Bildformate in der Fotografie

12.02.2010 09:00:00
Zur Bildgestaltung in der Fotografie gehört die Auswahl eines passenden, spannungsvollen Formats. Neben dem Hoch- und dem Querformat steht das quadratische Format zur Verfügung.

Hochformat, Querformat, quadratisches Format: In der Fotografie können Motive in verschiedenen Ausrichtungen aufgenommen werden. Jedes Format bringt individuelle Eigenschaften mit. Nicht immer führt es dabei zum Ziel, das Format an der Form des Motivs auszurichten – oft bringen gerade Kontraste Leben ins Bild.

Das Querformat


Quelle: Michael Heimann
(Pixelio) Das „klassische“ Bildformat ist das Querformat. Es entspricht den natürlichen Sehgewohnheiten des Menschen. Meist werden damit Ruhe und Statik assoziiert – Querformate laden dazu ein, den Blick im Bild schweifen zu lassen. Das Seitenverhältnis im Querformat beträgt in der Regel 2:3, 3:4 oder 4:5. Die meisten Bilder werden im Querformat erstellt. Dennoch sollte der Fotograf auf die Vollständigkeit des abgelichteten Motivs achten. Oft ergibt sie sich erst dann, wenn im Hochformat fotografiert wird. Bei hohen Gebäuden ist dies immer so, es gibt jedoch auch andere Fälle wie Alleen oder Tieraufnahmen.


Quelle: Tim Caspary
(Pixelio)

Das Hochformat

Im Gegensatz zum Querformat wirkt das Hochformat ungewöhnlicher. Die Bilder erscheinen dramatischer und spannungsvoller. Die Seitenverhältnisse liegen bei 3:2, 4:3 oder 5:4. Soll bei der Aufnahme eines Hochformats ein Stativ verwendet werden, schafft ein L-Winkel Abhilfe: Damit lässt sich die Kamera auch in dieser Ausrichtung montieren. Das Hochformat unterstützt im Gegensatz zum Querformat die vertikalen Linien im Bild. Dadurch wird Größe symbolisiert, gleichzeitig wirkt das Format jedoch auch instabiler.

Das quadratische Format


Quelle: Jeanette
Dobrindt (Pixelio) Ausgewogen, harmonisch, aber auch langweilig: Diese Eigenschaften werden mit dem quadratischen Format in Verbindung gebracht. Das Seitenverhältnis beträgt dabei 1:1. Bei dieser Form der Aufnahme muss der Fotograf vorher überlegen, ob sein Motiv später auch im quadratischen Format wirkt – diese Form lässt sich außer bei einigen wenigen quadratischen Bildsensoren nur im Nachhinein bei der Bildbearbeitung am Rechner erzielen. Hinsichtlich der Bildgestaltung nimmt sich das quadratische Format am meisten zurück. Dadurch rückt der Bildinhalt deutlich in den Vordergrund.


Quelle: F. Gopp (Pixelio)

Weitere Formate

Ein ungewöhnliches Format ist auch das Panoramaformat, das sich durch extreme Seitenverhältnisse auszeichnet. So können sich auch mehrere Motive im Nachhinein zu einem größeren Bild zusammenfügen lassen. Die Seitenverhältnisse liegen hier etwa bei 1:2 oder 1:3. Man kann ein Panorama jedoch nicht nur im klassischen Querformat, sondern auch im Hochformat umsetzen. Wichtig beim Querformat ist, dass die Horizontlinie nicht schief verläuft. Durch die Bildbearbeitung werden außerdem weitere Sonderformen möglich – zum Beispiel Kreise, Ovale oder Dreiecke. Bei allen Varianten muss der Fotograf bereits bei der Komposition der Aufnahme Rücksicht auf das Format nehmen. Ovale Bilder werden in der Regel in der Porträtfotografie eingesetzt.

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