Die größten Irrtümer im Urheberrecht

21.08.2014
Wie ist das mit dem Urheberrecht im Internet? Wir schaffen Klarheit über die größten Irrtümer.

Bilder kopieren, scheinbar kostenlose Inhalte auf der Webseite einbinden, Zitate übernehmen: Im Internet lassen sich Texte und Fotos in Sekundenschnelle veröffentlichen. Doch das Web ist kein rechtsfreier Raum, auch wenn es viele Halbwahrheiten darüber gibt, was erlaubt ist und was nicht. Ein Überblick über die Rechtslage.

Copy and Paste

 Quelle: Thorben Wengert/ Pixelio.de


Quelle:
Thorben Wengert/
Pixelio.de Die einfachste Regel ist, dass Fotos nicht einfach aus fremden Quellen übernommen werden dürfen. Auch ohne Copyright-Vermerk sind diese Inhalte immer geschützt. Das gilt genauso, wenn das Foto bearbeitet oder wenn nur Ausschnitte des ursprünglichen Motivs gepostet werden. Eine Ausnahme wird nur dann gemacht, wenn das Ausgangsfoto nicht mehr zu erkennen ist. Da die Entscheidung darüber aber eine Auslegungssache ist, sollte man auf die Verwendung von fremden Bildern ganz verzichten oder die Rechte daran erwerben.

Kostenlose Inhalte

Man kennt sie unter vielen Namen Open Source, Freeware, Creative Common Licence. Die Inhalte, die so im Web angeboten werden, suggerieren: Man darf mich beliebig und kostenlos nutzen. Auch das stimmt nicht. Der Urheber muss der Verwendung zugestimmt haben. Oft haben die Urheber besondere Bedingungen an die Verwendung ihrer Inhalte gestellt zum Beispiel, dass der Name genannt werden oder das Bild unverändert übernommen werden muss. Selbst beim Zitieren sollte man vorsichtig sein: Das Zitat muss zum Kontext passen, ohne „nderung aber mit Quellenangabe veröffentlicht werden.

Aus dem Schneider?

Viele Webseiten enthalten Links. Ein sogenannter Disclaimer, auch Haftungsausschluss genannt, soll davor schützen, dass man für die Inhalte von fremden Seiten haftet. Doch: Dieser Disclaimer ist wirkungslos. Das geltende Recht steht immer über diesen Formulierungen. Wer zum Beispiel auf eine Webseite verlinkt, die rechtsradikale Parolen verbreitet, ist trotz eines Disclaimers auf der eigenen Webseite dafür haftbar.

Downloads und Filesharing

Das Tauschen und Herunterladen von Programmen, Filmen oder Songs ist nicht grundsätzlich verboten, wenn es sich dabei um Daten handelt, die kostenlos vom Hersteller angeboten werden. Das ist zum Beispiel bei Freeware oder Open Source Software der Fall. Bei Streams ist die Rechtsauffassung strittig. Da dabei kein Material heruntergeladen wird, sehen einige Juristen das reine Ansehen von Filmen als unproblematisch an. Andere verweisen darauf, dass auch beim Anschauen sehr wohl zwischengespeichert wird. Derzeit wird das Ansehen von Streams jedoch nicht rechtlich verfolgt.

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