Die Spaltenbreite im Layout

08.01.2009
Für eine gute Lesbarkeit werden Zeitungs- und Magazinlayouts in mehrere Spalten aufgeteilt. Dabei kommt es auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Spaltenbreite und Spaltenabstand an.

Spalte für Spalte werden Zeitschriften, Tageszeitungen, aber auch Broschüren oder Geschäftsberichte gelesen.

Die Einteilung sorgt dafür, dass sich das Auge optimal orientieren kann und der Lesefluss gewährleistet wird. Der Gestalter kann durch die Auswahl der Spaltenbreite, des Spaltenabstands und der Spaltenanzahl maßgeblich dazu beitragen.

Spaltenbreite und Spaltenanzahl ermitteln

Je nach Format der Publikation passt eine unterschiedliche Anzahl von Spalten ins Layout. Als Faustregel gilt: In einer Textspalte sollten zwischen fünf und zehn Wörter, beziehungsweise zwischen 35 und 65 Zeichen der Fließtext-Schrift Platz finden.

Bei zu kleinen Spalten erfasst der Leser zu wenige Wörter – die Lesegeschwindigkeit sinkt. Auch der häufige Zeilenwechsel schlägt sich auf das Lesetempo negativ nieder.

Bei zu großen Zeilen verirrt sich der Blick dagegen schneller. Außerdem wird der Weg vom Zeilenende zum nächsten Zeilenanfang zu lang. Bei schmalen Spalten kann man sich damit behelfen, eine schmal laufende Schrift zu verwenden.

Abstand zwischen den Spalten

Hat sich der Layouter für eine bestimmte Anzahl von Spalten entschieden, muss er auch den Abstand zwischen den Spalten festlegen. Auf den ersten Blick erscheint das unwichtig; dennoch trägt auch dieser Wert zu einem gelungenen Layout bei.

Bei zu kleinen Abständen fließen die einzelnen Spalten ineinander und das Auge hält sie versehentlich für einen Wortabstand. Dann fliegt das Auge des Lesers in die nächste Spalte, anstatt in die nächste Zeile.

Bei zu großen Spaltenabständen geht der Zusammenhang verloren: Der Leser erkennt den Text nicht mehr als durchgängig, sondern meint, verschiedene Textblöcke vor sich zu haben.

Tricks zum Ermitteln des Abstands

Als Anhaltspunkt für den Abstand zwischen zwei Spalten kann der Zeilenabstand gelten. Ein anderer Trick: Der Abstand zwischen den Spalten sollte genau so groß sein, wie ihn die Buchstaben „mii“ in der Brotschrift beanspruchen.

Im Zweifel sollte der Abstand lieber zu groß als zu klein ausfallen. Im Flattersatz kann der Spaltenabstand außerdem geringer gehalten werden als im Blocksatz. Hier sorgen die „losen Enden“ der Zeile oft schon für den nötigen Spaltenabstand, auch „Zwischenschlag“ genannt.

Spaltenlinien

Die Trennung zwischen den einzelnen Spalten kann durch den Einsatz von Spaltenlinien verdeutlicht werden.

Die Spaltenlinie steht in der Mitte des Leerraums zwischen zwei Spalten. Deshalb sollte der Spaltenabstand größer gehalten werden, wenn eine Linie verwendet wird.

Entscheidend ist des Weiteren, dass die Linie in ihrer Stärke an die Schrift angepasst wird: Die Strichstärke sollte relativ genau der Stärke der Grundschrift entsprechen.

Anderenfalls kann die Linie zu dominant oder zu unscheinbar wahrgenommen werden und damit ihre Wirkung verfehlen.

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