5 Tipps für Speisekarten

07.03.2019
Worauf muss man achten, um die perfekte Speisekarte zu bekommen? LASERLINE gibt 5 Tipps für Speisekarten und sagt, worauf es ankommt.

Mit kaum einem Thema beschäftigen wir uns so sehr, wie mit dem Essen. Low Carb und High Protein, Bio und Vegan, Supplements, Super Foods und Detox – die Essensgewohnheiten wandeln sich rasant.

Aber auch die Lesegewohnheiten haben sich verändert. In Zeiten des digitalen Lesens und der Kurzkommunikation mit Piktogrammen und Emojis, wollen Menschen weniger Zeit für das Lesen aufbringen.

Tipp 1: Look, Layout & Lesbarkeit

Speisekarten müssen sich vor diesem Hintergrund immer neu erfinden. Gefragt sind cleane Looks, die leichter zur Bestellung führen.

„Clean“ hat aber nicht automatisch „langweilig“ zu bedeuten. Im Gegenteil, durch den minimalistischen Ansatz bekommen die Beschreibungen der Speisen mehr Raum zum Wirken – als würde man beim Kochen weniger Gewürze einsetzen, dafür dann aber die richtigen.

Ein weiterer Vorteil: die Lesbarkeit verbessert sich schnell. Durch den Wegfall von irrelevanten Informationen wird das Layout geordneter, was dem Gast die Bestellung erleichtert – ein Zeitvorteil für die Gäste und den Betreiber.

Durch Serifenschriften und eine adäquate Schriftgröße ergibt sich eine bessere Lesbarkeit. Auch auf gute Kontraste zwischen Hintergrund und Schriftfarbe sollte man achten, damit auch zu später Stunde im Laternen- oder Kerzenlicht alles entziffert werden kann.

Tipp 2: Informationen richtig aufbereiten

Wenn Layout und Lesbarkeit überzeugen, sollte an den Inhalten gearbeitet werden. Auch hier kann mit weniger mehr erreicht werden.

Zum Beispiel mit dem Währungszeichen: In einer Studie wurde festgestellt, dass die Preiswahrnehmung anders ist, wenn das Währungszeichen weggelassen wird. Kurzum: Die Leute bestellen mehr, wenn am Gericht nicht „9,00 €“, sondern lediglich eine „9“ steht. Generell sollt der Fokus auf den Gerichten liegen, nicht auf dem Preis.

Über die Wortwahl hingegen kann viel an Emotionen geschaffen werden. Nutzen Sie die Beschreibung, um die Qualität der Speisen zu vermitteln und die Fantasie Ihrer Gäste anzuregen – der Geschmack entsteht nämlich nicht nur auf der Zunge.

Was würden Sie lieber bestellen:

  • In Meersalzwasser gekochte Frischei-Tagliatelle mit Sugo aus süditalienischen Tomaten, eingelegten Oliven und Kapern, abgestimmt mit Rotwein und Balsamessig, verfeinert mit Piemonter Grana Padano – 9

  • Tagliatelle mit frischer Tomatensauce und italienischem Hartkäse – 9,00 EUR

Die längere, bildhafte Beschreibung sorgt dafür, dass der Preis nicht mehr im Vordergrund steht. Kleiner Tipp: Der Lesefluss findet auch bei Speisekarten von links oben nach rechts unten statt. Daher sollten dort, wo der Blick am Ende ruhen wird, die höherpreisigen Gerichte stehen. Positionieren Sie deshalb die teureren Gerichte immer auf der rechten Seite der Speisekarte.

Durch die bildhafte Beschreibung der Zutaten wird mehr Platz benötigt. Schreiben Sie daher lieber ein paar Gerichte weniger auf eine Seite, um das klare Seitenlayout nicht zu gefährden. Denn die Speisekarte ist Ihr Verkaufsargument Nummer 1.

Deshalb sollte eine Optimierung der Speisekarte (welches sind die erfolgreichsten Gerichte? welche werden gar nicht bestellt?) regelmäßig erfolgen, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Zudem sind Aktualität, eine fehlerfreie Rechtschreibung und der Hinweis auf Allergene (gerne im hinteren Teil aufgeführt) für eine erfolgreiche Speisekarte unerlässlich.

Tipp 3: Zweisprachigkeit

Ob Japaner in der Düsseldorfer Altstadt, Amerikaner im Allgäu auf Neuschwanstein, Italiener in Münchener Cafés oder alle anderen Nationen in Berlin-Friedrichshain – die deutschen Städte werden immer internationaler.

Und das ist auch gut so – denn Ihr Lokal profitiert von jedem zusätzlichen Gast. Die meisten Gäste eint, dass sie sich mit Englisch verständigen können. Daher ist eine zweisprachige Karte auch in den Regionen sinnvoll, die wenig international anmuten.

Der Neffe Ihrer Nachbarin war für drei Monate in Australien? Schön für ihn! Dennoch sollten Sie die Übersetzung einem Profi überlassen. Professionelle Übersetzer sind meistens günstiger als gedacht und lassen sich über Kleinanzeigenportale leicht in der näheren Umgebung finden.

