Auf den Punkt gebracht

28.04.2011 09:00:00
Der Punkt ist das kleinste Element in der Typografie – und kann doch Großes leisten. Unterschiedliche Kunstrichtungen setzen ganz auf ihn und bieten spannende Ansätze

Der Punkt ist in erster Linie ein Satzzeichen und hat mehrere Funktionen. Er beendet Sätze und Satzstücke, markiert Abkürzungen, kennzeichnet und trennt Zahlen sowie Uhrzeiten und fungiert im Dreierpack als Auslassungszeichen. Abgesehen von diesen „technischen“ Funktionen lassen sich Punkte aber auch künstlerisch einsetzen.

Quelle: Alexander Braun Wikicommons

Quelle: Alexander Braun
(Wikicommons)

Punkte in der Kunst

Ein Punkt ist ein kleiner, in der Regel gefüllter, Kreis. Abstrakte Bilder und Grafiken können aus einer Vielzahl von kleinen, großen, farbigen, gemusterten, überlappenden oder einzeln stehenden Punkten bestehen. Bei Überlappungen können sich die Farben der Punkte mischen. Die Anordnung der Punkte kann einem feststehenden Muster folgen oder völlig willkürlich ausgeführt werden. Viele kleine Punkte können – ähnlich wie im Zeitungsdruck – ein großes Motiv bilden oder es andeuten. Ausgehend vom Thema „Punkt“ sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Kunststile, die auf den Punkt kommen

Quelle: Christian A Dietz Wikicommons

Quelle: Christian A Dietz
(Wikicommons)

In der Kunst sind Richtungen, die mit Punkten spielen, auch als „Spot Painting“, „Dot Painting“ oder „Pointillismus“ bekannt. Der wichtigste Vertreter des Spot Painting ist der britische Künstler Damien Hirst. Als „Dot Painting“ wird die Punktmalerei der Aborigines bezeichnet. Der Pointillismus hatte dagegen zwischen 1889 und 1910 seine Blütezeit. Bekannte Künstler sind beispielsweise Georges Seurat, Camille Pissarro und der Deutsche Paul Baum. Auch die Impressionisten und die Pop-Art-Künstler wie Roy Lichtenstein setzen den Punkt als Gestaltungsmittel ein. Selbst die Nagel-Bilder von Georg Uecker stellen im Prinzip nichts anderes dar als Punkte.

Punkte im Druck

Quelle: Sémhur Wikicommons

Quelle: Sémhur
(Wikicommons) „Dots per Inch“, kurz dpi – die Bezeichnung für die Auflösung im Digitaldruck deutet schon an, dass es auch hier um Punkte geht. Auf Deutsch sagt man auch „Punktdichte“. Die Werte „ppi“ (pixel per inch) und „lpi“ (lines per inch) fallen ebenfalls unter die Rubrik „Punktdichte“. Definiert werden muss jeweils, was unter „Punkt“ verstanden wird. Ein Pixel? Ein Druckpunkt? Je feiner die Druckraster aufgelöst sind, desto weniger sind die Punkte im Vierfarbdruck für das menschliche Auge zu erkennen. Im relativ niedrig aufgelösten Zeitungsdruck sind daher die einzelnen Pixel am ehesten zu erkennen.

Tipps für das Spiel mit den Punkten

Punkt für Punkt lassen sich viele Bildideen umsetzen. Einzelne Punkte, am besten in auffallenden Farben, können als Blickfänger dienen und Broschüren oder Flyer aufwerten. Das Punktmotiv kann sich als Leitidee durch komplette Publikationen ziehen. Raffiniert sind außerdem Bilder, die sich aus einzelnen Punkten zusammensetzen. Am besten stilisiert man die Motive dann und bricht sie auf das Wesentliche herunter. Ansonsten gilt: Einfach ausprobieren und kleine und große „Kreise“ ziehen.

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