Bildformate in der Fotografie

04.04.2018 09:00:00
Zur Bildgestaltung in der Fotografie gehört die Auswahl eines passenden, spannungsvollen Formats. Neben dem Hochformat und dem Querformat steht das quadratische Format zur Verfügung.

Hochformat, Querformat, quadratisches Format: In der Fotografie können Motive in verschiedenen Ausrichtungen aufgenommen werden. Jedes Format bringt individuelle Eigenschaften mit. Nicht immer führt es dabei zum Ziel, das Format an der Form des Motivs auszurichten – oft bringen gerade Kontraste Leben ins Bild.

Das Querformat

Das klassische Bildformat ist das Querformat, das den natürlichen Sehgewohnheiten des Menschen entspricht.
Quelle: Creative Commons / Pixabay
Das „klassische“ Bildformat ist das Querformat. Es entspricht den natürlichen Sehgewohnheiten des Menschen.

Meist werden damit Ruhe und Statik assoziiert – Querformate laden dazu ein, den Blick im Bild schweifen zu lassen. Das Seitenverhältnis im Querformat beträgt in der Regel 2:3, 3:4 oder 4:5.

Die meisten Fotografien werden im Querformat erstellt. Dennoch sollte der Fotograf auf die Vollständigkeit des abgelichteten Motivs achten.

Die ergibt sich aber manchmal erst dann, wenn im Hochformat fotografiert wird. Bei hohen Gebäuden ist dies immer so, es gibt jedoch auch andere Motive wie Alleen, Gebirgsspitzen oder Tieraufnahmen.

Das Hochformat

Die Fotografie im Hochformat eignet sich nicht nur für die Straßenschlachten New York Citys.
Quelle: Arthur Osipyan / Unsplash
Im Gegensatz zum Querformat wirkt das Hochformat ungewöhnlicher. Die Bilder erscheinen dramatischer und spannungsvoller.

Die Seitenverhältnisse liegen bei 3:2, 4:3 oder 5:4. Soll bei der Aufnahme eines Hochformats ein Stativ verwendet werden, schafft ein L-Winkel Abhilfe: Damit lässt sich die Kamera auch in dieser Ausrichtung montieren.

Das Hochformat unterstützt im Gegensatz zum Querformat die vertikalen Linien im Bild. Dadurch wird Größe symbolisiert, gleichzeitig wirkt das Format jedoch auch instabiler.

Durch die immer leistungsfähigeren Kameras der aktuellen Smartphones ist es manchen Nutzern zur Gewohnheit geworden, das Hochformat als Standard zu sehen – eine spannende Entwicklung in der Hobby-Fotografie.

Das quadratische Format

Betont das Objekt besonders stark: Quadratische Fotografie überzeugen nicht erst seit Instagram.
Quelle: Xavier Anraue / iStockphoto
Ausgewogen, harmonisch, aber auch manchmal langweilig: Diese Eigenschaften werden mit dem quadratischen Format in Verbindung gebracht.

Das Seitenverhältnis beträgt dabei ausgewogene 1:1. Bei dieser Form der Aufnahme muss der Fotograf vorher überlegen, ob sein Motiv später auch im quadratischen Format wirkt – diese Form lässt sich außer bei einigen wenigen quadratischen Bildsensoren bei Kameras nur im Nachhinein bei der Bildbearbeitung am Rechner erzielen.

Hier bieten Smartphones einen Vorteil: Bei den Einstellungen kann man als Bildformat auch das quadratische Format auswählen und die Fotos somit ideal positionieren, um das Seitenverhältnis optimal zu nutzen.

Hinsichtlich der Bildgestaltung nimmt sich das quadratische Format am meisten zurück. Dadurch rückt der Bildinhalt deutlich in den Vordergrund – wie das Social Network Instagram erfolgreich unter Beweis stellte.

Weitere Fotoformate

Aus einem Foto im Panoramaformat kann ein beeindruckendes Wandbild werden.
Quelle: Bruce Emmerling / Pixabay

Ein ungewöhnliches Format ist auch das Panoramaformat, das sich durch extreme Seitenverhältnisse auszeichnet. So können sich auch mehrere Motive im Nachhinein zu einem größeren Bild zusammenfügen lassen.

Die Seitenverhältnisse liegen hier etwa bei 1:2 oder 1:3. Man kann ein Panorama jedoch nicht nur im klassischen Querformat, sondern auch im Hochformat umsetzen.

Wichtig beim Querformat ist, dass die Horizontlinie nicht schief verläuft. Dann eignet sich ein Panoramabild auch auf Canvas-Leinwand gedruckt als beeindruckendes Wandbild.

Durch die Bildbearbeitung werden außerdem weitere Sonderformen möglich – zum Beispiel Kreise, Ovale oder Dreiecke. Bei allen Varianten muss der Fotograf bereits bei der Komposition der Aufnahme Rücksicht auf das spätere Format nehmen. Ovale Bilder werden aber in der Regel nur in der Porträtfotografie eingesetzt.

 

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