Bildbearbeitung im Internet

30.04.2009
Immer mehr Programme lassen sich über das Internet nutzen. Der Anwender muss die Software nicht mehr auf dem Rechner installieren – beispielsweise beim Bearbeiten von Bildern.

Bekommt Photoshop ernsthafte Konkurrenz? Ähnlich wie bei Office-Anwendungen gibt es mittlerweile Programme für die Bildbearbeitung, die sich ausschließlich im Internet nutzen lassen. Dazu muss der Nutzer die Software nicht mehr auf dem Rechner installiert haben. Doch taugen diese Applikationen wirklich etwas?

Wie funktioniert das?

„Online Bildbearbeitungs-Tool“ nennt sich beispielsweise der Dienst „Pixlr“. Der Anwender wählt dazu eine Internetseite an – bei einigen muss er sich zuerst registrieren. Im Anschluss lädt er sein Foto hoch und legt mit der Arbeit los. Je nach Dienst stehen ihm dazu verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Nützlich ist das vor allem, wenn Kreative von unterwegs aus Bildkorrekturen vornehmen wollen und keinen Zugriff auf professionelle Programme haben. Voraussetzung ist hier nur ein Internetzugang. Ein Manko: Die Arbeit an einem Motiv per Webbrowser kann die Rechnerleistung extrem verlangsamen.

Pixlr

 Quelle: Pixlr


Unter der Adresse

www.pixlr.com findet sich das Angebot des gleichnamigen Editors. Erfreulich ist, dass der Nutzer sich nicht registrieren muss. Stattdessen beginnt er damit, ein eigenes Foto zu öffnen, eine leere Datei anzulegen oder ein Bild über eine URL auszuwählen. Die folgenden Bildbearbeitungsfunktionen erinnern stark an Adobe Photoshop und sind auf Deutsch verfügbar. Auch die Benutzeroberfläche ist direkt an Photoshop angelehnt. Pixlr ist eine kostenlose Flash-Anwendung, die direkt im Browser läuft.

Picnik

 Quelle: Picnic


Ähnlich wie Pixlr funktioniert auch

Picnik. Hier hat der Anwender zudem die Möglichkeit, für 24,95 US-Dollar jährlich auf den „Premium“-Dienst mit zusätzlichen Funktionen aufzurüsten. Eine Registrierung ist ebenfalls nicht nötig und bereits die Startseite präsentiert sich auf Deutsch. Zu Beginn wählt der Anwender aus, was er mit seinem Foto machen möchte: Bearbeiten, Text hinzufügen oder eine Collage erstellen. Die Werkzeuge verstecken sich hinter einer einfachen Menüleiste; die Anmutung eines „echten“ Bildbearbeitungsprogramms wird so jedoch nicht erreicht. Stattdessen helfen Hinweise hinter den jeweiligen Tools bei der richtigen Anwendung – die Applikation eignet sich daher eher für einfache Korrekturen durch Laien.

Snipshot

 Quelle: Snipshot


Im Gegensatz zu Pixlr und Picnik ist der Dienst

Snipshot kostenpflichtig. Um ihn nutzen zu können, werden sieben US-Dollar pro Monat fällig. Zudem läuft die Applikation nur auf Englisch. Genau wie bei Picnik sind die Funktionen in einfachen Blöcken wie „Rsize“ oder „Crop“ zusammengefasst. Positiv ist, dass keine Werbeeinblendungen stören und die Benutzeroberfläche dadurch sehr übersichtlich gehalten wird.

Sumo Paint

 Quelle: Sumo Point


Kostenlos ist wiederum die Applikation

Sumo Paint . Sie öffnet sich nach dem Start über die Webseite in einem neuen Fenster – und mutet an wie Adobe Photoshop. Das Werkzeug bietet – derzeit nur auf Englisch – weit reichende Funktionen für die Bildbearbeitung. Dazu gehört sogar die Unterstützung für Ebenen. Trotz der vielen Funktionen wirkt Sumo Paint, wie sein offensichtliches Vorbild Adobe Photoshop, aufgeräumt. Unter den Anwendungen für die Bildbearbeitung im Internet nimmt der Dienst damit eine Spitzenposition ein. Beim Verlassen der Applikation wird der Nutzer zudem gewarnt, sollte er seine Datei noch nicht gespeichert haben.

Aviary

 Quelle: Aviary


Ebenfalls zahlreiche professionelle Funktionen bietet

Aviary. Unter diesem Namen sollen mehrere Online-Applikationen für Kreative entstehen. „Phoenix“ heißt das entsprechende Programm für die Bildbearbeitung. Allerdings muss sich der Nutzer zunächst registrieren, bevor er loslegen kann. Auch hier öffnet sich die Software in einem neuen Fenster. Die Oberfläche ist an Photoshop angelehnt, aber nicht so deutlich wie bei Sumo Paint. Der Pluspunkt dieser Anwendung liegt, wie bei der Creative Suite von Adobe, im „Bundle“-Gedanken: Mehrere Programme für unterschiedliche Aufgaben arbeiten zusammen – bei der Adobe CS auf der Festplatte, bei Aviary im Internet.

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