Am Ende ist lange nicht Schluss

04.11.2010 09:00:00
Falzen, binden, fertig – das war einmal. Heute bietet die Weiterverarbeitung viele kreative Spielarten, die den Drucksachen das gewisse Etwas verleihen

Die Wertigkeit und Einzigartigkeit von Drucksachen entsteht nicht nur im Druck selbst. Großes Potential bietet auch die Weiterverarbeitung, die längst nicht mehr bloß dazu dient, ein Produkt einfach zu binden. Mittlerweile stehen verschiedene Bindeverfahren und Veredelungs-Varianten zur Verfügung – und das ist noch längst nicht alles.

Kein Knick in der Optik

Falzen ist heute weitaus mehr, als einfach nur Papierbogen zu „knicken“. Raffinierte Falzarten sorgen dafür, dass Drucksachen mit mehreren Klappen oder ziehharmonikaartige Druckprodukte entstehen. Das sieht nicht nur pfiffig aus, sondern komprimiert eigentlich große Papierbögen auf ein handliches Format, das sich leicht einstecken und mitnehmen lässt. Beim Wickelfalz wird der Bogen zum Beispiel gedrittelt und die beiden äußeren Seiten nach innen eingeschlagen. Den ziehharmonikaartigen Falz nennt man korrekt Zickzackfalz. Eine weitere Variante ist der Fensterfalz: Hier werden die äußeren Seiten ebenfalls eingeklappt, sind dann aber genauso breit wie die verbliebene Fläche. Populär ist außerdem der Altarfalz. Er entsteht, wenn man ein „fenstergefalztes“ Produkt noch einmal in der Mitte zusammenklappt. Layouter haben so vielfältige Möglichkeiten, die Informationen auf den einzelnen Seitenteilen zu verteilen und den Leser beispielsweise bei jedem Aufklappen schlauer werden zu lassen.

Bitte zusammenhalten!

Quelle: LASERLINE

Binden ist nicht gleich Binden – mit dem Klebebinden, dem Rückstichheften und dem Wire-O-Binden stehen den LASERLINE-Kunden drei Optionen offen. Beim Klebebinden kann Dispersionskleber oder PUR-Kleber zum Einsatz kommen. Ersteres eignet sich, wenn die Verbindung nicht ganz so dauerhaft sein muss – beispielsweise bei Blöcken. PUR-Leim wird heiß aufgetragen und schafft unter starkem Druck einen festen Zusammenhalt. Davon profitieren in erster Linie Drucksachen mit hohen Seitenzahlen, zum Beispiel Broschüren mit Softcover. Bei der Wire-O-Bindung verwendet man dagegen keinen Leim, sondern Drahtkämme, die fest verschlossen werden. Diese Bindeart ist vor allem von Kalendern, Blöcken oder Broschüren bekannt. Eine Rückstichheftung, bei der Metallklammern die Bogen verbinden, kann man bei kleineren Seitenzahlen verwenden. CD-Booklets sind ein mögliches Anwendungsgebiet. Diese Art der Bindung kann man mit der Ringösenheftung kombinieren, damit man die Druckprodukte in Ordnern ablegen kann.

Glänzend veredelt

Quelle: LASERLINE

Lackieren und Cellophanieren – diese Verfahren schützen die Oberfläche von Drucksachen und bringen sie auf Wunsch zum Glänzen. Hochglanzlacke sorgen dafür, dass Broschüren auch äußerlich brillieren. Der Lack muss nicht vollflächig aufgetragen werden, sondern kann auch bestimmte Teile der Drucksachen veredeln. Besonders auffallend ist 3D-Lack, der nicht nur optische, sondern auch haptische Elemente in die Tat umsetzt. Wenn es dagegen vor allem darum geht, die Druckprodukte vor Verschmutzung oder Kratzern zu schützen, empfiehlt sich das Cellophanieren. Dabei wird der Druckbogen in eine matte oder glänzende Folie eingehüllt – entweder einseitig oder beidseitig.

Eine runde Sache

Quelle: LASERLINE

Auch mit Stanzeisen, Stanzformen oder Stanzlinien kann man Drucksachen nach dem Bedrucken in Form bringen. Die Werkzeuge dienen beispielsweise dazu, eckige Kanten abzurunden. Auch Etiketten und CD-Labels werden schnell und sicher angestanzt. Außerdem eignet sich das Stanzen für die Produktion von Mousepads oder Multicards. Um beispielsweise Ecken nicht ganz auszustanzen, sondern sie zum Abreißen vorzubereiten, kommt das Perforieren zum Einsatz. Dabei entstehen kleine Schlitze oder Löcher – praktisch wenn später Papierabschnitte abgetrennt werden sollen.

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