Briefmarke ohne Postbesuch

19.10.2006
Deutsche Post stellt die Anwendung StampIT jetzt für Mac und PC zur Verfügung. Damit kann man Briefmarken einfach online kaufen und zuhause ausdrucken, wodurch Zeit gespart werden kann.

Fünf Jahre schon gibt es mit der kostenlosen Frankiersoftware Stampit die „Briefmarke aus dem Internet“ der Deutschen Post. Bislang konnten jedoch nur Windows-Nutzer ihre Briefmarke online kaufen und zuhause ausdrucken. Das ersparte den leidigen Gang zur Post. Doch andere Computersysteme blieben außen vor – auch weil die Webumsetzung nur Windows und Internet Explorer erlaubte. Nun aber gibt es die Stampit-Software auch für Mac und selbst Firefox wird akzeptiert. Damit kann jetzt jeder seine Briefmarken online kaufen und spart Zeit und Mühe.

Die "Briefmarke aus dem Internet"

Im August 2006 jährte sich die Einführung der „Briefmarke aus dem Internet“ der Deutschen Post zum fünften Mal. Seitdem können Päckchen und Briefe mit der kostenlos bei der Post erhältlichen Software Stampit online frankiert werden. Dies geschieht per Internet, die Bezahlung via Lastschrift. Als Freimachungsvermerk wird dabei ein Matrixcode, ein ca. 15 mm großes, mit unterschiedlich angeordneten Punkten versehenes Quadrat, über jeden beliebigen Drucker ausgedruckt. Dieser Matrixcode kann, analog dem Strichcode auf Produkten im Handel, über einen Scanner in Briefzentren automatisch gelesen und die Freimachung geprüft werden. So kann jeder seine Briefmarke selbst drucken. Inzwischen haben zahlreiche Software-Hersteller die Lösung in ihre Programme integriert und bei eBay ist es sogar möglich, die Briefmarke direkt zu kaufen und auszudrucken.

Bis September 2006 nur für Windows

Soweit die Theorie. In der Praxis aber blieben bislang Mac-Nutzer oder Anwender anderer Betriebssysteme außen vor. Die Software selbst blieb nur Windows-Nutzern vorbehalten. Und wollte man per eBay als Macianer eine Briefmarke online erwerben, streikte das System auf der vorletzten Stufe mit dem Hinweis, dass man den falschen Internetbrowser einsetze. Erlaubt waren nur Windows und dessen original Internet-Explorer in der neuesten Version. Der veraltete Explorer unter Mac OS X aber wurde abgelehnt. Das war nicht nur schade, weil man damit viel Zeit gespart hätte, es war auch ärgerlich, weil man bis zu diesem Hinweis bereits viel Zeit investiert hatte. Macianer mussten deshalb bislang weiterhin zur Post marschieren, sich anstellen und dann auf Vorrat Briefmarken kaufen. Ärgerlich vor allem, für Mittelständler oder Freiberufler, die immer wieder Postsendungen verschicken müssen.

Jetzt Online-Briefmarke für JEDERMANN: Stampft WEB

Im September 2006 aber kam die große Überraschung: Die Deutsche Post stellt die Web-Version von Stampit nicht nur für Windows-Nutzer zur Verfügung, auch Rechner mit Mac OS X können nun auf die Online-Briefmarke zugreifen. Zwar blieb die Software-Lösung, die man sich auf den Rechner installieren kann und Schnittstellen zu diversen Programmen liefert, davon unberührt, doch per Webbrowser und Stampit WEB können nun auch Macs online Briefe und auch Päckchen frankieren – nutzbar über den Internetbrowser Mozilla Firefox in Verbindung mit Adobe Reader ab Version 7.0.

So funktioniert's

Mit Hilfe der reinen Online-Lösung ist das Frankieren sogar billiger, denn jedes DHL-Paket kostet darüber 1,- EUR weniger. Hierzu wird keine extra Frankiersoftware benötigt. Einfach unter www.stampit.de anmelden. Die Registrierung kostet einmalig 3,- EUR. Dann genügen ein Drucker und der kostenfreie Adobe Reader ab Version 6.02, und schon können Sie Briefmarken und DHL Paketmarken ausdrucken. Ein Versandberater hilft zudem, immer das richtige Porto zu berechnen. Gekauft wird per Lastschrift vom Bankkonto, worüber in Ihrer Registrierung eine persönliche, gesicherte „Portokasse“ erstellt wird. Das geladene Porto können Sie nach Bedarf für die Frankierung Ihrer Sendungen verwenden. Dabei bezahlen Sie – außer bei DHL Paketen – die üblichen Portokosten. Schneller und einfacher geht es kaum noch...

Update: Die Frankiersoftware Stampit der Deutschen Post AG wurde im September 2011 offiziell eingestellt.

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