Blitzgescheit blitzen

20.06.2013 09:00:00
Blitzlicht sorgt für sattere Farben und bessere Kontraste – man muss nur ein paar Dinge beachten.

Schon vor 100 Jahren wurden Fotografen in Karikaturen immer als die Doofies dargestellt, die nach der Magnesium-Entladung selbst schwarz im Gesicht waren. Schwarz wie das misslungene Bild. Was lernen wir daraus? Ein Blitz gehört schon sehr lange zur Fotografie und er ist gar nicht so einfach zu beherrschen. Aber das muss vor richtig gesetztem Licht nicht abschrecken. Es gibt bei moderner Blitztechnik keinen Grund, schwarz zu sehen.

Die eingebaute Lichtquelle

Quelle: Kesberger

Der erste Kontakt mit dem Blitzgerät, erfolgt heute üblicherweise mit einem aufklappbaren, eingebauten Blitz. Der dient jedoch gestalterisch eher als Notlösung. Zu schwach für eine große Reichweite, zu hart wegen seiner kleinen Fläche und zu unflexibel weil ohne Vorsatz und Schwenkmöglichkeit. Doch wer den Griff zum externen Blitz gewagt hat, wird oftmals schon von den Einstellmöglichkeiten der Bedienungsanleitung erschlagen. Bevor man die Synchronisation auf den 38. Verschlussvorhang bei gedrittelter Leistung aktiviert, ist es wichtiger, die Blitzprinzipien verstanden zu haben.

Wer wo wie misst

Quelle: Kesberger

Grundsätzlich lassen sich drei Blitztechniken unterscheiden. Im klassischen Automatikbetrieb früher sprach man vom »Computerblitz« riegelt ein Sensor im Blitzgerät ab, wenn es genug des Lichts ist. Das geht allerdings schief, wenn ein Blitzvorsatz den Sensor abdeckt, ein Filter vor der Linse sitzt oder die ISO-Einstellungen von Kamera und Blitz differieren. Daneben gibt es die manuelle Einstellung, bei der man die Blende den Lichterfordernissen nachregelt. Dies ist zwar nicht bequem, aber besonders interessant, wenn sich die Blitzleistung zusätzlich manuell regulieren lässt. Dann lässt sich auch ein ganz dezenter Aufhellblitz, etwa in der Makrofotografie, noch sinnvoll nutzen.

TTL-Blitztechnik

Komplizierter ist die Sache mit der eigentlich fortschrittlichsten und bequemsten Methode, dem TTL-Blitz. Diese Technik gehört zu den wenigen fotografischen Aspekten, die unter der Digitalisierung in erster Linie gelitten haben. Früher saß ein Sensor im Kameraboden und maß das vom Film reflektierte Licht und schaltete den Blitz noch während der Belichtung rechtzeitig ab. Mit Digitalkameras geht das nicht. Daher wird ein schwächerer Vorblitz vor der eigentlichen Aufnahme ausgesendet und in Sekundenbruchteilen ausgewertet. Es funktioniert nur nicht immer. Vielleicht wäre es sinnvoller, die Hersteller würden sich mehr auf die Auswertung der Autofokusinformationen konzentrieren.

Prinzipientreu

Quelle: Kesberger

Im Gegensatz zum Dauerlicht der Sonne weist der Blitz zwei konträre Eigenschaften auf. Er ist wie auch das Licht einer Lampe extrem abhängig von der Entfernung. Was im Vordergrund sitzt, wird zu hell, was im Hintergrund steht, zu dunkel. Schade, schade, aber die zweite Eigenheit hilft, diesen Mangel auszugleichen. Der Blitz ist sich nämlich selbst genug und damit üblicherweise unabhängig von der Belichtungszeit. Meist kommt bei kurzen Zeiten genau soviel Blitzlicht an wie bei langen Zeiten - allerdings muss die Zeit mindestens so lang sein, dass der Verschluss einmal ganz offen ist, sonst werden nur Teilbereiche belichtet. Das gibt uns die Chance, bei gleicher Blende die Belichtungszeit zu verlängern. Schon steigt der Anteil des Umgebungslichtes und die Portraitierten stehen nicht mehr vor einer imaginären schwarzen Wand, sondern in dem Umfeld, das wir bei der Aufnahme selbst auch so gesehen haben.

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