Analogkameras: Günstige Gelegenheiten

07.01.2016 09:00:00
Analog ist kult, aber bezahlbare Analogkameras gibt es fast nur noch gebraucht. Worauf muss man achten, wenn die Schätzchen manchmal älter sind als man selbst?

Das Smartphone ist allgegenwärtig und Selfie-Sticks entwickeln sich langsam zur körperlichen Bedrohung vor Europas Sehenswürdigkeiten. Und trotzdem steigt der Absatz vieler Schwarzweißfilme. Nicht nur Hipster haben Spaß daran zu warten, bis die Filme entwickelt sind. Schließlich lockt das Unikat in einer Welt endloser Vervielfältigung. Nur mit was soll man heute analog fotografieren? Die renommierten Hersteller bieten in Europa neue Analogkameras nur noch bei Leica und Nikon im Luxussegment. Eben weil dieser Markt komplett zu Ebay und auf die guten alten Flohmärkte abgewandert ist.

Der Überblick

Quelle: Kesberger
Dieser Weg muss kein schlechter sein. Die Kameras stammen zwar meist aus einer Zeit, als Deutschland noch eine andere Währung hatte, aber eine Spiegelreflex, deren Gehäuse damals 1.000 Mark gekostet hat, gibt es heute mit Objektiv auf einer Fotobörse für unter 100 ¤. Selbst wenn man sich im Profisegment der 1990er bewegt, bleibt im Vergleich zu modernen DSLRs noch viel Geld für Filme und Abzüge übrig. Nur wer unbedingt die Kultobjekte des Gebrauchtmarkts mit begrenzten Stückzahlen wie eine Plaubel Makina ergattern will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Die Systeme

Selbst eine Investition in historische Analogkameras kann sich digital amortisieren. Wer etwa bei Nikon oder Canon zum gleichen Bajonett greift, kann die Objektive auch mit seiner digitalen Spiegelreflex einsetzen. Noch entspannter wird das mit Systemkameras. Hier lassen sich dank des kurzen Abstands zwischen Bajonett und Sensor über Adapter fast alle Spiegelreflex-Kleinbildobjektive einsetzen. Während gerade viele längere Festbrennweiten auch heute noch ihr Auflösungsvermögen in digitaler Schärfe zeigen, beweisen 30 Jahre alte Zooms jedoch oft eher, wie sehr sich die Optikkonstruktion seitdem weiter entwickelt hat.

Die Kameras

Quelle: Kesberger
Dann doch lieber richtig analog. Vor dem Fotografieren kommt das Kontrollieren. Auch wer keine eigene Werkstatt hat, kann beim Kauf recht einfach checken, ob alle Verschlusszeiten sauber ablaufen. Ist das Batteriefach frei von Säureresten ausgelaufener Batterien? Wichtig ist natürlich auch, ob es die damals eingesetzten Batterien heute überhaupt noch gibt. Sonst bleibt einem zumindest bei mechanischen Kameras nur der Griff zum Handbelichtungsmesser. Entschleunigung pur kann ja auch ganz schön sein. Externe Messzellen sind bei alten Balgenkameras oft sowieso unabdingbar. Zumindest wenn der Balgen dicht ist. Aber das lässt sich im Dunkeln leicht überprüfen und im Hellen meist einfach wieder flicken.

Die Objektive

Quelle: Kesberger
Verschlüsse können nicht nur in Kameras kaputt gehen, sondern zumindest bei den größeren Formaten auch im Objektiv. Verharzte Blenden fehlt oft jahrelang die Bewegung, aber dafür lässt sich das beim Schrauber um die Ecke auch wieder beheben. Besonders unangenehm wird es dagegen bei Pilzbildung im Inneren, während kleinere Kratzer nicht besonders weh tun. Allerdings ist hierbei die Hinterlinse wesentlich empfindlicher als die Vorderlinse. Sollte sich innen ein wenig die Beschichtung gelöst haben, sieht das zwar nicht mehr so schick aus, aber dem Retrolook der Fotos wird es kaum schaden. Und den wollten wir ja haben.

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