Alternativen zur Helvetica

02.06.2016 10:42:00
Die „Helvetica“ zählt zu den beliebtesten Schriftarten. Es gibt jedoch auch Alternativen zum Schweizer Klassiker, falls ein frischer Font gefragt ist.

Fast jeder kennt sie, fast jeder mag sie: Die „Helvetica“ ist einer der Schriften-Klassiker schlechthin. Die Beliebtheit schlägt jedoch mancherorts in Eintönigkeit um und Alternativen sind gefragt. Welche Fonts bringen die gleichen positiven Eigenschaften der Helvetica mit, wirken aber vielleicht doch unverbraucht und etwas pfiffiger? Wir haben die Antwort.

Die Helvetica

Max Miedinger und Eduard Hoffmann sind die Väter der Helvetica. 1957 kam der erste Schriftschnitt auf den Markt, damals noch unter dem Namen „Neue Haas-Grotesk“. Seit 1960 heißt die Schrift Helvetica, um sie für den internationalen Markt attraktiver zu machen. Die „Neue Helvetica“ kam 1983 hinzu. Auch der ursprüngliche Entwurf wurde mittlerweile digitalisiert und ist seit 2011 lieferbar. Viele Unternehmen nutzen die Helvetica als Hausschrift, sie ist zudem im Betriebssystem von Apple enthalten. Die Schrift gehört zur Familie der serifenlosen Linear-Antiquas und wird seit fast 60 Jahren für ihre gute Lesbarkeit und Neutralität geschätzt. Erhältlich ist sie bei Linotype.

Acumin Pro und Myriad Pro von Adobe

Gleich zwei Fonts von Adobe kommen der klassischen Helvetica nahe – die Acumin Pro und die Myriad Pro. Die Acumin Pro ist über Typekit erhältlich und wurde von Robert Slimbach gestaltet. Noch bekannter ist allerdings die Myriad Pro, die ebenfalls aus der Feder von Robert Slimbach stammt, der sie zusammen mit der Schriftartendesignerin Carol Twombly gestaltet hat. Die Automarke Rolls-Royce beispielsweise setzt die Myriad in ihrem Textlogo ein.

FF Dagny Pro, FF Schulbuch, FF Bau von FontFont

Auch der Schriftanbieter FontFont kann mit Helvetica-ähnlichen Schriften aufwarten. FF Dagny umfasst fünf Schriftschnitte und wurde 2002 vorgestellt. FF Schulbuch umfasst die drei Varianten „FF Schulbuch Nord“, „FF Schulbuch Süd“ und „FF Schulbuch Bayern“. Jede Schriftfamilie ist in normalen und fetten Schnitten erhältlich. Inspiriert wurden die Schriften von historischen Textbüchern. FF Schulbuch Nord erinnert am meisten an die „Helvetica“, erweckt dabei jedoch ein „Klassenzimmer-Gefühl“. FF Bau stammt von Christian Schwartz und geht auf Schriften von Schelter & Giesecke aus dem 19. Jahrhundert zurück.

Univers von Linotype

Die „Univers“ gehört zur „Schweizer Typografie“
Quelle: Lupo / pixelio.de
Die „Univers“, von 1950 bis 1956 von Adrian Frutiger entworfen, ist ein ähnlicher Klassiker wie die „Helvetica“ selbst. Beide Fonts sind etwa zur gleichen Zeit entstanden und zählen zur klaren „Schweizer Typografie“. Hervorzuheben ist bei der „Univers“ ihre gute Lesbarkeit und die Vielseitigkeit. Dadurch ist sie für leicht lesbare und schnell zu erfassende Texte perfekt geeignet. 1997 überarbeitete Adrian Frutiger die Schriftfamilie in Zusammenarbeit mit Linotype, so dass mittlerweile 63 Schriftschnitte unter dem Namen „Linotype Univers“ verfügbar sind. Die „Univers“ war übrigens die offizielle Schriftart der Olympischen Sommerspiele 1972 in München und zudem lange Jahre die Hausschrift vom internationalen Konzern Siemens.

Nimbus Sans und Heldustry von URW++

Die Reihe der Schriftarten, die Helvetica ähnlich sind, ist lang. Wer weitere Alternativen sucht, kann sich die Nimbus Sans und Heldustry, beide von URW++, genauer anschauen. Die Nimbus Sans wurde von Max Miedinger gestaltet und umfasst insgesamt 23 Schriften. Die Heldustry aus dem Jahr 1978 wurde von Phil Martin für einen Fernsehsender entworfen. Sie ist in sieben Varianten verfügbar und ein echter Geheimtipp: Im Gegensatz zu vielen anderen Helvetica-Alternativen ist sie relativ unbekannt und wirkt so besonders frisch.

 

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