Bilder im Layout

26.04.2007 09:00:00
Wer Druckerzeugnisse mit Bildern auflockern möchte, sollte diese harmonisch in den Text platzieren. Einige wichtige Regeln gilt es dabei zu beachten ...

Druckerzeugnisse leben von ihren Abbildungen. Denn für den Betrachter sind Bilder erster Anhaltspunkt und mitentscheidend darüber, ob ein Text gelesen oder verworfen wird. Optimal wirken Bilder, wenn sie mit dem Text interagieren und ein harmonisches Gesamtbild erzeugen. Die richtige Positionierung ist deshalb genauso wichtig wie Größe und Aussagekraft des Bildes.

Gestaltungsraster nutzen

Bilder im Layout sind eigenständige Einheiten, die vom Text optisch mit Hilfe von Weißraum abgesetzt werden müssen. Zur richtigen Platzierung bedient man sich dabei des Gestaltungsrasters, das die meisten Layoutprogramme anbieten. Das Gestaltungsraster definiert mittels festgelegter Linien für alle Seiten die gleiche vertikale und horizontale Grundeinteilung. An dieser Grundeinteilung lässt sich das Layout orientieren. Bilder sollten dabei zumindest vertikal am Gestaltungsraster ausgerichtet sein. Denn gemeinsame Linien und Kanten von Bild und Text verleihen dem Layout Harmonie, Ruhe und vor allem die notwendige Übersicht.

Ausrichtung

Die Ausrichtung erfolgt bei rechteckigen Bildern vertikal nach der Ober- bzw. Unterkante des Bildes. Sie sollte bündig mit der Schriftoberkante oder der Grundlinie des Textes sein. Bei runden oder nach oben bzw. unten auslaufenden Bildmotiven ist von dieser Regel allerdings abzuweichen. Sie sollten zur Vermeidung von optischen Unstimmigkeiten ein wenig über die Textlinie hinausragen. Horizontal hingegen können Bilder entweder rechts- oder linksbündig platziert werden. Verlaufen sie über zwei oder mehr Spalten, kann sogar die zentrierte Lage optisch harmonisch wirken.

Ausgewogenheit

Die richtige Position eines Bildes ist aber auch abhängig von dessen Motiv, Intention und dem Layout-Umfeld. Letzteres ist besonders bei doppelseitig angelegten Dokumenten wichtig, die immer gemeinsam wirken. Sie sollten deshalb zusammen gestaltet und Bilder so darin platziert werden, dass ein ausgewogenes Gesamtbild entsteht. Die Abbildungen sind dazu gleichmäßig auf beide Seiten zu verteilen, ohne dass der Leser dabei zu häufig über sie "hinwegspringen" muss. Werden  alle Bilder am unteren Rand positioniert, wirkt das Layout unstimmig. Wo das Bild am besten wirkt, ist auch vom dargestellten Motiv abhängig. Abgebildete Personen sollten immer in das ****Dokument hineinsehen, in Vogelperspektive abgelichtete Bilder sollten unten, Bilder in Froschperspektive hingegen oben platziert werden. Es gilt immer zu bedenken: Die Position eines Bildes ist für die Interpretation und Wirkung eines Textes mitentscheidend! Die Bildaussage muss sich deshalb auch im Layout niederschlagen und eine ungewollte Interaktion mit anderen Bildern möglichst vermieden werden.

Abstand

Auch der Weißraum zwischen Bild und Text bzw. Bild und Bildunterschrift spielt bei der Wirkung eines Bildes im Gesamtlayout eine wichtige Rolle. Er sollte für ein harmonisches Gesamtbild immer gleich definiert sein. Für den Fließtext gelten hier relativ feste Abstandsregeln: Als optimale Größe sowohl horizontal als auch vertikal verwendet man eine Leerzeile bzw. bei mehrspaltigem Text den Abstand zwischen den Spalten, den so genannten Spaltenraum. Dieser wirkt wiederum besonders harmonisch, wenn er einer Leerzeile oder der Breite der Buchstabenfolge "mii" entspricht. Für die Bildunterschrift wählt man hingegen an der Bildseite, an der diese platziert werden soll, einen festen Bildabstand und zieht die Unterschrift dann so nahe an das Bild, bis die Schrift gerade nicht mehr verdrängt wird. Doch auch dieser Abstand kann nach der beschriebenen Abstandsregel definiert werden.  

Bildunterschriften

Bildunterschriften, auch "Legende" genannt, kann man - je nach vorhandenem Platz - entweder unter oder neben die Abbildung platzieren. Sie sollten allerdings in jedem Fall mit der Ober-, Unter- oder Seitenkante des Bildes bündig abschließen. Als Schriftgröße sollte eine ein bis zwei Punkt kleinere Schrift, die so genannte Konsultationsschrift, in der gleichen Schriftart wie der Grundtext gewählt werden. Der Text der Bildunterschrift sollte als Flattersatz ausgerichtet sein da sich damit auch längere Bildunterschriften harmonisch einpassen lassen. Wichtig ist, die Ausrichtung zum Bild hin zu wählen. Befindet sich die Legende also links vom Bild, wählt man einen rechtsbündigen Flattersatz, rechts vom Bild hingegen einen linksbündigen Flattersatz. Der Abschluss des Abbildungstitels sollte dabei immer mit der oberen oder unteren Bildkante erfolgen. Ist keine eindeutige Kante vorhanden, orientiert man sich am obersten bzw. untersten dominierenden Bildelement.

Beschnitt

Ein häufig verwendetes Gestaltungselement bei Bildern in Druckerzeugnissen ist auch der so genannte "Randbeschnitt". Durch ihn wirken Bilder, als würden sie aus dem Gesamtbild des Druckerzeugnisses herausfallen, sie enden also nicht vor oder mit dem Rand der Seite, sondern gehen über ihn hinaus. Dies kann ein Layout auflockern oder gar das besondere Stilelement eines Druckerzeugnisses darstellen. Doch auch hier gilt es zu beachten, dass die Bilder gleichmäßig im Layout verteilt und vor allem so eingesetzt werden, dass durch den "realen" Beschnitt nicht die beabsichtigte Bildaussage verloren geht. Denn durch das Beschneiden des fertigen Druckerzeugnisses können bis zu 3 mm Rand wegfallen. Sind die wichtigen Bildinhalte dann zu nah am Rand platziert, können sie entweder zu nah am Rand liegen (der Fokus des Betrachters sollte auch nach dem Beschnitt in der Mitte des Bildes liegen) oder gar ganz abgeschnitten werden. Auch beim Anlegen von Bildern mit gewolltem Randbeschnitt sind immer auch die technisch vorgegebenen 3 mm Beschnitt mit zu berücksichtigen.

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