Assoziationen durch Schriften

10.10.2013 10:27:00
Eine Schrift transportiert nicht nur Text, sondern wirkt auch als Bild. Welcher Font weckt welche Assoziationen?

Farben und Formen erwecken beim Betrachter bestimmte Assoziationen. Doch dasselbe gilt auch für Schriften. Abgesehen vom Inhalt des Textes, transportieren Fonts an sich bestimmte Werte. Schriften können also durchaus kühl oder warm wirken, nüchtern oder verspielt, streng oder lässig. Deshalb sollten Grafiker bei der Schriftauswahl immer darauf achten, dass der Charakter der Schrift zum Inhalt passt.

Gängige Schriftarten

Welche Wirkung haben die unterschiedlichen Fonts auf den Leser?
Quelle: Austin 512/Wikimedia Commons

Wikimedia Commons Fonts wie Times New Roman, Helvetica oder Arial lassen sich leicht lesen, weil sie häufig genug zum Standardrepertoire auf Rechnern gehören. Genau so werden sie jedoch auch häufig vom Betrachter empfunden: als unauffälliger Standard. Diese Schriften bieten sich an, wenn große Mengen von Text transportiert werden sollen. So sind sie bei Büchern, Gebrauchsanweisungen und offiziellen Texten erste Wahl. Auch im Internet spielen gängige Schriftarten eine große Rolle, da sie von den meisten Browsern dargestellt werden können. Standardfonts lenken nicht von Inhalten ab und vermitteln Texte emotional neutral.

Handschriftliche Fonts

Persönlicher wirken Schriftarten, die wie handgeschrieben aussehen. Der Betrachter erwartet dahinter eine persönliche Aussage, ein Zitat beispielsweise. Geschwungene Fonts wie Scriptina, Berkshire oder Lobster Two lassen sich zwar nicht leicht lesen, haben aber eine vertraute Anmutung. Der Leser fühlt sich persönlich angesprochen. Gezielt eingesetzt, können diese Schriften einen Gegenpunkt zu den Standardschriften setzt. Allerdings sind sie für lange Texte nicht geeignet, sondern vielmehr als Akzent für neutrale Textpassagen.

Fraktur

Gebrochene Schriften sind gerade in Deutschland ein schwieriges Thema: Zu sehr erinnern sie an die Zeit des Nationalsozialismus. Im Dritten Reich wurden Fraktur-Schriften oft verwendet. Diese Fonts transportieren in der individuellen Wahrnehmung des Betrachters häufig eher negativ besetzte Bilder und Eigenschaften. Meist ist es für den ungeschulten Betrachter auch nicht einfach, die gebrochenen Schriftarten zu lesen – oder unterschiedliche gebrochene Buchstaben auseinander halten zu können. Wenn also nicht gerade eine Speisekarte für den Ratskeller gesetzt werden soll, kann man auf Fraktur-Fonts durchaus verzichten.

Ausgefallene Fonts

Mit modernen Fonts lässt sich nahezu jede Assoziation erzeugen. Manche Schriften erinnern an Science Fiction-Welten, andere an Comics. Schriftarten mit unregelmäßigen Buchstaben wirken salopper als solche mit strengen Formen. Schriften mit Serifen haben generell eine klassischere Anmutung als solche ohne. Die Möglichkeiten steigen mit jeder Schriftart, die neu entworfen wird.

Der Gestalter muss sich dann nur noch überlegen, welcher Font sowohl zum Inhalt des Textes als auch zum Gesamtkonzept des Layouts passt. Aber bitte vermeiden Sie abgeschmackte Fonts wie Hobo oder Comic Sans, da deren Überpräsenz den eigentlichen Inhalt des Textes banalisiert.

 

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