Anführungszeichen setzen

04.05.2017 09:00:00
Bei Anführungszeichen sollte man im Layout einen optischen Randausgleich vornehmen. So setzt man die Zeichen richtig, ohne den Lesefluss zu stören.

Im Layout wirken Anführungszeichen, die etwas außerhalb des Textes stehen, harmonischer und stören den Lesefluss weniger. Wir erklären, wie man An- und Abführungszeichen richtig setzt und den optischen Randausgleich in Adobe InDesign vornimmt. Denn diese Funktion ist generell für alle Zeichen im Satz sehr hilfreich.

Optischer Randausgleich

Der optische Randausgleich, auch optischer Stegausgleich genannt, ähnelt auf den ersten Blick dem optischen Kerning, jedoch mit einem wesentlichen Unterschied: Beim Kerning werden zwei nebeneinander stehende Zeichen berücksichtigt, beim Randausgleich zwei untereinander stehende. Hauptgrund für diese Funktion ist die bessere Lesbarkeit von Texten. Dank des optischen Randausgleichs findet das Auge des Lesers den Zeilenanfang besser und der Textblock sieht harmonischer aus. Es entsteht optisch ein gleichmäßiger Rand, wenn einzelne Zeichen etwas nach außen gerückt werden. Zu ihnen zählen beispielsweise „O“ und „V“.

Anpassung in Adobe InDesign

Hier wird der optische Randausgleich in Adobe InDesign eingestellt.
Quelle: Sandra Küchler
Um den optischen Randausgleich in Adobe InDesign zu beeinflussen, wird zunächst der gewünschte Text markiert und als Blocksatz gekennzeichnet. Danach wird der Cursor am ersten Absatz platziert. Über „Fenster“, „Schrift und Tabellen“ und „Textabschnitt“ öffnet man anschließend das Textabschnitt-Bedienfeld, in dem das Kästchen „Optischer Randausgleich“ angeklickt wird. Im Menü wird nun noch die Schriftgröße eingestellt. Danach nimmt die Software den optischen Randausgleich selbstständig vor.

Korrekte An- und Abführungszeichen

Der optische Randausgleich ist nicht nur bei An- und Abführungszeichen wichtig für den Lesefluss.
Quelle: Sandra Küchler
Der optische Randausgleich nutzt jedoch nicht viel, wenn An- und Abführungszeichen nicht richtig gebraucht werden. Im Grundtext setzt man im Deutschen einfache An- und Abführungszeichen ein, wenn Begriffe gekennzeichnet werden. Lediglich in Überschriften sind die Gänsefüßchen bei Begriffen doppelt. Anders sieht es bei wörtlicher Rede und Zitaten aus: Hier werden die doppelten An- und Abführungszeichen verwendet. Innerhalb von wörtlicher Rede und Zitat kann man einzelne Begriffe wiederum mit den einfachen An- und Abführungszeichen markieren.

Rund oder eckig?

An- und Abführungszeichen dürfen im Deutschen rund oder eckig sein. Die runde Version erinnert an ein doppeltes Komma, die zweite an ein Doppeleck. Dabei ist auch die korrekte Richtung wichtig. Anführungszeichen in runder Form sehen aus wie die Zahl „99“, die Abführungszeichen wie die „66“. Bei der eckigen Version zeigen die Spitzen nach innen. Egal, welche Variante man einsetzt: Man sollte ihr innerhalb eines Textes treu bleiben und nicht von rund zu eckig wechseln, denn auch das stört den Lesefluss.

 

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