Auflösung in der Werbetechnik

14.03.2013 09:00:00
Alles 300 ppi oder was? In der Werbetechnik richtet sich die geforderte Auflösung immer nach der Anwendung.

Verbringt man eine halbe Stunde im Netz auf der Suche nach der korrekten Auflösung einer Datei, schwirrt einem üblicherweise der Kopf, so dass das eigene Auge danach sowieso nicht mehr richtig scharfstellen kann. Gar nicht so einfach mit der Auflösung. Wer sich aus dem Web ein Bild klaut und in seine Broschüre packt, wird nicht nur vom Urheber bestraft, sondern auch vom Druckergebnis, wenn 72 dpi im Offsetdruck nur sehr bescheiden und unprofessionell aussehen. Andererseits reicht selbst die halbe Auflösung für ein Banner an der Hauswand schon aus. Ja was denn nun?

Das Auge

Quelle: LASERLINE

Fangen wir damit an, was wir überhaupt sehen können. Beim menschlichen Auge geht man von einem kleinsten Sehwinkel von einer Bogenminute aus. Daran sieht man schon, dass die Sehschärfe entscheidend vom Betrachtungsabstand abhängt. Im Abstand von 25 cm müssen zwei Punkte damit 0,08 mm auseinanderliegen, um noch getrennt wahrgenommen zu werden. In die Drucksprache übersetzt hätten wir dann 318 dpi. Betrachtet man das vom Dateistandpunkt aus, entsprechen diese ja durchaus den für den Offsetdruck geforderten 300 ppi im Offsetdruck.

Der Nahbereich

Quelle: LASERLINE

Mit maximalen Auflösungsanforderungen beschäftigen wir uns im Artikel »Auflösung beim FineArt-Printing«. In der Werbetechnik wird üblicherweise mit Inkjet-Technik gearbeitet und der flüchtige Blick ist doch vorherrschender als Gestalter und Fotografen es gerne hätten. Im Nahbereich mit maximaler Sehschärfe sollten 150 ppi nicht unterschritten werden. Andererseits bringen Auflösungen über 300 ppi keinen sichtbaren Vorteil und verlängern nur die Upload-Zeit.

Die paar Meter

Quelle: Kesberger

Je weiter weg der Print ist, desto niedriger darf seine Auflösung sein. So können im Bereich von ein bis drei Metern 80 bis 150 ppi durchaus genügen. Bei einem Abstand von sechs Metern haben unsere hausinternen Tests ergeben, dass eine Auflösung von 40 ppi als völlig ausreichend wahrgenommen wird. Wenn es dann darum geht, ganze Gebäude zu verhüllen und erst ein wesentlich größerer Betrachtungsabstand die Erfassung des kompletten Plakats ermöglicht, beschränken sich erfahrene Gestalter sogar auf Werte von 20 bis 30 ppi. Wobei es auch damit gar nicht so einfach ist, ausreichend hochaufgelöste Dateien aufzutreiben.

Die Riesen

Der Betrachtungsabstand ist das eine, die Akzeptanz geringerer Auflösungen das andere. Kein Mensch erwartet von einem Großflächenplakat, dass es noch perfekt aussieht, wenn man an der Bushaltestelle mit der Nase direkt davor steht. Bei Ihrem Messestand sollten Sie dagegen schon berücksichtigen, dass Ihr Kunde in spe im Gespräch mit Ihnen durchaus auch länger vor dem Banner steht und seine Blicke schweifen lässt. Umso besser, wenn Sie dann noch mit maximaler Qualität bezaubern können.

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