BASF geht gegen Produktkopien vor

17.04.2013
Chinesische Händler sollen Produktion unterlassen

Auch der Chemikalienhersteller BASF hat mit Produktplagiaten zu kämpfen. Eine Serie von Photoinitiatoren beispielsweise wird aktuell in China produziert und global verkauft. Die Technologien dafür sind allerdings patentrechtlich geschützt.

Bei dem Produkt handelt es sich um die Mittel der Reihe "Irgacure 819". Das sind Photoinitiatoren, die eingesetzt werden, um den Härtungsprozess zu beschleunigen. Sie reagieren auf UV-Licht und werden in Druckfarben, Lacken oder auch Klebstoffen eingesetzt.

Zur Produktion sind Syntheseprozesse notwendig, die BASF sich hat patentrechtlich schützen lassen. Nichtsdestotrotz produzieren weitere Unternehmen in China diese Stoffe und vertreiben sie global. BASF ist dabei durch chemische Analysen in der Lage, zu beweisen, dass es sich bei den Plagiaten um exakte Kopien des eigenen Materials handelt, die nicht ohne die geschützten Prozesse produziert werden können.

Um den Sachverhalt vorerst ohne Gerichtsverfahren abwickeln zu können, hat BASF über einen Anwalt die Unternehmen dazu aufgefordert, die Produktion und den Vertrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen. Auch wenn man bei BASF zuversichtlich ist, dass dies genügt, so wird man dennoch wohl bereit sein, auch vor Gericht zu ziehen um seine Rechte wahrzunehmen. Diese sind für BASF "von großer Bedeutung, [...] um Innovationen [...] voranzutreiben", heißt es zum Beispiel von Ralf Spettmann, der das Pigment- und Harzgeschäft in Europa leitet.

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