Barrierefreiheit im Internet

10.04.2014 09:00:00
Wie garantieren auch Webdesigner Barrierefreiheit auf Webseiten?

Es ist heute kein Problem mehr, eine Mail in Sekundenschnelle ans andere Ende der Welt zu verschicken oder per Skype mit Menschen in Ländern zu sprechen, die Tausende von Kilometern entfernt sind. Das World Wide Web bringt Menschen zusammen. Niemand sollte dabei ausgeschlossen werden deswegen ist Barrierefreiheit im Internet ein wichtiges Thema.

Technische Barrierefreiheit

Barrierefreiheit im World Wide Web meint nicht nur, die Angebote für Menschen mit Seh- oder anderen Beeinträchtigungen nutzbar zu machen. Es geht auch um technische Barrierefreiheit: Die Seiten sollen mit allen gängigen Browsern nutzbar sein und zudem auch ohne schnelle Breitbandverbindung störungsfrei aufrufbar. Nicht alle Websurfer verwenden das neueste technische Equipment, die aktuelle Browserversion oder ein LTE-Netz. Inhalte sollten daher auch mit älterer Technik nutzbar sein, Bilder in kleinen Größen hochgeladen werden.

Sehbehinderung

Quelle: Olaf Barth/ Pixelio.de

Quelle: Olaf Barth/
Pixelio.de Blinde Menschen lesen Webseiten mit Hilfe eines Braille-Geräts. Dadurch erfassen sie aber nur die Texte Webdesigner sollten aus diesem Grund darauf verzichten, Text in Bilder einzubauen. Er kann oft auch von Menschen mit Sehbehinderung nur schwer entziffert werden. Menschen mit Rot-Grün-Schwäche haben Probleme mit eben diesen Farben. Es empfiehlt sich daher, wichtige Menübefehle mit anderen Farben zu hinterlegen. Generell tragen starke Kontraste zur Lesbarkeit bei. Die Navigation sollte nicht über Java-Applets oder Flash-Objekte erfolgen, auch blinkende Elemente sind problematisch.

Hörbehinderung

Taube oder schwerhörige Menschen können Inhalte nicht wahrnehmen, die rein akustisch auf der Webseite hinterlegt sind. Die entsprechenden Informationen sollten daher immer auch auf einem anderen Weg zugänglich sein. Für Musik oder Ton gilt sowieso: Viele Surfer sitzen im Großraumbüro oder sind unterwegs, wenn sie im Web zugange sind. Schreit oder singt eine Webseite dann sofort los, kommt das nicht gut an. Zumindest der Hinweis, wo man den Ton rasch ausstellen kann, sollte gut sichtbar auf der Webseite platziert sein.

Kognitive Behinderungen

Quelle: Christian Hilgers/ Pixelio.de

Quelle: Christian Hilgers/
Pixelio.de Lange, umständlich formulierte Sätze und unlogische Seitennavigationen machen es für Menschen mit kognitiven Behinderungen schwerer, Webseiten umfassend zu verstehen. Die Seiten sollten daher immer in klarer Sprache und mit nachvollziehbarem Menü gestaltet werden. Fremdwörter sollten, wo möglich, ins Deutsche übersetzt werden. Wichtig sind auch großzügige Flächen für den Klick per Maus oder Tastatur: Wer feinmotorische Probleme hat, trifft den Button sonst nicht richtig.

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