Eigene Filter in Photoshop bauen

21.08.2008
Adobe Photoshop CS3 liefert von Haus aus zahlreiche Filter mit. Außerdem in die Software integriert: Ein Werkzeug, mit dem sich eigene Filter erstellen lassen.

Ob Smartfilter, Weichzeichner, Verzerrungsfilter oder Beleuchtungseffekte: Adobe Photoshop CS3 beinhaltet mehrere voreingestellte Filter, die sich über das entsprechende Menü schnell aufrufen lassen. Dort verbirgt sich jedoch noch ein weiteres Tool: Das Werkzeug „Eigene Filter“, mit dem Anwender selbst Filter basteln können.

Gut versteckt

Um das entsprechende Werkzeug zu finden, müssen Sie in Adobe Photoshop CS3 im Menü „Filter“ auf „Sonstige Filter“ und „Eigener Filter“ gehen. Wenn Sie das tun, erreichen Sie einen Dialog, der im Wesentlichen aus 27 Zahlenfeldern besteht; die meisten von ihnen ohne Inhalt. Diese Matrix spiegelt wider, wie stark ein Bildpixel mit seinem Nachbar-Pixel verrechnet wird. In der Mitte der 5x5-Matrix steht das Zentralpixel, das als Ausgangsbasis dient. Links sehen Sie die Vorschaufunktion, die Sie mit der Deaktivierung des entsprechenden Häkchens ausschalten können.

Zahlenspiele

Enthält das Zentralpixel die Zahl „1“ und sind alle anderen Felder mit einer „0“ gefüllt, so erhalten Sie das Original-Bild. Möchten Sie das Zentralpixel dagegen stärker gewichten, so tragen Sie dort einen hohen Wert ein und in die benachbarten Felder einen niedrigeren. Für einen korrekten Wertebereich sorgen die beiden Eingabefelder „Skalieren“ und „Versatz“.

Beispiele

Testen Sie einmal folgende Einstellungen: Geben Sie zunächst in alle Felder, auch in das des Zentralpixels, eine „1“ ein. Anschließend wählen Sie unter Skalieren den Wert „25“. Auf diese Weise erhalten Sie einen Weichzeichnungs-Filter. Einen Scharfzeichnungsfilter basteln Sie zum Beispiel, wenn Sie alle Felder mit dem Wert „-1“ füllen, für das Zentralpixel aber „30“ eingeben. Bei Skalieren wählen Sie „6“. Konturen können Sie mit diesen Vorgaben hervorheben: Lassen Sie alle Werte in der Diagonale von links oben bis rechts unten leer. Die Werte im linken oberen Bereich sowie im Feld „Skalieren“ geben Sie mit „1“ an, die Werte im unteren rechten Bereich dagegen mit „-1“. Eine Tontrennung erzielen Sie dagegen, wenn Sie alle Felder mit dem Wert „10“ belegen, unter Skalieren eine „3“ und unter Versatz „-9999“ selektieren.

Filter speichern

Sie können die Filter speichern, um Sie für die spätere Verwendung bereit zu halten. Dabei sichert Photoshop die Filter in einer Matrix-Datei. Er enthält die Endung „.acf“. Dem Filter selbst können Sie einen eigenen Namen geben. Über den Befehl „Laden“ im gleichen Menü können Sie die entsprechenden Zahlenkombinationen in der Matrix erneut aufrufen und anwenden.

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