Blocksatz und Flattersatz

25.09.2014
Flattersatz und Blocksatz sind zwei gängige Satzarten. Wir beschreiben die Unterschiede, die Vorteile und Nachteile der beiden Satzarten.

Beim Gestalten von Texten muss man sich bei mehreren Zeilen für eine Satzart entscheiden. Zwei Möglichkeiten sind Blocksatz und Flattersatz, wobei der Flattersatz wiederum zwei verschiedene Varianten bietet.

Jede Satzart hat ihre Daseinsberechtigung – es kommt aber immer auf die Texte an, die gesetzt werden sollen.

Flattersatz

Der Flattersatz heißt so, weil er am rechten oder am linken Rand lose ausläuft. Die Zeilen haben damit eine unterschiedliche Länge.

Beim so genannten Rausatz wird manuell nicht mehr eingegriffen, beim Flattersatz passt der Gestalter den Zeilenfall dagegen noch einmal an.

Ziel ist es, das Flattern gleichmäßiger auszurichten und Treppen oder Lücken zu vermeiden. Gute Layouter achten darauf, dass sich die Ausrichtung nicht nur an der „sthetik, sondern vor allem am Sinn des Textes orientiert.

Quelle: Dieter Schütz / Pixelio

Blocksatz

Der Blocksatz ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Block: Hier sind alle Zeilen gleich lang. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Wortzwischenräume unterschiedlich ausfallen.

Deshalb muss der Gestalter beim Blocksatz ein waches Auge haben und zu große Lücken oder zu enge Abstände manuell ausgleichen.

Zudem kommt es beim Blocksatz zu mehr Trennungen. Hier sollte beachtet werden, dass nicht mehr als drei Trennungen aufeinander folgen, um das Erscheinungsbild optisch nicht zu zerreißen und den Lesefluss zu stören.

Übrigens ist der Blocksatz keine neue Erscheinung: Schon bei alten Gutenberg-Drucken von der Bibel wurde ein Blocksatz eingesetzt.

Verwendung

Linksbündiger Flattersatz vermeidet am besten störende Trennungen. Man sollte jedoch bedenken, dass der Platzbedarf beim Flattersatz grundsätzlich höher ist als beim Blocksatz, da nie die ganze Zeile ausgefüllt wird.

Rechtsbündiger Flattersatz sollte sehr sparsam verwendet werden. Es ist für das Auge schwierig, den Halt am ungewohnten rechten Rand zu finden. Rechtsbündiger Flattersatz eignet sich daher für kürzere Texte wie Bildunterschriften.

Den harmonischsten Gesamteindruck bietet der Blocksatz. Er gilt daher als besonders lesefreundlich. Dabei dürfen die Blöcke jedoch nicht zu lang und nicht zu kurz sein.

Richtwerte

Sowohl für den Flatter- als auch für den Blocksatz gibt es Anhaltspunkte. Der Bereich, in der der Text flattert, sollte höchstens 20 Prozent der Zeilenlänge ausmachen, bei rechtsbündigem Text eher noch weniger.

Der Wortabstand beim Blocksatz variiert zwischen 80 und 150 Prozent. Eine Zeilenlänge unter 40 Zeichen sollte man dagegen vermeiden. Die ideale Zeilenlänge liegt zwischen 45 und 75 Zeichen pro Zeile.

 

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