Ein Bild aus kleinen Bildern

08.09.2011
Mosaike sind ein Trend in der Fotografie: Von Weitem betrachtet sieht man ein Motiv, das sich bei näherem Hinsehen aus vielen kleinen Bildern zusammensetzt.

Die Ursprünge des Mosaiks

 Quelle: Frans Wiegmans Wikimedia Commons


Quelle: Frans Wiegmans
(Wikimedia Commons) Das Mosaik ist eigentlich eine Maltechnik, die bereits im Altertum entwickelt wurde. Kleine Teilchen – meist Papierfetzen, Stoffreste, aber auch Stein- oder Glasstücke – wurden hierbei zu einem Bild oder Muster zusammengefügt. Der Begriff selbst stammt aus dem Lateinischen: „Musaicum opus“ heißt frei übersetzt „den Musen gewidmetes Werk“. Alte Mosaike sind vor allem in Kirchen gut erhalten. Mittlerweile hat die Mosaiktechnik jedoch auch Einzug in die Welt der Fotografie gehalten. Um aus mehreren kleinen Fotos ein großes Motiv zu komponieren, wird spezielle Software angeboten.

Wie arbeitet die Software?

Das Rückgrat von Fotomosaik-Software ist eine Datenbank. In dieser Datenbank finden sich die Fotos, die nachher das große Ganze ergeben sollen. Der Anwender muss diesen Fundus erst erstellen. Je mehr Bilder zur Verfügung stehen, desto feiner wird das Ergebnis. Die Software analysiert anschließend die Farben im Bild und kann so ein großes Motiv wirklichkeitsgetreu aus den kleinen Fotos erstellen. Dazu legt man fest, welches Bild man als Mosaik wiedergeben möchte. Über verschiedene Einstellungen kann man das Ergebnis steuern. Man kann zum Beispiel festlegen, ob und wie oft sich kleine Bilder wiederholen dürfen, wie groß das Endbild sein soll und ob alle Motive in der Datenbank verwendet werden sollen.

Kostenlose Mosaik-Software

Deutschsprachig und kostenlos ist der Dienst Foto-Mosaik-Edda von Sixdots. Der Anwender wird mit Hilfe eines Assistenten durch die Erstellung des Mosaiks geleitet. Im ersten Schritt muss dazu die bereits angesprochene Datenbank erstellt werden, anschließend kann man das Foto-Mosaik gestalten. Bereits beim Anlegen der Datenbank kann man die spätere Auflösung der einzelnen Fotos festlegen. Es ist auch möglich, unterschiedliche Datenbanken zu generieren. Die Rechenzeit kann bei der höchsten Auflösung allerdings recht lange sein. Hier ist Geduld gefragt – wie bei den Künstlern, die Mosaike per Hand erstellen.

Tipps zu Fotomosaiken

 Quelle: Nevit Dilmen Wikimedia Commons


Quelle: Nevit Dilmen
(Wikimedia Commons) Fotomosaik wirkt dann am besten, wenn die Größe der einzelnen Bilder im Verhältnis zum großen Motiv gut ausgelotet wurde. Geht man nahe an das Bild heran, sollten die kleinen Bestandteile noch zu erkennen sein. Macht man die Mosaik-Bildchen jedoch zu groß, kann man das Gesamtmotiv nur schwer erkennen. Geht man von einem Posterformat von 60 x 45 Zentimeter aus, so braucht man beispielsweise 3.600 Einzelbilder im Format 1 x 0,45 Zentimeter. Je größer ein gesamtes Mosaikfoto ausgedruckt oder belichtet wird, desto besser. Bei kleinen Formaten, beispielweise in Standard-Fotogrößen wie 10 x 15 Zentimeter, geht der Effekt verloren.

Werden Sie ein Teil unserer Welt!

Bestellen Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Drucktipps, Angebote sowie Neuigkeiten aus der Druckbranche direkt per E-Mail.
Zusätzlich schenken wir Ihnen einen 5 EUR Gutschein für Ihre erste Bestellung.