Eine Frage des Codes

15.09.2011
Auf welchem Zeichencode ein Font basiert hat große Auswirkungen auf seine Vielseitigkeit. So unterscheiden sich Unicode, ASCII und 8-Bit

ASCII

Hinter der Abkürzung „ASCII“ steckt der „American Standard Code for Information Interchange“, der bereits auf das Jahr 1968 zurückgeht. ASCII ist eine 7-Bit-Zeichenkodierung. Ein Bit kann zwei Zustände annehmen, daher kommt man auf 2 hoch 7 Möglichkeiten, also 128 Zeichen. Zu diesen zählen neben 95 druckbaren auch 33 nicht-druckbare, darunter beispielsweise das Leerzeichen. Für Besonderheiten nicht-englischer Sprachen wie etwa die deutschen Umlaute ist das System damit aber nicht umfangreich genug.

8-Bit-Zeichensatz

Wie der Name schon nahelegt, können 8-Bit-Zeichensysteme 2 hoch 8 Zeichen enthalten. Das entspricht 256 Zeichen und damit einer doppelt so hohen Anzahl wie beim herkömmlichen ASCII. ASCII-Erweiterungen wurden beispielsweise so umgesetzt. Doch immer bleibt ein Problem: Die maximale Zeichenzahl ist immer noch stark begrenzt und nicht ausreichend, da nach Abzug der Steuerzeichen lediglich 191 Elemente zur Verfügung stehen, was beispielsweise für asiatische Sprachen deutlich zu wenig ist.

Unicode

 Quelle: Unicode


Im Gegensatz zu ASCII mit seinem beschränkten Zeichencode weist Unicode in seiner ersten Version als 16-Bit-Zeichensystem mit bis zu 65.536 Zeichen auf. Seit der zweiten Version stehen 1.114.112 Zeichen zur Verfügung. Das Ziel ist es, alle Schriftsysteme und Zeichen kodieren zu können. Das Wichtigste jedoch: Unicode funktioniert unabhängig von der Plattform oder dem Betriebssystem. Durch die hohe Zahl an möglichen Zeichen gibt es Platz für jedes Zeichen einer Sprache, dem innerhalb einer Schriftart ein fester Code zugeordnet werden kann. Die erste Version von Unicode wurde 1991 veröffentlicht. Die aktuelle Version ist Unicode 6.0, die im Oktober 2010 vorgestellt wurde.

OpenType


Das universelle Schriftformat OpenType basiert auf Unicode. Daher lassen sich diese Schriften sowohl auf Mac- als auch auf Windows-Rechnern einsetzen. Sie funktionieren zudem unter Linux oder Unix. Ein weiterer Vorteil: Die Fonts enthalten in der Regel besondere Zeichen wie Kapitälchen, Ligaturen, Mediävalziffern, Währungssymbole oder Bruchziffern. Damit geht OpenType deutlich weiter als die Schriftformate TrueType und Postscript-Type-1-Fonts. OpenType ist seit 1996 auf dem Markt und wurde zunächst von Microsoft, später mit dem Partner Adobe, entwickelt.

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