Adobes kreativer Kopf

08.01.2015 09:00:00
Robert Slimbach ist Schriftgestalter und Leiter der Schriftentwicklung bei Adobe. Wir blicken auf sein Werk.

Einer der wichtigsten Köpfe in der Typobranche ist Robert Slimbach. Der US-Amerikaner hat viele prägende Schriften gestaltet und arbeitet zudem als Leiter der Schriftentwicklung bei Adobe Systems. In dieser Position hat er entscheidende Entwicklungen angestoßen, darunter die Mehrsprachigkeit von Fonts.

Leben

Quelle: Adobe Systems

Robert Slimbach wurde 1956 in Evanston, Illinois, geboren. Er ist in Südkalifornien aufgewachsen und betrieb nach seiner Ausbildung eine Siebdruckerei. In dieser Zeit entstand sein Interesse für die Typografie. 1983 begann er, bei Autologic in Kalifornien als Schriftgestalter zu arbeiten. Sumner Stone, später typografischer Berater bei Adobe, holte ihn schließlich 1987 zu dem Software-Giganten, bei dem er seither tätig ist. Neben der Typografie betätigt sich Robert Slimbach auch als Fotokünstler mit Fokus auf der Schwarzweiß-Fotografie.

Werk

Zwischen 1985 und 1987 arbeitete Slimbach als selbstständiger Schriftentwickler. In dieser Zeit schuf er die Schriften ITC Slimbach und ITC Giovanni. Seit seiner Tätigkeit für Adobe hat er eine Vielzahl von Schriften entworfen, die heute nicht mehr aus der grafischen Branche wegzudenken sind. Zu ihnen zählen die Caflisch Script, Adobe Garamond, Minion, Myriad und Utopia. Von vielen der Fonts gibt es auch überarbeitete OpenType-Varianten. Der Stil von Slimbach ist sehr klassisch, oft zieht er als Vorbild traditionelle Bleisatzschriften heran. Zudem wurden die Adobe-Software-Icons der Creative Suite unter Verwendung von Slimbachs Entwürfen gestaltet.

Ziele

Slimbach setzt sich für die Mehrsprachigkeit von Fonts ein und unterstützte die Verwendung von unterschiedlichen optischen Größen und kontextabhängiger Glyphen in OpenType-Fonts. In den vergangenen Jahren hat er seine Schriften für das OpenType-Format weiterentwickelt. Im Gegensatz zu früheren Entwürfen enthalten sie nicht zwischen 200 und 500 Zeichen, sondern bis zu 3.000. Aus diesem Grund sind in letzter Zeit weniger neue Fonts von Slimbach erschienen.

Auszeichnungen

Quelle: Adobe Systems

Die Association Typographique Internationale hat Robert Slimbach im Jahr 1991 mit dem Prix Charles Peignot ausgezeichnet. Er wird an Schriftgestalter unter 35 Jahren verliehen, die Herausragendes geleistet haben. Mehrere seiner Schriften haben Preise des Type Directors Club (TDC) gewonnen. Zu ihnen zählen die Arno Pro, Brioso Pro, Garamond Premier Pro, Myriad Pro und Warnock Pro.

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