Die Kerning-Frage

05.09.2013
So wendet man optisches und metrisches Kerning in Adobe InDesign an.

Kerning ist in Adobe InDesign gleichbedeutend mit Unterschneidung. Dabei wird der Abstand zwischen einzelnen Buchstaben optisch harmonisiert, um ein gleichmäßigeres und für den Leser angenehmeres Schriftbild zu erhalten. Die Layoutsoftware bietet dafür zwei Varianten an: optisches und metrisches Kerning. Mit diesen Optionen kann die Unterschneidung sehr exakt und dennoch automatisch definiert werden. Daneben kann der Anwender das Kerning deaktivieren oder komplett manuell steuern.

Was bewirkt Kerning?

Die Kerning-Funktion in Adobe InDesign verändert den Abstand zwischen zwei Buchstaben. Der Abstand zwischen mehreren Zeichen wird dagegen über die Spationierung, in InDesign Laufweite genannt, eingestellt. Dieser Begriff darf nicht mit der Schrifteigenschaft Laufweite verwechselt werden, der in der Typografie üblich ist.

Metrisches Kerning

 Quelle: Sandra Küchler


Möchte man Kerning in Adobe InDesign anwenden, so ist metrisches Kerning die automatische Voreinstellung. Diese Variante greift auf Unterschneidungstabellen zurück, die im Schriftsystem hinterlegt sind. Sie legen fest, welche Abstände bei bestimmten Buchstabenkombinationen eingestellt werden. Voraussetzung ist, dass der Font diese Tabellen mitliefert.

Optisches Kerning

Einen anderen Weg geht das optische Kerning: Hier berechnet die Software die Abstände zwischen den Buchstaben selbst. Das empfiehlt sich vor allem dann, wenn mehrere Schriftarten gemischt werden. Auch beim Zahlensatz kann optisches Kerning besser wirken als metrisches. Zudem ist es das Mittel der Wahl, wenn eine Schriftart keine Unterschneidungstabellen mitbringt.

Tipps

 Quelle: Sandra Küchler


InDesign zeigt im Feld Kerning den aktuellen Wert an, wenn der Cursor zwischen zwei Buchstaben steht. Das metrische Kerning kommt automatisch zum Einsatz. Soll das Kerning ganz deaktiviert werden, gibt man im markierten Text im entsprechenden Feld den Wert 0 ein. Neben dem metrischen und dem optischen Kerning kann der Anwender zudem jeden Wert selbst einstellen dann spricht man von manuellem Kerning. Die Werte, die InDesign einsetzt, werden in 1/1.000 Geviert gemessen und sind proportional zum gewählten Schriftgrad. Wird nach dem Kerning noch eine Laufweitenänderung vorgenommen, wird das Kerning ebenfalls nicht beeinträchtigt.

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