Durchblick im Schilderwald

13.01.2011
Leitsysteme dienen dazu, Besuchern an unbekannten Orten den richtigen Weg zu weisen. Wie müssen Schilder aussehen, damit sie der Orientierung dienen?

 Quelle: Friedrich Frühling Pixelio


Quelle: Friedrich Frühling
(Pixelio)

Fürs Verständnis muss ein Blick genügen

Schilder funktionieren dann, wenn der Betrachter sofort versteht, was sie aussagen wollen. Das wiederum klappt, wenn die Schilder auf das Wichtigste reduziert werden und wenn allgemeine Konventionen beachtet werden. Wer ein Schild mit „WC“ darauf entdeckt, weiß sofort, was gemeint ist. Auch das „P“ für „Parkplatz“ wird schnell verstanden. Neben Buchstaben kann man auch Piktogramme – beispielsweise für Mann und Frau oder ein Auto – verwenden. Damit ist sichergestellt, dass der Betrachter des Schilds auf einen Blick versteht, auf was er hingewiesen werden soll.

Lieber mehr Schilder als zu wenig

Damit der Suchende den Weg auch findet, muss er nicht nur das passende Schild entdecken, sondern ihm auch zum gewünschten Ziel folgen können. Wichtigstes Hilfsmittel dabei sind Pfeile, die lieber zu groß und zu deutlich ausfallen sollten, als zu klein. So reduziert die Schilder an sich sein sollten, so wenig sollte man mit der Anzahl der Hinweise sparen: An jeder Weggabelung sollte ein neues Schild darauf hinweisen, wo der Weg hinführt. Ein Nichtbeachten dieses Grundsatzes kann tragische Folgen haben: Bei einem Brand auf dem Düsseldorfer Flughafen starben 17 Menschen auch deswegen, weil Fluchtwege nur unzureichend ausgeschildert waren.

Typografie? Ja, klar!

 Quelle: Rainer Sturm Pixelio


Quelle: Rainer Sturm
(Pixelio) Viele Ziele auf Schildern müssen mit Worten beschrieben werden, weil Buchstaben und Piktogramme nicht ausreichen – zum Beispiel „Ausgang“, „Notausgang“ oder schlicht „Beethoven-Saal“. Damit die Botschaft auch hier schnell und klar beim Empfänger ankommt, muss auf eine gute Lesbarkeit der Schrift geachtet werden. Bekannt dafür ist beispielsweise die Frutiger. Wichtig: Die Schrift muss auch aus größerer Entfernung und in großen Schriftgraden leicht zu entziffern sein – die Buchstaben dürfen nicht ineinanderfließen oder in einem zu mageren Schriftschnitt gesetzt werden. Logisch ist außerdem, dass man bei mehreren Schildern mit unterschiedlicher Botschaft auch bei einer Schriftart bleibt. Nur so kann ein in sich geschlossenes Leitsystem entstehen.

Farbe dient der Orientierung

 Quelle: Fruitmedia.de Pixelio


Quelle: Fruitmedia.de
(Pixelio) Nicht unterschätzen darf man zudem die Rolle von Farben bei Schildern und Leitsystemen. Ein populäres Beispiel sind Parkhäuser und Tiefgaragen, bei denen jede Ebene mit einer bestimmten Farbe gekennzeichnet ist. Man kann sich nämlich leichter merken, sein Auto bei „rot“ abgestellt zu haben als auf „Ebene 1“. Gerade unterschiedliche Stockwerke lassen sich in Gebäuden farblich hervorragend auseinander halten. Auf Rathäusern verinnerlichen Bürger so beispielsweise, dass sie ihren Pass im blauen Bereich verlängern lassen können, während sie das Standesamt auf der grünen Ebene finden. Wird so eine Beschilderung konsequent durchgezogen, geht selbst im dichtesten Schilderwald niemand verloren.

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