Das Papier-ABC

21.07.2011
LWC, SC, GC1 – hinter diesem Kauderwelsch verbergen sich Papier- und Kartonsorten. Wir erklären, was die Abkürzungen bedeuten.

Für Papierexperten ist es kein Problem einen Überblick über all die Abkürzungen auf dem Markt zu behalten. Wer sich nicht täglich mit dieser Materie beschäftigt, tut sich aber schwer. Die Bezeichnungen folgen jedoch einer gewissen Logik, geben wichtige Eigenschaften an und ordnen die Papiere in verschiedene Klassen ein.

Die Grundlagen

Ein Buchstabe, ein Überbegriff: Die wesentlichen Sorten werden in der Welt des Papiers mit nur einem Buchstaben abgekürzt. K steht schlicht für Karton, C für Zeitungsdruckpapier. Das B kürzt Magazinpapier ab, D Durchschlagpapier. Schreibpapier wird mit S bezeichnet. Mit zwei Buchstaben wird es schon spezieller: BD meint Bilderdruckpapier, NP Naturpapier und RP Recyclingpapier. Ein Schreibmaschinenpapier wird mit SM abgekürzt. Die unterschiedlich beschichteten Blätter der Selbstdurchschreibepapiere tragen dagegen verschiedene Abkürzungen: CB (= coated back, Oberblatt), CF (= coated front, Schlussblatt) und CFB (= coated front and back, Mittelblatt).

Kartonqualitäten die Erste

Chromokarton trägt die Bezeichnung GC1, GC2 oder GC3, wenn er einseitig gestrichen ist. Die Ziffer gibt an, wie schwer der Strich ist. Bei GC1 ist er schwerer als 18 g/qm, bei GC2 geringer als 18 g/qm und bei GC3 geringer als 10 g/qm. Chromo-Duplexkarton wird als GD1 oder GD2 bezeichnet. Bei GD1 ist der Strich schwerer als 18 g/qm, bei GD2 schwerer als 12 g/qm. GG1 ist ein gussgestrichener Chromokarton mit holzfreier, weißer Decke und Rückseite. Die Einlage ist hell. GG2 verweist auf einen gussgestrichenen Chromokarton mit holzfrei weißer Decke und heller Einlage sowie Rückseite. Gussgestrichener Zellstoffkarton trägt die Abkürzung GGZ, gestrichener GZ.

Kartonqualitäten die Zweite

Das Kürzel GK steht für Graukarton. GK1 ist feiner Graukarton, GK2 einfacher, komplett grauer Graukarton. Chromo-Triplexkarton wird mit GT1 abgekürzt, wenn der Strich schwerer ist als 18 g/qm. Ist er schwerer als 12 g/qm heißt er GT2. Wird ein Karton als UC1 bezeichnet, so handelt es sich um einen ungestrichenen Chromoersatzkarton mit holzfreier, weißer Decke und heller Einlage. UC2 heißt ungestrichener Chromoersatzkarton mit holzfreier weißer Decke und heller Einlage und Rückseite. Ungestrichener Duplexkarton mit holzfreier weißer Decke sowie grauer Einlage und Rückseite wird mit UD1 abgekürzt, ist die Decke holzhaltig, spricht man von UD2. Genau gleich funktioniert die Klassifizierung von Triplexkarton mit den Abkürzungen UT1 und UT2.

Eine Sache des Gewichts

Viele Papiere werden auch nach ihrer Grammatur klassifiziert. HWC bedeutet Heavy Weight Coated Paper, das schwerer ist als 72 g/qm und einen Strich von mindestens 5 g/qm pro Seite aufweist. LWC ist Light Weight Coated Paper mit einer Grammatur von 72 g/qm oder darunter und einem Strich zwischen 5 und 10 g/qm pro Seite. Light Light Weight Coated Paper, kurz LLWC, ist bis zu 51 g/qm schwer, der Strich wiegt zwischen 5 und 9 g/qm je Seite. Super Light Weight Coated, das mit SLWC abgekürzt wird, weist eine Grammatur zwischen 28 und 45 g/qm auf. Viele Hersteller haben darüber hinaus ihre eigenen Bezeichnungen kreiert.

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