Das Backup

19.04.2007
Auf Nummer sicher gehen, wenn es um oft unersetzbare Daten geht - wie das individuelle Backup aussehen kann, was es zu beachten gibt und warum es so wichtig ist ...

Murphys Gesetz besagt, dass alles, was schief gehen kann, auch schief gehen wird. Doch viele denken, dass dieser Kelch an ihnen vorüber geht, und sehen zu, wie sich  im Laufe des Grafiker-Arbeitsalltags die Festplatte mit meist unersetzbaren Inhalten füllt. Um den Verlust dieser Daten und damit dem Ruin des Unternehmens vorzubeugen, ist das Backup unersetzlich. Was worauf und wie oft gesichert werden muss, ist davon abhängig, wie schnell sich die Daten vermehren und wie sie aufbewahrt werden sollen. 

Wozu Datensicherung?

Jeder Auftrag bedeutet nicht nur Einkommen, sondern auch Datenzuwachs. Doch jede Festplatte besitzt nur eine begrenzte Lebenszeit Plattencrash, Virenbefall, versehentliches Löschen, Überschreiben, Diebstahl, Feuer oder eine andere Widrigkeit – vieles kann Daten auf einer Festplatte zerstören, und g. laubt man der Theorie des US-amerikanischen Ingenieurs Edward A. Murphy, passieren diese Vorfälle immer dann, wenn man es am wenigsten braucht. Für Selbstständiger ist Datenverlust fast immer ruinös, denn Hardware kann man ersetzen – Daten aber in den meisten Fällen nur schwer.

Was und wann muss gesichert werden?

Die Art der Sicherung hängt davon ab, wogegen man sich sichern will, was gesichert werden soll, wie oft man ein Backup erstellen möchte und wie schnell man auf die Daten wieder zugreifen können muss. Wichtig ist, dass man sein System regelmäßig sichert. Häufen sich Daten sehr schnell an, empfiehlt sich eine tägliche inkrementelle Sicherung, d.h., nur die Unterschiede zur letzten Speicherung werden gesichert. Zusätzlich sollte ein Mal in der Woche eine vollständige Sicherung erfolgen.

Worauf sichern?

Für welches Sicherungsmedium man sich dabei entscheidet, hängt von dem Wert der Daten, der für die Datensicherung zur Verfügung stehenden Zeit, den Speichermedienkosten und der Rekonstruktionsgeschwindigkeit ab.

Wichtig ist auch, ob man die Medien transportieren möchte und wie haltbar die Datenträger sind. CDs und DVDs sind zwar sehr langlebig und unempfindlich, aber sie bieten nur wenig Speicherkapazität. Über Speicherplatz verfügen die inzwischen häufig eingesetzten externen Festplatten zur genüge, dafür sind sie weniger langlebig. Alternativ bietet sich noch die (wenn auch teure) Lösung der Sicherung auf Band an, das lange und sicher sehr viele Daten speichern kann. 

Ein Backup auf einem Server im Internet ist eine weitere Möglichkeit, große Datenmengen zu sichern, wie lange und vor allem wie sicher die Daten im Netz aufgehoben werden können, ist allerdings ein schwer einzuschätzendes Risiko.

Für ein Backup geeignete Medien im Vergleich:

 Medium

Speichergröße

Speicherkosten

Geschwindigkeit

 CD

 0,7 GB 

 gering 

 mittel 

 DVD

 4,7 / 8,5 GB

 gering

 mittel

 Festplatte

 > 60 GB

 gering

 hoch

 Tape

 < 200 GB

 mittel

 langsam

 Internet

 < 2 GB

 hoch

 langgsam

Aufbewahrung und Wiederherstellung

Wichtig für die Datensicherung ist nicht nur, worauf man speichert, sondern auch die spätere Aufbewahrung der Daten. Sie sollte möglichst getrennt vom Rechner erfolgen. Um auch bei Feuer- oder Wasserschäden auf der sicheren Seite zu sein, könnte sogar ein vollkommen anderer Ort gewählt werden. Überhaupt sollten mehrere Sicherungsversionen an unterschiedlichen, vor allem aber sicheren Orten aufbewahrt und vor dem  Zugriff durch Dritte geschützt werden.

Im Ernstfall kann so auf eine von vielen Datensicherungen zurückgegriffen werden. Doch bevor der Ernstfall überhaupt eintritt, sollten Sie diesen einmal trainiert haben. Ein Backup ist nämlich unnütz, wenn man nicht darauf zugreifen kann oder es nicht funktioniert. Überprüfen Sie deshalb regelmäßig die Sicherungen und verlassen Sie sich nicht jahrelang darauf, dass schon alles seine Richtigkeit haben wird. Murphys Law schlägt sonst unerbittlich zu!

Checkliste für das passende Backup

Folgende Punkte sollten Sie vor und während der Datensicherung klären und berücksichtigen: * Wert der eigenen Daten ermitteln * Backup regelmäßig durchführen * Medien abhängig von Größe und Wiederherstellungsgeschwindigkeit auswählen * Medien sicher und möglichst außerhalb des Büros und an mehreren Orten aufbewahren * Backup regelmäßig überprüfen * Das beste Backup ist das, das man nie braucht! Aber man weiß eben nie, wann dies der Fall sein wird!

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