Den Beschnitt richtig anlegen

11.08.2011
Beim Anlegen eines Druckdokuments darf der Beschnitt nicht vergessen werden. Wir erklären, wie man ihn richtig berechnet und wofür er gut ist.

Warum braucht man den Beschnitt?

Der Beschnitt soll Toleranzen beim Beschneiden des Druckprodukts ausgleichen. Weil nicht auf den Millimeter genau beschnitten werden kann, gibt man so genannte Beschnittränder hinzu, die diese Abweichungen kompensieren. Meist weichen Schneidemaschinen um höchstens ein bis zwei Millimeter ab. Das kann jedoch schon ausreichen, um die beschriebenen unerwünschten Effekte zu erreichen. Neben dem Zugeben eines Beschnitts sollte der Gestalter darauf achten, die Schriftelemente nicht zu nah am Papier- oder Dokumentrand zu platzieren.

Den Beschnitt festlegen

 Quelle: Düsentrieb Wikimedia Commons


Quelle: Düsentrieb
(Wikimedia Commons) Der Beschnitt ist der Bereich, der durch das Schneiden wegfallen soll. Daher wird er außerhalb des Seitenformats angelegt, und zwar in einer Breite beziehungsweise Länge von zwei bis drei Millimetern. Dieser Beschnittrand verhindert in der Regel Blitzer, er hat jedoch keinen Einfluss auf das spätere Format des Druckprodukts. Eine wichtige Ausnahme von der Regel gibt es jedoch: Bei LASERLINE müssen Produkte aus dem Bereich Werbetechnik wie zum Beispiel Poster oder Banner mit 0 Millimeter Beschnitt angelegt werden!

Elemente einrücken

Objekte, die nicht abgeschnitten werden dürfen, sollten nach Möglichkeit um etwa fünf Millimeter vom Seitenrand eingerückt werden. Das verhindert, dass sie dem Schneidevorgang zum Opfer fallen. Besonders wichtig ist das bei Text, aber auch bei Elementen wie Logos oder Grafiken. Bei randabfallenden Bildern ist es dagegen meist nicht so schlimm, wenn ein schmaler Streifen des Motivs abgeschnitten wird.

Wo ist die Mitte?

 Quelle: Ceving Wikimedia Commons


Quelle: Ceving
(Wikimedia Commons) Der Beschnitt hat auch Auswirkungen auf die optische Mitte eines Dokuments. Es empfiehlt sich, einen Balancepunkt zu ermitteln, um ein spannungsreiches Ergebnis zu erhalten. Zuerst sucht man dazu die Balancelinie. Man zieht eine Diagonale von links oben nach rechts unten. Dann setzt man einen Kreis auf die linke obere Ecke, der den Radius der Papierbreite aufweist. Dieser Kreis schneidet die zuvor gezeichnete Linie. Von dort aus zieht man eine weitere Diagonale nach rechts oben. Der nun erstellte Schnittpunkt ist der Balancepunkt, durch den waagrecht die Balancelinie führt. Das erste Element kann auf diese Balancelinie gesetzt werden, weitere Elemente sollten sich mit diesem harmonisch arrangieren. Doch auch hier gilt: Bitte den Beschnitt nicht vergessen!

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