Alles fließt und spritzt

30.04.2015 09:00:00
Wie man Wasser richtig fotografiert.

Im Sommer zieht es den Menschen ans Meer, im Winter aufs Eis. In der einen Form dient es zum Kühlen der Cola, in der anderen hilft es beim Zähneputzen. Wasser ist schon sehr, sehr vielfältig. Und so verhält es sich auch beim Fotografieren. Mit der Programmautomatik kommen wir da nicht weiter, Der Springbrunnen verlangt eine bewusste Entscheidung vom Fotografen. Aber welche?

Samtweich

Quelle: Kesberger

Ein der schönsten Wassereffekte nutzt sich wohl nie ab. Bei langen Belichtungszeiten beginnt das Wasser zu fließen. Gerade bei Seen, Bächen und Flüssen, besonders wenn deren Umrandung noch halbwegs erkennbar ist, bildet sich bei langen Zeiten eine samtweiche Oberfläche, die so gar nichts mit unserer natürlichen Sehgewohnheit zu tun hat. Zuerst einmal brauchen wir dafür ein Stativ, sonst wird nicht nur die Wasseroberfläche unscharf, sondern das ganze Bild. Im schattendunklen Wald oder in der Dämmerung mag noch kräftiges Abblenden ausreichen, doch sehr oft hilft nur ein kräftiger Graufilter, um in Regionen vorzustoßen, in den das Wasser genug Zeit hast, sich auszubreiten. Das dürfen schon einige Sekunden sein, aber neben der Stärke des Graufilters hängt der Effekt auch von der Fließgeschwindigkeit des Wassers ab.

Auf den Punkt gespritzt

Quelle: Kesberger

Aber auch die Fließrichtung entscheidet mit über das Bild. Beim Bach als Wassereinbahnstraße können zu lange Zeiten eine schon eisähnliche Oberfläche erzeugen, bei der Brandung am Meer mit ihren unterschiedlichen Richtungen ergeben sich auch im Minutenbereich noch spannende Ansichten, die die Bewegung unterstreichen und nicht verneinen. Einen ganz gegenteiligen Effekt liefert das andere Ende der Zeitskala. Hier entspricht das Bildergebnis auch nicht dem Seherlebnis vor Ort. Das bewegte Wasser wird eingefroren, bis hin zum einzelnen Tropfen. Besonders dramatisch fällt das natürlich aus, wenn man in der HighSpeed-Photography auf den one-and-only-Tropfen belichtet, aber auch der städtische Springbrunnen bietet spritzige Erlebnisse.

Spieglein an der Wasserwand

Quelle: Kesberger

Während die Filterhersteller ihre Sortimente immer weiter einschränken, scheint gerade die optische Begegnung mit dem nassen Element wie geschaffen für Filtereinsätze. Nicht nur der Graufilter feiert hier seine Wiederauferstehung, auch der Polfilter hat in der Landschaftsfotografie seine Berechtigung. Einerseits lässt sich so das Himmelblau verstärken, andererseits können Spiegelungen auf dem Wasser betont oder reduziert werden. Wobei der erste Spiegelfeind immer Wind und Welle sind. Gestalterisch wird es dann spannend. Der erste Ansatz ist meist Spiegel und Spiegelbild symmetrisch in der Mitte geteilt aufzunehmen. Aber oftmals ist es spannender, hier für ein Ungleichgewicht zu sorgen. Wird der Wasserteil stärker gewichtet, denkt der Betrachter auf den schnellen flüchtigen Blick, dass das Bild falschherum präsentiert wird. Es lebe der Aha-Effekt.

Die Ausrüstung

Besonders dramatisch wirken Bilder natürlich, wenn das Wasser direkt vor oder unter der Frontlinse beginnt. So findet sich die hierfür notwendige Ausrüstung oft eher im Anglershop als im Fotoladen. Aber nicht nur das Fotografenbein, auch die Kamera will möglichst vor Nässe geschützt sein. Selbst mit Sicherheitsabstand kann zumindest das spritzwassergeschützte Gehäuse und das entsprechend abgedichtete Objektiv nicht schaden. Vorsicht ist aber auch beim Stativ geboten. Gerade die Klebetechnik der Verschlüsse von Carbonstativen ist meist nicht dafür gedacht, dass eine halbe Stunde im Wasser stehen. Einige wenige Stative wie die Gitzo Ocean oder Safari-Reihe bieten hier spezielle wasserfeste Beinvarianten

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