Die Mappe fürs Fotografiestudium

24.04.2014
Was gehört in eine Mappe und wie überzeugt man die Kommission?

Das soll einer verstehen. Um sich für ein Fotostudium erfolgreich zu bewerben, muss man schon fotografieren können. Aber eine bessere Idee, um die Talentiertesten herauszufiltern, hat bisher noch niemand gehabt. Vor den Erfolg haben die Hochschulgötter die Mappen gesetzt. Hier zeigt sich, wer das Auge hat, das es zu schulen gilt. Aber wie zeigt man, dass man es hat? Und wie ist das später, wenn Kunden und Galeristen überzeugt werden wollen?

Der Inhalt

 Quelle: fotopioniere.com


Es gibt zwar heute berühmte Fotografen, die sich die Bilder für ihre Bewerbungsmappe bei Freunden zusammengeliehen haben, aber im Regelfall hat der fotografisch interessierte Mensch schon eine große Auswahl an Fotos und möglichst auch etwas mitzuteilen. Aber was kommt jetzt rein? Auf jeden Fall die besten Fotos zuerst. Die Auswahlkommission guckt an einem Tag unzählige Bilder, da ist nicht viel Zeit, um Überzeugungsarbeit zu leisten. Und auch bloß nicht nur die 20 besten Einzelfotos rein. Zumindest mit der ein oder anderen Serie sollte man zeigen, dass man sich auch länger und intensiver mit einem Thema auseinandersetzen kann.

Der Adressat

Zur intensiven Auseinandersetzung gehört auch die Auseinandersetzung mit dem Adressaten der Mappe. Und dabei lässt sich ja durchaus etwas für's Leben lernen. Wer später Aufträge von »Schöner Wohnen« will, kommt ja auch nicht mit Sportfotos zum Vorstellungstermin. Auch Hochschulen haben ihre Prioritäten. Man lernt nicht einfach überall nur wie man fotografiert. Hier Kunst, da Journalismus – die Wege zum verkäuflichen Bild sind vielfältig. Ein Blick auf die Bildvita der Professoren kann da nicht schaden. Außerdem werden vielerorts auch Mappensichtungen oder gar ganze Kurse angeboten. Aber Vorsicht, nur was er eh schon kennt, will weder der Bildredakteur noch der Prof in der Mappe sehen.

Die Präsentation

 Quelle: fotopioniere.com


Eine Präsentation zeigt immer den Wert, den man seiner Arbeit selbst beimisst. Den Merksatz fürs Fotoleben sollte man sich hinter die Ohren schreiben. Er hilft auch, die größten Peinlichkeiten zu vermeiden. Schnellhefter mit PVC-Hüllen sind genauso fehl am Platz wie bunte handgemalte Blümchen auf der Titelseite. Mappen (und Fotos!) sind nicht nur was zum Schauen, sie sind auch was zum Anfassen. Wer bei der Onlineredaktion vorspricht, darf sich gerne auf das iPad beschränken, für alle anderen hieße das, die Möglichkeiten der Fotografie zu beschränken.

Die Materialien

 Quelle: fotopioniere.com


Der Klassiker sind schwarze Lederportfolios mit Hüllen zum Einlegen der Bilder. Wer statt des matten Polypropylens hier auf Polyester setzt, hat seinen Bilder schon mal mehr Brillanz gegönnt und sich von der Konkurrenz abgehoben. Wobei der aktuelle Trend dazu geht, die Fotos auf matte FineArt-Papiere ohne störende Umhüllung selbst zu bedrucken. Das schmeichelt den Fingern und dem Auge, allerdings nur wenn auch die Laufrichtung des Papiers berücksichtigt wird. Wer ein Lieblingspapier nicht bei den fertigen Inkjetportfolios findet, kann einfach selbst falzen und lochen. Aber auch eine Kassette mit auf Karton aufgezogenen Bildern, hat viel für sich. Der Betrachter kann nicht einfach nur weiterblättern, sondern muss jedes Bild einzeln anfassen. Und kann die Werke auch schnell auf dem Tisch neu sortieren und zusammenstellen. Wer es ganz klassisch mag und auch so tonwertreich fotografiert, der kann seine Bilder gleich passepartourieren. Schließlich ist jede gute Mappe auch eine kleine Ausstellung

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