Die Bestandteile eines Buchs

02.10.2008
Ein Buch umfasst mehrere Teile, die sorgfältig gestaltet werden wollen. Welche Layouttipps gibt es für Schmutztitel, Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben oder Register?

Ob Sachbuch, Fachtitel oder Belletristik: Jedes Buch folgt einem bestimmten Aufbau. Einige der einzelnen Bestandteile wie ein Glossar oder Quellenangaben können dabei je nach Thema wegfallen, andere sind in jedem Buch zu finden. Dazu gehören zum Beispiel die Seitenzahlen oder der Haupttitel des Werkes.

Seitenzählung

Jedes Buch enthält Seitenzahlen, um das Lesen und Auffinden einzelner Seiten zu erleichtern. Die Pagina wird bei eins beginnend gezählt, der Anhang folgt mit fortlaufenden Seiten hinter dem Textteil. Oft wird für die vorausgehende Titelei eine eigene Seitenzählung, zum Beispiel mit römischen Seitenzahlen, verwendet. Das rührt daher, dass das vorgestellte Inhaltsverzeichnis erst ganz zum Schluss erstellt wird. Oft wird jedoch auch durchgehend gezählt. Steht die Pagina am Kopf einer Seite, wird sie auf der ersten Seite eines Buchteils weggelassen. Schmutz- und Haupttitel erhalten keine Pagina.

Titelei

Unter Titelei versteht man die Seiten vor dem Textteil. Sie umfassen den Schmutztitel und den Haupttitel, das Impressum sowie das Inhaltverzeichnis. Der Schmutztitel wurde früher benötigt, um den Haupttitel vor Verschmutzungen zu schützen. Er gibt meist nur den Autor und den Buchtitel an. Der Haupttitel wird dagegen sorgfältiger behandelt und gesetzt. Er nennt den Buchtitel und den Autorennamen in voller Länge, hinzu kommen eventuell Untertitel und Verlagsangabe. Grafiken und Farbe werden meist nicht verwendet. Auf der Rückseite des Haupttitels steht das Impressum. Neben Copyrightvermerken finden sich hier oft ISBN-Nummer, Erscheinungsjahr, Angaben zur Druckerei und zum verwendeten Papier. Die Schrift des Impressums ist kleiner als die Grundschrift. Inhaltsverzeichnisse sind vor allem bei Fachbüchern wichtig, bei Romanen kann darauf verzichtet werden. Ein Inhaltsverzeichnis beginnt stets auf der rechten Seite. Eine Auspunktierung kann das Auge des Lesers vom Thema zur Seitenzahl lenken.

Vor- und Geleitwort

Neben einem Vor- oder Geleitwort findet sich in manchen Büchern noch eine Widmung. In einigen Werken stehen diese Angaben vor dem Inhaltverzeichnis, in manchen danach. Sie beginnen wie das Inhaltverzeichnis auf der rechten Seite. Seltener finden sich in der Titelei auf der Rückseite des Schmutztitels ein Foto oder eine Grafik. Wenig verbreitet ist mittlerweile auch das Kolophon, das ergänzende Angaben zur Produktionstechnik enthält. Korrekturseiten in wissenschaftlichen Werken werden heute ebenfalls nicht mehr in die Titelei integriert, sondern bei Bedarf als loses Blatt beigelegt.

Anhang

Hinter dem eigentlichen Textteil stehen Glossare, Stichwortverzeichnisse, Bibliographien, Literaturangaben, Quellenverzeichnisse, Tabellen, Grafiken und andere Übersichten. Bei belletristischen Werken sind diese Angaben selten. Die Bibliographie enthält Autor, Titel, Verlag, Ort, Erscheinungsjahr und bestenfalls auch die ISBN-Nummer der zitierten Werke. Alle Angaben müssen einheitlich sein. Glossare erklären wichtige Fachbegriffe kurz und knapp, während ein Register die wesentlichen Stichpunkte der Publikation zusammenfasst. Bei mehrstufigen Stichworteinträgen helfen Einrückungen dabei, eine Gliederung zu gestalten. Das erste Stichwort eines neuen Buchstabens sollte fett hervorgehoben werden. Auch hier ist Einheitlichkeit wichtig: Begriffe sollten nicht einmal im Singular und einmal im Plural genannt werden.

Einband und Umschlag

Auch Einband und Umschlag zählen zu den Bestandteilen eines Buchs. Der Einband gibt dem Buch Halt und schützt es vor Schmutz. Außerdem dient er als Werbeträger. Auf der Rückseite des Einbands findet sich oft eine kurze Inhaltsangabe, die neugierig auf das Thema des Werks machen soll. ISBN und Barcode stehen unten. Gebundene Bücher erhalten oft noch einen Schutzumschlag. Auf dem Buchrücken trägt er den Titel des Buchs und den Namen des Autors. Auch das Signet des Verlags sollte nicht fehlen. Autor und Titel werden hierzulande in der Regel auf dem Buchrücken von unten nach oben laufend gesetzt. International läuft der Text jedoch von oben nach unten.

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