Der Fotograf als Dirigent

24.03.2011
Gelungene Fotos basieren oft auf einer bewusst getroffenen Bildkomposition. Wie gestaltet man ein Bild und wie erstellt man beeindruckende Fotomontagen?

Umsichtig planen

 Quelle: Klicker Pixelio


Die Bildkomposition beginnt mit der Planung. Eine erste Idee wird ausgeführt, hilfreich kann dabei eine Skizze sein. Hier hält man fest, welche Elemente aufgenommen werden sollen, was in den Vorder- und was in den Hintergrund gehört. Auch die Lichtbedingungen lassen sich skizzieren. Bereits in diesem Stadium sollte man daran denken, Gestaltungsprinzipien wie den des goldenen Schnitts zu berücksichtigen. Ein wesentliches Augenmerk sollte zudem auf der Linienführung liegen. Soll eine Bilderserie entstehen, wird in den Skizzen festgehalten, welche Elemente ähnlich sind und so die gemeinsame Klammer aller Motive bilden.

Die Bedeutung von Linien

 Quelle: Hans-Jürgen Spengemann Pixelio


Quelle: Hans-Jürgen
Spengemann (Pixelio) Jedes Foto enthält Linien – sie werden beispielsweise durch Gebäude, den Horizont, den Meeresspiegel oder die Anordnung von Personen vorgegeben. Dabei vermitteln waagerechte Linien eher den Eindruck von Ruhe, während senkrechte dynamischer wirken. Diagonalen erscheinen, wenn sie von links unten nach rechts oben führen, positiv – sie verkörpern den „Aufstieg“. Dementsprechend erzeugt eine Diagonale, die von links oben nach rechts unten führt, eher das beklemmende Gefühl des Abstiegs. Auch Blickrichtungen von porträtierten Personen fließen in die Bildaussage ein. Wer nach schräg oben schaut, macht einen optimistischeren und selbstbewussteren Eindruck als jemand, der verlegen auf den Boden blickt.

Vorder- und Hintergrund – und die Ränder

 Quelle: AngelaL Pixelio


Bei der Bildwirkung kommt es neben den Linien auch darauf an, in welchem Bereich des Fotos sich die Elemente befinden. Ein Schiff, das am linken Rand eines Bilds auftaucht, verkörpert den Aufbruch. Befindet es sich eher am rechten Rand, sieht es aus, als würde es seine Reise bald beenden. Ähnlich kann man mit dem Vorder- und Hintergrund arbeiten: Objekte im Vordergrund wirken „wichtiger“ als diejenigen im Hintergrund. Dennoch darf man den Hintergrund nicht vernachlässigen und hier beispielsweise unerwünschte Objekte übersehen. Über die Gestaltung von Vorder- und Hintergrund wird auch die perspektivische Wirkung erzielt.

Tipps für Fotomontagen

 Quelle: Andreas Depping Pixelio


Quelle: Andreas
Depping (Pixelio) Wer aus mehreren Fotos später am Rechner ein Bild zusammenbauen möchte, der tut sich leichter, wenn er schon bei der Aufnahme für einheitliche Bedingungen sorgt. Ähnliche Lichtverhältnisse verringern die spätere Bearbeitungszeit. Auch die Perspektive, die der Fotograf einnimmt, sollte sich von Bild zu Bild nicht allzu sehr unterscheiden. Ebenfalls wichtig: Einzelne Objekte lassen sich später leichter einbauen, wenn sie vor einem einheitlichen Hintergrund fotografiert werden. Soll später nur ein Haus, eine Person oder ein Fahrzeug freigestellt und verwendet werden, kann man natürlich die anderen Objekte auf dem Bild vernachlässigen.

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