Eine Vorschau auf Drucksachen

03.11.2011
Mit Hilfe von Softproofs, gedruckten Proofs und Andrucken erhält man noch vor dem Auflagendruck eine präzise Vorstellung, wie die Drucksachen aussehen werden

Wenn Broschüren, Mailings, Kataloge oder Flyer produziert werden, muss alles stimmen: Farbe, Layout, Texte, Fotos, Gesamtbild. Um bereits vor dem Auflagendruck eine Vorstellung davon zu erhalten, wie die fertigen Drucksachen aussehen, leisten Softproofs, gedruckte Proofs und Andrucke wertvolle Dienste. Wie unterscheiden sie sich?  

Weshalb braucht man Andrucke und Proofs?

Kontrollieren ist besser als wegwerfen: Andrucke und Proofs dienen dazu, das Gesamtbild von Drucksachen zu überprüfen, ihre Wirkung zu erleben und Fehler aufzuspüren, bevor der teurere Auflagendruck beginnt. Anhand des Andrucks oder Proofs können letzte Änderungen besprochen werden. Gleichzeitig dienen die „Druckvorschauen“ auch dazu, eine rechtliche Grundlage für die Produktion zu schaffen. Sie bilden die Basis für den späteren Druckauftrag und schaffen Sicherheit für Kunde und Druckerei.   

Softproofs

Die einfachste Form eines Proofs ist der Softproof. Er wird nur am Bildschirm dargestellt, im Gegensatz zum „Hardproof“, dem gedruckten Proof. Der Vorteil an einem Softproof ist, dass er relativ schnell und kostengünstig zu erstellen ist. Man erhält einen groben Überblick über die späteren Drucksachen. Stehen alle Elemente an der richtigen Stelle? Der Nachteil ist, dass man einen Softproof nicht anfassen oder umblättern kann. Die Wirkung des Gedruckten auf Papier lässt sich, trotz der Möglichkeit einer Papierweiß-Simulation, nur schlecht nachvollziehen. Außerdem hängt die Farbdarstellung immer von der Qualität und der Kalibrierung des jeweiligen Bildschirms ab.  

Gedruckter Proof

 Quelle: Kay Herschelmann


Ein gedruckter Proof wird in der Regel im Digitaldruckverfahren auf einem Inkjetdrucker hergestellt. LASERLINE bietet Farbausdrucke mit guter Farbgenauigkeit oder einen farbverbindlichen Normproof an. Ersterer liefert einen Eindruck, wie die Drucksachen auf Papier wirken. Letzterer simuliert auch die Farben so, wie sie später im Druck erscheinen werden. Augrund des speziellen Materials werden Normproofs nur bei Druckaufträgen auf gestrichenen Papieren angeboten. Gedruckte Proofs lassen sich beschriften, drehen und wenden, mitnehmen und dem Kollegenkreis zeigen. LASERLINE stellt im Eingangsbereich einen Normlichttisch zur Kontrolle der Normproofs bereit.  

Andruck

 Quelle: Kay Herschelmann


Eins zu eins das gleiche Druckbild, mit dem gleichen Druckverfahren: Das leistet der Andruck. Dabei werden mit der Digital- oder Offsetdruckmaschine, auf der die Auflage später hergestellt wird, einige Probedrucke produziert. Dadurch sieht der Kunde genau dasselbe Ergebnis, das später erzielt wird. Verwendet wird zudem das gleiche Papier. Andrucke im Offsetdruck sind jedoch sehr teuer und nicht wirtschaftlich, da die Druckmaschine für nur wenige Exemplare gerüstet werden muss. Deswegen werden sie nur in Ausnahmefällen hergestellt. An ihre Stelle sind farbverbindliche Proofs getreten.

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