungene Geschäftspapiere und Formulare aus. Weitere Informationen dazu gibt der Bundesverband Druck und Medien. Der erste Preis ging im vergangenen Jahr an alessandridesign aus Österreich für „Château de Roquefort“. Die Gestalter spielten mit dem Schriftzug und dem Wappen und steckten die traditionellen Elemente in moderne Kleider. Auch die weiteren Beispiele stammen von diesem Wettbewerb. Alle Designer haben eines gemeinsam: Sie arbeiten mit einzelnen einprägsamen Elementen wie Logos, lassen eigene Farbharmonien lebendig werden – und schaffen so alles andere als 08/15-Briefpapiere.

Übersicht Druckprodukte
  • zahlreiche Produkte im Digital- und Offsetdruck

  • umfangreiches Sortiment in der Werbetechnik

  • Rollenoffset Produkte für große Auflagen
  • 100% klimaneutral
Produkte finden
Wir helfen Ihnen weiter!
SIE BENÖTIGEN HILFE BEI DER DRUCKDATENERSTELLUNG?
Wir helfen Ihnen gerne bei der Erstellung Ihrer Druckvorlagen.
Auf unserer Serviceseite haben wir viele nützliche Hinweise dazu zusammengefasst.
SIE HABEN IHR WUNSCHPRODUKT NICHT GEFUNDEN?
Sollten Sie spezielle Anforderungen an ein Produkt haben, richten Sie bitte eine Anfrage an unser Service-Team. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Sie!