Die 5 wichtigsten Don’ts für Grafiker

24.01.2019
Manchmal fallen einem die eigenen Fehler nicht auf. Und dann wundert es einen, dass der Kunde sich ärgert – und im Zweifel nie wiederkommt. Welche Basis-Fehler Sie als Grafiker und Designer nie machen sollten

Don't 1: Nicht bis zum Ende zuhören

Der Kunde sagt, was er will. Der Grafiker hört ihm zu – aber nur bis zum ersten gedanklichen Absatz. Der Kunde erklärt weiter. Der Grafiker hört ihn zwar noch, ist aber mit seinen Gedanken schon beim ersten Entwurf.

Das ist der Fehler. Zuhören und nachfragen ist wichtig. Bis der Kunde zu Ende gesprochen hat. Sonst weiß man nicht im Detail über die Kundenwünsche Bescheid – und designt zwangsläufig in eine Richtung, die wichtige Aspekte außer Acht lässt. Oder die „zu kreativ“ ist. Oder zu teuer.

Die Grenzen, die der Kunde mit seinem Briefing setzt, muss der Grafiker einhalten. Kreativ sein sollte er innerhalb dieser Grenzen. Das ist die Herausforderung. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Don't 2: Im Designerjargon sprechen

Es ist so schön, dass man etwas weiß. Noch schöner, wenn man das Wissen mit Gleichgesinnten teilen kann. Der Gleichgesinnte ist aber meistens nicht der Kunde. Und er muss es auch nicht sein.

Der Kunde muss nichts über Farbräume wissen, über Ober- und Unterlängen von Buchstaben oder über Grammaturen. Es genügt, wenn er weiß, dass es dickeres und dünneres Papier gibt. Dass manche Schriften eher gut oder eher schlecht zu lesen sind. Dass man Bilder bearbeiten muss, damit sie perfekt rüberkommen.

Der Fachjargon schreckt fast immer ab und ist mindestens so häufig unnötig. Drücken Sie sich klar aus, sodass Ihnen auch ein Laie folgen kann. Dann können Sie mit Ihrem Kunden auf Augenhöhe Details besprechen – und vielleicht gerade deswegen das OK für einen etwas kreativeren, teureren Entwurf erhalten.

Quelle: Rawpixel / Unsplash

Don't 3: Keine Kritik zulassen

Der Kunde hat das letzte Wort. Eine Binsenweisheit, die wehtun kann. Manchmal versteht man als Grafiker nicht, weswegen der Kunde einen Entwurf zerpflückt oder aus mehreren Entwürfen den schlechteren wählt.

Der Grafiker hängt schließlich an seinen Ideen und an seinem Können. Wenn es aber dennoch so kommt, muss man vor allem eines tun: klar besprechen, weswegen man anderer Ansicht ist. Sachlich – in Verhalten und Mimik.

Denn nichts ist unprofessioneller, als wenn man seinen Unmut dem Kunden gegenüber zeigt. Was soll das auch bringen? Der Kunde wird nicht glücklicher, das Projekt droht schlimmstenfalls zu scheitern.

Don't 4: Vertuschen, verschleiern, vergessen

Man kennt es von sich selbst. Wenn man nicht nachvollziehen kann, wie etwas abläuft oder funktioniert, steigt man aus. Gerade, wenn Geld bezahlt werden soll. Nichts anderes passiert, wenn man in einem Online-Shop kurz vor der Bestellseite wegklickt, weil einem das gesamte System irgendwie unheimlich vorkommt.

Auch analog, in einem Gespräch kann so etwas vorkommen. Es ist deswegen ein Muss, Prozesse transparent zu gestalten. Zu erklären, weswegen man mit externen Partnern zusammenarbeitet oder weswegen man als Kreativer nicht wie ein Roboter Aufträge abarbeiten kann.

Auch Rechnungen sollten transparent sein. Sie sollten verschiedene nachvollziehbare Posten beinhalten und nicht nur einen Sammelbetrag. Das erhöht die Chance, dass die Kunden gern bereit sind, eine grafische Leistung in vollem Umfang zu bezahlen. Die Basis für einen neuen Auftrag ist geschaffen.

Don't 5: Die Ruhe verlieren

Auch wenn man es sich immer wieder vornimmt: Ab und zu ist man genervt. Über den Kunden, über die externen Partner, die Kollegen. Gerade, wenn es um Korrekturschleifen geht, die von mehreren Personen abgezeichnet werden müssen.

Und wenn sich die Korrekturvorschläge dann noch widersprechen, ist Ärger und Zeitverzug vorprogrammiert. Das passiert schnell, wenn der Kunde den Entwurf innerhalb des eigenen Unternehmens durch mehrere Abteilungen schicken muss.

Deswegen muss der Grafiker zum einen solche Korrekturschleifen mit einkalkulieren. Zum anderen muss auch klar sein, dass nicht unendlich viele Schleifen im Preis mit drin sind. Und das Wichtigste: Bleiben Sie ruhig. Sachlich. Gelassen. Sprich: professionell.

Werden Sie ein Teil unserer Welt

Bestellen Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Drucktipps, Angebote sowie Neuigkeiten aus der Druckbranche direkt per E-Mail.
Zusätzlich schenken wir Ihnen einen 5 EUR Gutschein für Ihre erste Bestellung.