Digitalfotografie in der Nacht

27.11.2008
Nachtaufnahmen sind durch das fehlende Tageslicht eine Herausforderung. Wenn Sie Tipps für manuelle Einstellungen beachten, können jedoch auch bei Dunkelheit schöne Bilder gelingen.

Ein Feuerwerk oder die Skyline einer Stadt: Auch im Dunkeln gibt es Motive, die lohnenswert für die Digitalfotografie sind. Hinsichtlich der Einstellungen erfordern solche Bilder jedoch größte Sorgfalt: Durch das mangelnde Licht werden Fehler nur schwer verziehen. Auch das Fokussieren gelingt nicht so leicht wie am Tag.

Manuelle Einstellungen

Auf die automatischen Einstellungen Ihrer Kamera, wie den Autofokus, können Sie sich in der Nacht nicht verlassen. Um vernünftige Bilder zu erzielen, müssen Sie Blende, Belichtungszeit und Empfindlichkeit manuell wählen. Ebenso unerlässlich für scharfe Aufnahmen ist ein Stativ. Zu hohe Iso-Werte verderben allerdings den Charakter der Nachtaufnahme und bergen das Risiko des Rauschens. Gehen Sie hier also nicht bis zum äußersten Wert.

Sonne und Mond

Was bei Tag die Sonne ist, ist bei Nacht der Mond: Auch er kann Schatten werfen. Beachten Sie daher bei Ihren Aufnahmen immer, wie stark der Mond zu sehen ist und wo er steht. Ein niedriger Mond verursacht oft harte Schatten und die gleichen unerwünschten Effekte wie helles Sonnenlicht. Schöne Bilder gelingen dagegen meist bei Vollmond. Er leuchtet die Szenerie gut aus und ermöglicht so niedrigere Belichtungszeiten. Wolken lassen sich unter diesem Hintergrund besonders gut darstellen. Allerdings spricht der Autofokus auf den Mond ebenfalls nicht an. Sollen Sterne zu erkennen sein, fotografieren Sie am besten bei Neumond.

Langzeitbelichtungen

Wenn Sie ein Stativ einsetzen können, verwenden Sie lange Belichtungszeiten. Dadurch lässt sich der Iso-Wert niedrig halten. Durch die langen Verschlusszeiten wird der Charakter einer nächtlichen Szenerie authentisch eingefangen. Damit Elemente, die nur kurz durchs Bild ziehen, nicht mit aufs Bild gelangen, wählen Sie eine kleine Blende. Auch hier ist zusätzlich eine niedrige Iso-Empfindlichkeit zu empfehlen. Dadurch gelangen zum Beispiel passierende Fußgänger nicht mit auf das Motiv.

Weißabgleich in der Dunkelheit

Der automatische Weißabgleich der meisten Digitalkameras ist bei Nacht ebenfalls wirkungslos. Das Licht aus unzähligen Quellen – Straßenbeleuchtungen, Reklameschildern, Autos – kann so die Aufnahme beeinflussen. Daher sollten Fotos im Dunklen am besten im Raw-Format aufgenommen werden. Auf diese Weise können Sie den Weißabgleich im Nachhinein mit einem Bildbearbeitungsprogramm am Rechner regeln. Viele Digitalkameras speichern Bilder gleichzeitig sowohl im Raw- als auch im Jpeg-Format, wenn dies im Menü festgelegt wurde.

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