Die Bestandteile von Büchern

24.05.2019
Ein Buch umfasst mehrere Teile, die sorgfältig gestaltet werden wollen. Welche Layouttipps gibt es für Schmutztitel, Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben oder Register? Wir erklären die Bestandteile von Büchern.

Ob Sachbuch, Fachtitel oder Belletristik: Jedes Buch folgt einem bestimmten Aufbau. Einige der einzelnen Bestandteile wie ein Glossar oder Quellenangaben können dabei je nach Thema wegfallen, andere sind in jedem Buch zu finden. Dazu gehören zum Beispiel die Seitenzahlen oder der Haupttitel des Werkes.

Einband und Umschlag

Einband und Umschlag zählen zu den auffälligsten Bestandteilen eines Buchs. Der Einband gibt dem Buch Halt und schützt es vor Schmutz. Außerdem dient er als Werbeträger, der auf das Werk aufmerksam machen soll.

Auf der Rückseite des Einbands findet sich oft eine kurze Inhaltsangabe, die neugierig auf das Thema des Werks macht. Auch Rezensionen und Empfehlungen (sofern vorhanden) ergänzen die Einband-Rückseite. ISBN und Barcode stehen unten.

Bücher mit Hardcover erhalten oft noch einen Schutzumschlag. Auf dem Buchrücken trägt er den Titel des Buchs und den Namen des Autors. Auch das Signet des Verlags sollte dort nicht fehlen.

Autor und Titel werden hierzulande in der Regel auf dem Buchrücken von unten nach oben laufend gesetzt. International läuft der Text jedoch von oben nach unten – worüber es immer wieder Diskussionen gibt.

Quelle: Fernando Hernandez / Unsplash

Die Titelei

Ab geht's ins Innere des Buches. Unter Titelei versteht man die Seiten vor dem Inhaltsteil. Sie umfassen das fliegende Blatt (auch Schmutztitel genannt) und den Haupttitel, das Impressum sowie das Inhaltverzeichnis.

Das fliegende Blatt wurde früher benötigt, um den Haupttitel vor Verschmutzungen zu schützen. Er gibt meist nur den Autor und den Buchtitel an. Der Haupttitel wird dagegen sorgfältiger behandelt und gesetzt. Er nennt den Buchtitel und den Autorennamen in voller Länge. Hinzu kommen eventuell Untertitel und Verlagsangabe.

Grafiken und Farbe werden meistens nicht verwendet. Auf der Rückseite des Haupttitels steht das Impressum, wo sich neben Copyrightvermerken oft auch die ISBN-Nummer, Erscheinungsjahr, Angaben zur Druckerei und zum verwendeten Papier befinden. Die Schrift des Impressums ist kleiner als die Grundschrift.

Inhaltsverzeichnisse sind vor allem bei Fachbüchern wichtig – bei Romanen kann darauf verzichtet werden. Ein Inhaltsverzeichnis beginnt stets auf der rechten Seite. Eine Auspunktierung – also laufende Punkte zwischen dem Schriftende und der Seitenanzahl – kann das Auge des Lesers vom Thema zur Seitenzahl lenken.

Vorwort und Geleitwort

Neben einem Vorwort oder Geleitwort findet sich in manchen Büchern noch eine Widmung. In einigen Werken stehen diese Angaben vor dem Inhaltverzeichnis, in manchen danach. Sie beginnen wie das Inhaltverzeichnis auf der rechten Seite.

Seltener finden sich in der Titelei auf der Rückseite des Schmutztitels ein Foto des Autors oder eine Grafik. Wenig verbreitet ist mittlerweile auch das Kolophon, das ergänzende Angaben zur Produktionstechnik enthält.

Korrekturseiten in wissenschaftlichen Werken werden heute ebenfalls nicht mehr in die Titelei integriert, sondern bei Bedarf einfach als loses Blatt dem Buch beigelegt.

Seitenzählung

Jedes Buch enthält Seitenzahlen, um das Lesen und Auffinden einzelner Seiten zu erleichtern. Die Pagina – also die Nummer einer jeden Seite – wird bei eins beginnend gezählt. Der Anhang folgt mit fortlaufenden Seiten hinter dem Textteil.

Oft wird für die vorausgehende Titelei eine eigene Seitenzählung, zum Beispiel mit römischen Seitenzahlen, verwendet. Das rührt daher, dass das vorgestellte Inhaltsverzeichnis erst ganz zum Schluss erstellt wird.

In manchen Werken wird jedoch durchgehend gezählt. Steht die Pagina am Kopf einer Seite, wird sie auf der ersten Seite eines Buchteils weggelassen. Schmutz- und Haupttitel erhalten generell keine Seitenangabe.

Mehr Informationen: Siehe Anhang

Hinter dem eigentlichen Inhaltsteil stehen Glossare, Stichwortverzeichnisse, Bibliographien, Literaturangaben, Quellenverzeichnisse, Tabellen, Grafiken und andere Übersichten, die dem Leser weiterhelfen. Bei belletristischen Werken – außer vielleicht bei historischen Romanen – sind diese Angaben selten.

Die Bibliographie enthält Autor, Titel, Verlag, Ort, Erscheinungsjahr und bestenfalls auch die ISBN-Nummer der zitierten Werke. Alle Angaben müssen einheitlich sein.

Glossare erklären wichtige Fachbegriffe kurz und knapp, während ein Register die wesentlichen Stichpunkte der Publikation zusammenfasst. Bei mehrstufigen Stichworteinträgen helfen Einrückungen dabei, eine Gliederung zu gestalten.

Das erste Stichwort eines neuen Buchstabens sollte fett hervorgehoben werden. Auch hier ist Einheitlichkeit wichtig: Die Begriffe sollten nicht einmal im Singular und einmal im Plural genannt werden, sondern immer einheitlich.

Druck von Büchern

Ist der Inhalt fertiggestellt und sind die einzelnen Buchbestandteile erstellt, kann das Buch gedruckt werden. Bei LASERLINE gibt es die Auswahl aus zahlreichen Papieren und Formaten, gerne auch Sonderformate außerhalb der üblichen DIN-Formate.

Zudem können Sie zwischen Büchern mit Hardcover und Büchern mit Softcover wählen, um das Buch auf den Einsatzzwecke und die Zielgruppe abzustimmen.

Wenn Sie Beratung zu unserem Buchdruck benötigen, kontaktieren Sie gerne unseren Kundenservice per E-Mail an service@laser-line.de oder schicken Sie uns eine individuelle Preisanfrage.

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