Die PDF-Datei bereit zum Druck

17.02.2011
PDF-Dateien sind längst Standard für den Datenaustausch geworden. So erstellen Sie eine Datei, die sofort gedruckt werden kann.

Warum PDF?

Das Portable Document Format, kurz PDF, wird zu Recht so hoch gelobt. Ein PDF kann alle Daten umfassen, die für den Druck relevant sind, auch Schriftarten und hochaufgelöste Bilddateien. PDF funktioniert darüber hinaus unabhängig vom Betriebssystem und eignet sich daher auch hervorragend für den Austausch zwischen Mac- und Windows-Systemen. Mit dem Adobe Reader steht ein kostenloses Werkzeug zur Verfügung, mit dem sich die PDF-Dateien rasch überprüfen lassen. Adobes Acrobat-Familie bietet zudem ein Programmpaket, das umfangreiche Funktionen, zum Beispiel zum Kommentieren und Korrigieren, bereitstellt. Voraussetzung ist natürlich, dass die Ausgangsdaten in einer ausreichenden Qualität vorliegen – zum Beispiel Bilder in vernünftiger Auflösung.

Exportvorgaben nutzen

Es gibt mehrere Wege, um zu einer korrekten PDF-Datei zu kommen. Nutzer von InDesign CS und neueren Versionen können auf die LASERLINE-Exportvorgaben zurückgreifen, die im Internet zum Download bereitstehen. Anwender älterer Versionen sollten zunächst eine Postscript-Datei ausgeben und sie dann mit Hilfe des Acrobat Distillers in ein PDF konvertieren. Die heruntergeladenen Exportvorgaben übernimmt man in InDesign über "Datei", "PDF-Exportvorgaben", "Definieren" und "Laden". Beim Ausgeben einer PDF-Datei geht man auf "Datei", "Exportieren", "Adobe PDF" und "Sichern". Anschließend wählt man die LASERLINE-Einstellungen aus. Aus Quark XPress erstellt man über "Datei", "Exportieren" und "Layout als PDF" eine PDF-Datei.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Jede PDF-Datei sollte noch einmal überprüft werden. In diesem frühen Stadium der Datenerstellung ist es noch relativ unproblematisch möglich, Fehler auszubessern. "Preflight" heißt das Zauberwort: Adobe Acrobat Pro bietet dazu eine eigene Funktion; schon allein deshalb lohnt sich die Anschaffung dieser Software. LASERLINE stellt auch hier ein entsprechendes Prüfprofil zur Verfügung. Gewählt wird "Erweitert" und anschließend "Preflight". Dieser Befehl startet automatisch einen Check der Datei, unter anderem werden dabei die Auflösung der Bilder oder die Farbräume untersucht. Achtung: Eine Kontrolle der Daten ist nur dann möglich, wenn die "Vorschau für Überdrucken" auf "immer" gesetzt ist! Diese Einstellung lässt sich im Menüpunkt "Voreinstellungen" treffen.

Nützliche Helfer

Ähnliche Diagnosen von PDF-Dateien erstellen auch Programme wie Enfocus Pitstop Pro, Markzware Flightcheck oder Callas pdfToolbox. Enfocus Pitstop Pro, aktuell in Version 10, ermöglicht es zum Beispiel, Fehler automatisch zu korrigieren. Das Plug-in für Adobe Acrobat kostet 599 Euro. Pitstop Extreme läuft als Stand-Alone-Applikation und kostet 1.499 Euro. Callas' pdfToolbox 4.5 schlägt mit 499 Euro zu Buche und fungiert ebenfalls als Acrobat-Plug-in oder als Stand-Alone-Version. Sie ermöglicht, wie auch Pitstop, umfangreiche globale Korrekturen. Eine weitere Alternative ist die Stand-Alone-Applikation Markzware Flightcheck Version 6.7 für 399 Euro. Flightcheck läuft allerdings nur auf Mac-Betriebssystemen.

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