Der gelungene Businessplan

31.03.2016
Wer sich selbstständig machen will, braucht einen Businessplan. Die Erstellung sollte man sorgfältig angehen.

Am Anfang jeder selbstständigen oder freiberuflichen Tätigkeit steht der Businessplan. Er ist Grundlage für zahlreiche mögliche Forderungen und sollte daher mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt werden. Was man bei der Umsetzung beachten soll und wo man am besten Hilfe bei der Existenzgründung bekommt, verraten unsere Tipps.

Was ist ein Businessplan?

Zu einem Businessplan gehört auch ein Finanzplan. Quelle: Uwe Schlick / Pixelio.de

Der Geschäftsplan zeigt die Möglichkeiten, die ein Existenzgründer in seinem Unternehmen oder seiner freiberuflichen Tätigkeit sieht, erklärt, wie er Erfolge erreichen will und gibt einen Überblick über den Gegenstand des neu zu gründenden Geschäfts. Üblicherweise umfasst der Businessplan zwischen 10 und 50 Seiten und enthält genaue Angaben zum Einkaufswesen, zur Produktion, zum Personalbedarf, zu Vertrieb- und Marketingaktivitäten, aber auch eine Konkurrenz- und Marktanalyse. Wesentlicher Bestandteil ist zudem der Finanzplan, der die Kosten und die erwarteten Umsätze aufschlüsselt und begründet. Anhand des Geschäftsplans beurteilen staatliche und Förderstellen die voraussichtliche Wirtschaftlichkeit der Unternehmung.

Wofür braucht man den Geschäftsplan?

Egal, ob es um Zuschüsse und Förderungen vom Arbeitsamt oder von anderen Stellen geht; ob ein Kredit benötigt wird und die Bank oder ein anderer Finanzgeber von einer Investition überzeugt werden sollen: Der Businessplan ist unerlässlich und das wesentliche Dokument zur Firmengründung. Des Weiteren dient er auch dem Unternehmensgründer oder Freiberufler als Leitfaden. Wie vielversprechend ist die Geschäftsidee, welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden? Trägt sich das Unternehmen und welche Risiken bestehen? Der Geschäftsplan hilft dabei, all dies realistisch einzuschätzen und die notwendigen Schritte zu ergreifen.

Wer hilft?

Verschiedene Stellen geben Hilfe im Existenzgründungsdschungel. Quelle: Cristine Lietz / Pixelio.de

Da der Anfangserfolg eines Existenzgründers häufig mit dem Businessplan steht und fällt, lohnt es sich, Hilfe bei der Erstellung zu suchen. Anlaufstellen können die Arbeitsagentur, die Industrie- und Handelskammern und Verbände sein. Die Allianz Deutscher Designer (AGD) hat auf ihrer Webseite viele nützliche Tipps zusammen gestellt. Für 3,60 Euro kann man dort auch die Broschüre „Praxistipps für Designer“ in gedruckter Version beziehen; als PDF-Datei ist sie kostenlos. Zudem bietet die AGD ein Zweitagesseminar unter dem Motto „Start frei! Als Designer selbstständig werden und bleiben“ an.

Häufige Fehler

Wie bei jedem wichtigen Dokument sollten Layout und Rechtschreibung des Businessplans sorgfältig geprüft werden. Ist der Geschäftsplan länger, bringt ein Inhaltsverzeichnis Struktur. Sie ist überhaupt wichtig: Je klarer der Existenzgründer seine Gedanken niederschreibt, desto klarer erscheint auch seine Geschäftsidee. Sie sollte sich außerdem von anderen Geschäftsplänen unterscheiden. Wo liegt das Alleinstellungsmerkmal? Das sollte besonders deutlich herausgearbeitet werden. Herunterrechnen darf man zudem nicht den Kapitalbedarf. Experten merken schnell, wenn man hier zu eng kalkuliert hat und beispielsweise private Ausgaben nicht mit in die Berechnung einbezieht. Achtung: Auch Versicherungen, darunter Krankenversicherung und eine Altersvorsorge sollten Platz im Businessplan finden. Zu guter Letzt sollte ein Businessplan immer gegengelesen werden, am besten von jemandem, der sich damit auskennt. Denn das Dokument ist nicht nur Grundlage für die Existenzgründung - schlecht ausgeführt, kann es auch Existenzpläne vernichten.

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