Druckraster sind Illusionskünstler

27.10.2011
Offsetdruckmaschinen können keine Halbtöne drucken – deshalb kommen Druckraster zum Einsatz. Sie schaffen die Illusion von Schattierungen.

Ohne Druckraster kann man im Offsetdruck keine Halbtöne erzeugen. Streng genommen schafft ein Druckraster auch nur die Illusion von Halbtönen. Mit Hilfe von verschiedenen Rastertypen werden die Rasterpunkte so angeordnet, dass optisch Schattierungen entstehen. Für diesen Prozess sorgt der "Raster Image Processor", kurz RIP.

Warum braucht man Druckraster?

Das erste Druckraster datiert aus dem Jahr 1881 und übernahm bereits die Aufgabe, die Druckrastern auch heute zukommt: Halbtonbilder werden "aufgerastert". Das ist notwendig, da im Offsetdruck keine Halbtöne gedruckt werden können. Es besteht nur die Möglichkeit, entweder Farbe auf einen Punkt aufzubringen, oder nicht. Zwischentöne und Schattierungen müssen deshalb über Druckraster wiedergegeben werden. Dazu werden viele kleine Punkte nebeneinander gedruckt, um beim Betrachter den Eindruck von Halbtönen zu erwecken.

Wie funktionieren Druckraster?

Das Rastern ist ein softwaregestützter Vorgang, bei dem die Druckdaten "umgerechnet" werden. Kernstück ist der "Raster Image Processor", kurz "RIP"genannt. Beim "Rippen" werden die Halbton-Vorlagen in druckfähige Daten umgewandelt. Dabei gibt es verschiedene Arten der Rasterung. Wichtige Größen sind Rasterzelle, Rasterweite und Rasterwinkel. Die Rasterweite gibt den Abstand der Rasterzellen zueinander an. Man gibt diesen Wert in "Linien pro Zentimeter" (lpcm) oder "Linien pro Inch" (lpi) an. LASERLINE verwendet bei Naturpapieren aufgrund der gröberen Oberfläche ein 70er-Raster und bei Bilderdruckpapieren ein 80er-Raster. Der Rasterwinkel besagt, in welchem Winkel die einzelnen Farbauszüge zueinander versetzt gedruckt werden. Das Versetzen soll Moiré-Effekte, also Interferenzen, verhindern.

Modulierte Raster

Zusätzlich unterscheidet man noch amplituden- und frequenzmodulierte Raster, oft auch kurz AM- und FM-Raster genannt. Beide Verfahren unterscheiden sich darin, wie sie den Eindruck von Halbtönen erzeugen. AM-Raster nutzen dazu unterschiedlich große Rasterpunkte. FM-Raster variieren die Anzahl der Punkte je Rasterzelle. LASERLINE setzt amplitudenmodulierte Raster im Offsetdruck ein, sowohl bei Natur- als auch bei Bilderdruckpapieren.

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