Eine zweite Speisekarte ist für die gewünschte Zweisprachigkeit übrigens nicht unbedingt notwendig. Durch den gewonnenen Platz im Layout (siehe Tipp 1) können Sie unter jedem Gericht eine englischsprachige Zeile einfügen – am besten ausgezeichnet in beispielsweise kursiver Schrift.

Auch Bilder können bei der Völkerverständigung helfen. Aber Achtung: Meistens werden abfotografierte Speisen mit der Fast Food-Branche verbunden. Daher sollte man auf Fotos in der Speisekarte lieber verzichten. Zudem erlaubt es Ihrem Koch mehr Flexibilität, wenn der Gast keine fertigen Bilder im Kopf hat.

Tipp 4: Varianten, Papier & Veredelung

Die Gestaltung ist soweit abgeschlossen? Perfekt! Dann geht es jetzt zum Druck. Bevor aber eine Druckerei wie LASERLINE mit der Produktion beginnen kann, müssen Sie sich für eine geeignete Bindeart entscheiden.

Besonders robust wird es mit der Klammerheftung für Speisekarten, die täglich hohen Anforderungen gerecht werden müssen. Sie halten dauerhaft und lassen sich leicht blättern. Leicht zu durchblättern ist auch die Wire-O-Bindung mit einer Metallspirale – bei LASERLINE in schwarz, weiß und silbern auswählbar.

Kleiner Tipp: Die Wire-O-Bindung muss nicht immer linksbündig erfolgen, sondern lässt sich auch mal am Kopfende die Seiten der Speisekarten einsetzen. Das wirkt ungewöhnlich und fällt auf.

Für Mittagsmenüs, spezielle Speisen oder die „Suppe des Tages“ reicht die Speisekarten plano mit zwei Seiten. Auch für Cocktails, Weine oder Desserts ist diese Variante meistens ausreichend.

Sollte doch etwas mehr Platz benötigt werden, kommt die gefalzte Speisekarte ins Spiel, die auf 6 Seiten viel Raum für Informationen bietet.

Kommen wir zur Papierwahl – empfehlenswert sind dickere Kartons ab 250 g/m² für Speisekarten plano und Speisekarten gefalzt. Durch zweifaches Rillen können die Speisekarten leichter gefalzt werden und ein Aufbrechen der Farben wir vermieden.

Mehrseitige Speisekarten dürfen ruhig eine geringere Grammatur von 100 – 125 gr/m² aufweisen. Dafür sollte der Umschlag dann aus einem stärkeren Material – bspw. 350 g/ m² Karton bestehen.

Haptisch ansprechend sind ungestrichene Papiere wie zum Beispiel Naturpapier. Sind auf ihrer Getränke- oder Speisekarte Bilder enthalten, empfehlen sich die gestrichenen Bilderdruckpapiere. Eine schnelle Übersicht bietet unsere Papierübersicht.

Umschlag und Inhaltsseiten sollten mit einer beidseitigen Veredelung versehen werden. Zu Auswahl stehen Ihnen Folien und Lack, um das Papier vor starker Beanspruchung zu schützen. Der Vorteil unserer Matt- und Hochglanzfolien ist, dass diese sich leicht abwischen lassen. So hinterlassen dunkle Saucenspritzer auf dem Papier keine Spuren.

Tipp 5: Das passende Zubehör

Eine Speisekarte ist keineswegs ein Solitär. Au contraire: Gerade in Kombination mit anderen Medien kann Ihre neue Speisekarte glänzen. Denn alle Informationen, die im Alltag weniger Relevanz haben, können so leicht ausgegliedert werden.

Das hält die Speisekarte schlank und überfordert den Gast nicht bei der eigentlichen Bestellung. Stattdessen gibt es überall kleine „Informationssatelliten“, die den Gast bei Bedarf informieren. Einige Beispiele:

  • Speisekarten plano für Saisongerichte
  • Speisekarte gefalzt als Eiskarte oder Dessertkarte
  • Klapp-Visitenkarten als Stempelkarte für den Treuerabatt
  • Tischaufsteller für das Lunch Offer oder Cocktails
  • Postkarten mit speziellen Angeboten oder für Eventabende

Anstatt alles in die Speisekarte aufzunehmen und diese damit zu überfrachten, gibt es separate Speisekarten, Tischaufsteller und Postkarten. Diese werden im gleichen Look gestaltet wie die Speisekarte und überzeugen mit Einheitlichkeit.

Viele Gastronomen haben tagtäglich mit der Personalplanung, mit Beschaffung, Planung und Zubereitung von Speisen sowie administrativen Tätigkeiten zu tun. Deshalb sollte man sich nicht scheuen, Hilfe für die Speisekartengestaltung anzunehmen.

Es muss nicht immer eine Agentur sein – manchmal hilft ein Kunststudent und angehender Mediengestalter gerne weiter bei der Erstellung. Mit diesen Tipps sollten Sie erfolgreich in die Freiluftsaison starten können. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

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