Bei Tag sind alle Karten grau

11.04.2013 09:00:00
Wie eine ganz analoge Karte das ganz digitale Fotografieren erleichtert.

Graukarten werden in der Fotografie schon seit ewigen Zeiten eingesetzt. Schließlich kamen die ersten Belichtungsmesser schon im 19. Jahrhundert auf. Doch in digitalen Zeiten haben die kleinen Karten mit der großen Wirkung noch eine Zusatzaufgabe bekommen. Jetzt sollen sie sich auch noch um den Weißabgleich kümmern.

Projekt 18

Vielleicht hat das Guido Westerwelle mit der 18 auf seinen Schuhsohlen seinerzeit ganz anders gemeint. In der Fotografie stehen 18 % nicht für utopische Stimmenanteile, sondern für den Grauwert einer kleinen Karte aus Karton oder Kunststoff. Früher kam sie vor allem bei Reproduktionen in Einsatz. Kameras wollen eigentlich alles auf diesen Grauwert eineichen. Wenn Sie also mit der Belichtungautomatik zuerst eine weiße Wand und dann eine schwarze fotografieren, haben Sie danach zwei gleiche Bilder mit 18 % Grau.

Grau macht weiß

Wenn Sie jedoch zur Messung von Zeit und Blende eine Graukarte vor die Wand halten und dann vorher die Karte bitte wieder wegnehmen belichten, kriegen Sie wirklich ein weißes und ein schwarzes Bild. Und der reproduzierte Van Gogh leuchtet genauso schön wie im Original. Mit einem Spotbelichtungsmesser oder der Spotmessung in der Kamera funktioniert das besonders gut. Oder Sie arbeiten ohne Karte mit der Lichtmessung eines Handbelichtungsmessers, ermitteln also das auf Ihr Motiv einfallende Licht. Das hat den gleichen Messeffekt.

Weiß ist nicht weiß

„hnlich ist eigentlich die Denkweise bei Weißabgleich einer Digitalkamera. Der kann mit einer weißen Weißabgleichskarte oder auch mit einer Graukarte erfolgen. Darum haben heute die meisten Graukarten auch eine weiße Rückseite. Die Kamera misst dann den Einfluss der Beleuchtung, da sie ja weiß, dass die Karte eigentlich neutral sein müsste und kann so die richtige Farbtemperatur ermitteln. Dumm nur, dass wir da in der Analogfotografie nicht so streng waren, was die Farbneutralität von Graukarten angeht. Wenn die nämlich einen leichten Farbstich hat, war die ganze Mühe umsonst.

Die anderen Karten

Wenn man mal angefangen hat mit dem Kartenspiel, kann man es auch weiter treiben. Es gibt auch komplette Farbfeldkarten, mit denen sich mit der passenden Software ein Farbprofil für die Kamera anlegen lässt. Wenn man eine definierte einheitliche Lichtsituation vorfindet zum Beispiel im Studio und genaue Farbdetails wiedergeben muss, wie etwas in der Mode- oder Produktfotografie, ist das sehr sinnvoll, ansonsten kann es aber durchaus kontraproduktiv sein. Das hilft natürlich auch bei Repros obwohl noch immer viele Fotografen darauf vertrauen, dort die gute alte Kodak Farbkarte mitabzulichten und darauf dann später von Hand die Farben abzustimmen.

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