Alle Wege führen ins Web

13.02.2013 09:00:00
Webnutzer gehen heute auf vielfältige Weise ins Internet - darauf muss das Webdesign reagieren.

Früher war die Welt des Webdesigns einfacher, denn alle Nutzer gingen mit einem PC ins Internet. Heute haben sie jedoch die Wahl und können selbst unterwegs auf das Web zugreifen. „Responsive Webdesign“ sorgt dafür, dass die Webseite je nach Endgerät, wie Tablet-PC oder Smartphone, Netbook, Fernseher oder Laptop, „reagiert“ und Inhalte optimal darstellt.

Was unterscheidet sich?

Laptop, PC, Tablet, Smartphone, Fernseher: Alle Endgeräte, mit denen man das Internet nutzen kann, haben unterschiedliche Displaygrößen und verschiedene Auflösungen. Webseiten, die „responsive“ sind, erkennen das Endgerät und passen die Darstellung sowie die Navigation automatisch an. Beim Webdesign muss zudem bedacht werden, dass die Geräte nicht gleich bedient werden: Die Nutzer surfen per Maus, Touchscreen oder Sprachsteuerung durchs Web.

Media Queries

Das responsive Webdesign stützt sich auf Media Queries. Vereinfacht gesagt wird damit auf verschiedene Eigenschaften reagiert und das Design dementsprechend geändert. Zu diesen Eigenschaften können die Gerätegröße, die Auflösung, das Format und die Eingabemöglichkeiten zählen. Beispielsweise wird das Smartphone-Design aufgerufen, wenn eine bestimmte Auflösung unterschritten wird. Ältere Browserversionen können jedoch häufig nicht mit Media Queries umgehen.

Tipps für die Gestaltung

Soll ein Webdesigner eine reaktionsfähige Seite gestalten, so fängt er am besten ganz unten an: bei der Version für Smartphones. Hier geht es darum, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen, nur die wichtigsten Informationen zu vermitteln und die Navigation einfach zu halten. Bei den weiteren Schritten geht es darum, (Gestaltungs-)Details hinzuzufügen. Achtung: Auch Schriften und Bilder müssen flexibel reagieren. Daher empfiehlt es sich, nicht mit festen Schrift- oder Bildgrößen zu arbeiten.

Testen, testen, testen

Je vielfältiger die Wege werden, die ins Internet führen, desto mehr müssen Webdesigner ihre Seiten auch prüfen – und zwar auf allen Endgeräten. Bilder, die am PC gut aussehen, können auf dem Smartphone zu lange zum Laden benötigen. Navigationen, die am Rechner funktionieren, können am Touchscreen wirkungslos sein. Zudem ist der Webdesigner mehr denn je gefragt, die wesentlichen Informationen herauszuarbeiten und durch seine Gestaltung eine Orientierungshilfe zu bieten: Auf dem kleinen Display von iPhone und Co. mag niemand meterweise durch Textwüsten scrollen.

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