Das PDF mit dem X

10.06.2010
Die Gestaltungs-Arbeit ist getan, jetzt steht die Druckausgabe an. Doch warum überhaupt PDF? Weil ein PDF als universelles Format dient. Wir sagen, wie man ein korrektes Druckdaten-PDF erzeugt.

Das universelle Format

Am Anfang steht die Frage: Warum überhaupt PDF? Mit diesem Format hat Adobe ein plattformübergreifendes Datenaustauschformat geschaffen. Es arbeitet unabhängig von Betriebssystemen und ist damit prädestiniert für die Weitergabe von Druckdaten.

Ein richtig erstelltes PDF enthält alle in der Datei verwendeten Schriften und die hochaufgelösten Bilder. Unliebsame Überraschungen beim Druckergebnis werden so vermieden.

Mit der Acrobat-Familie und ihrem kostenlosen Mitglied, dem Adobe Reader, stehen praktische Tools zur Verfügung, mit denen sich die Daten nach der Ausgabe noch einmal überprüfen lassen.

PDF mit Einschränkungen

Die PDF/X-Spezifikation „trimmt“ das offene PDF-Format Richtung Druck. Das bedeutet: Einige Voraussetzungen müssen zwingend erfüllt werden. Dateien im Format PDF/X-1a dürfen beispielsweise nur CMYK- und Sonderfarben enthalten.

RGB-, ICC- und Lab-basierte Farbräume sind im Format PDF/X-3 zusätzlich erlaubt. Wichtigste Bedingung ist, dass die PDF/X-Dateien alle für den Druck notwendigen Elemente umfassen müssen.

Dazu gehören alle Schriften und hochaufgelöste Bilder. Vorgeschrieben ist außerdem eine Information zur Überfüllung. Transparenzen und die LZW-Kompression sind dagegen in diesen Versionen nicht gestattet. Erlaubt sind Transparenzen in den Verionen PDF/X-4 und PDF/X-5.

Ein korrektes PDF erzeugen

PDF-Dateien lassen sich direkt aus Adobe InDesign und QuarkXPress erzeugen. Wer eine ältere Version als InDesign CS oder QuarkXPress 6 nutzt, sollte allerdings weiterhin den Weg über eine Postscript-Datei und den Acrobat Distiller gehen.

Wichtig: In jedem Fall sollten die LASERLINE-Exportvorgaben verwendet werden, die Ihnen zum Download bereitstehen. Diese PDF-Exportvorgaben dürfen jedoch nicht mit den separaten Joboptions für den Distiller verwechselt werden.

PDF-Export mit InDesign

Nachdem die Joboptions heruntergeladen wurden, müssen sie in Adobe InDesign über „Datei“, „PDF-Exportvorgaben“, „Definieren“ und „Laden“ ins Programm übernommen werden.

Eine PDF-Datei wird über „Datei“, „Exportieren“ und „Adobe PDF“ erstellt. Im folgenden Dialog wird „Sichern“ gewählt, anschließend stehen die LASERLINE-Einstellungen zur Auswahl bereit.

Diese heißen „LL_IND_CS2_CS3_CS4“. Nach dem Klick auf „Exportieren“ wird die PDF-Datei erstellt. Unter QuarkXPress muss man zunächst das Farbmanagement konfigurieren, anschließend trifft man unter „Datei“, „Exportieren“ und „Layout als PDF“ die richtigen Einstellungen.

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