Auf die feine Art

17.10.2013 09:00:00
Auf die feine Art: Wer seine Fotos als Fine Art Prints ausdrucken möchte, sollte bei Drucker, Tinte und Papier eine gewisse Qualität beachten. LASERLINE beschreibt, wie Sie aus ihren Fotos das Beste herausholen.

Da kann man noch so begeistert auf's Retina-Display gucken – ein richtiges Foto will in die Hand genommen werden. Klar lässt sich das Kiosksystem im Drogeriemarkt füttern, aber macht so ein Bild Spaß? Nicht schlecht, aber halt doch etwas labberig, grausam in Schwarzweiß und zudem mit beschränkter Haltbarkeit. Da muss es doch noch etwas anderes geben, ohne dass wir im Badezimmer wieder das Fenster schwarz abkleben und den Vergrößerer aufstellen müssen. Gibt es. Mit dem Inkjetdruck macht auch die fotografische Nachbereitung wieder Spaß.

Die Drucker

Richtig Spaß machen heimische Drucker wie dieser Epson ab einer Gerätegröße von DIN A3
Quelle: Epson

Natürlich kann man auch mit einem 99-Euro-Drucker aus dem Elektronikfachmarkt ordentliche Fotos auf dem hauseigenen Plastikpapier drucken. Eben genau, wie man mit einer 99-Euro-Kamera schöne Fotos machen kann. Das geht schon, führt aber nicht sehr weit. Richtig Spaß macht das heimische Druckstudio erst mit Geräten ab dem Format A3+ (32,9 x 48.3 cm). Nicht nur, weil schöne Fotos auch schön groß sein dürfen, sondern auch, weil die Hersteller erst diesen Geräten ein paar Features spendieren, die man schon auch gerne bei DIN A4 hätte. Dazu gehören auch separate Papiereinzüge für dickere FineArt-Papiere. Den Markt für solch hochwertige Fotodrucker, die gerade noch auf den Schreibtisch passen, teilen sich derzeit Epson und Canon untereinander auf.

Die Tinte

Tinten mit Haltbarkeitswerten von 80 Jahren und mindestens drei Graustufen für hochwertige Schwarzweiß-Drucke sind zum Standard geworden.
Quelle: Epson

In den Anfangstagen des Inkjet-Fotodrucks boten die Drucker bereits eine beachtliche Qualität, nur eben nicht sehr lange. Die Prints bleichten einfach zu schnell aus. Und auch die Schwarzweißqualität war eher mäßig und noch dazu stark beleuchtungsabhängig. Heute hat sich das geändert. Da sind im FineArt-Bereich Pigmenttinten mit Haltbarkeitswerten von ca. 80 Jahren unter Galeriebedingungen und mindestens drei Graustufen für hochwertige Schwarzweißprints längst zum Standard geworden. Dazu kommen mindestens fünf Farben. Die Light-Versionen von Magenta und Cyan sorgen für feinere Abstufungen. Manche Fotodrucker packen sogar noch Rot-, Grün-, Blau- oder Orange-Patronen dazu, um den Farbraum zu erweitern.

Die Papiere

Schwere Baumwollpapiere verbinden haptische und optische Qualitäten und sind trotzdem so glatt, dass der Fotolook erhalten bleibt.
Quelle: Hahnemühle

Auch der beste Drucker ist vergebene Printermühe, wenn das Papier nicht über die entsprechende Qualität verfügt. Der zentrale Punkt ist die Beschichtung, die dafür sorgt, dass die Pigmenttinten auch entsprechend aufgenommen werden und ihre Leuchtkraft entwickeln können. Neben einfachen matten Papieren und PE-Papieren, die wie das Urlaubsfoto aus dem Großlabor aussehen, sind zwei Typen besonders geeignet, den höheren Aufwand zu rechtfertigen: Schwere Baumwollpapiere wie das Hahnemühle Photorag verbinden haptische und optische Qualitäten und sind trotzdem so glatt, dass die Papierfaser nicht dominant wird und der Fotolook erhalten bleibt. Das gilt erst recht für „Baryt-Papiere“, deren Oberfläche einem klassischen Schwarzweißabzug aus der Dunkelkammer entsprechen.

Die Handhabung

All die Qualitäten von Papier, Tinte und Drucker müssen natürlich erst einmal umgesetzt werden. Photoshop und Co. sind auch den reinen Bildschirmfreunden vertraut, da braucht es eigentlich nur noch den Druckertreiber. Zumindest fast – schließlich müssen am Rechner auch noch die Eigenarten der drei genannten Komponenten einfließen. Während der Schwarzweißdruck mit speziellen Treiberbereichen bei Epson und Canon durchaus komfortabel auch ab Werk funktioniert, braucht es für den Farbdruck die Einbindung von ICC-Profilen. So man kein Montagsgerät erwischt hat, reichen da meist die Herstellerprofile, die auf den Webseiten der Papierlieferanten zum Download bereit stehen. Wer es noch genauer mag und teurer verträgt, der kann auch seine Profile selbst ausmessen oder ausmessen lassen. Hängt der perfekte Print erst einmal in der Ausstellung, ist der Aufwand zum Glück längst vergessen.

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