Ausgezeichnete Schriften

28.05.2009
18 Fonts aus acht verschiedenen Ländern wurden beim Preis des Type Director Clubs (TDC) 2009 ausgezeichnet. Die prämierten Schriften bringen frischen Wind in die Typografie.

Der Preis des Type Director Clubs gilt als Oscar der Typografie. Dieses Jahr musste sich die internationale Jury unter 165 Einreichungen entscheiden: Schließlich wurden 18 Fonts aus acht Ländern mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet. Unter den Siegern finden sich sowohl Text- als auch Display-Schriften.

Display-Schriften

Vier Fonts für Displays, Plakate und große Headlines haben dieses Jahr einen Preis des TDC erhalten. Die Schrift „Klimax Bold“ von Ondrej Job wirkt wuchtig mit hohen Grauanteilen, die durch Rundungen abgefedert werden. „Nebulon“, gestaltet vom US-Amerikaner Carl Crossgrove, macht keinen vergleichbar mächtigen Eindruck und enthält auch weiche Elemente. Labyrinthartig, sehr gewöhnungsbedürftig und nur aus großer Entfernung lesbar ist die „Optica Normal“ von Manuel Guerrero. Sehr mittelalterlich und verspielt erscheint dagegen die Schrift „Orbe“von Rui Abreu aus Portugal.

Script-Display-Schriften

Im Gegensatz zu den Display-Schriften haben die Script-Display-Fonts handschriftlichen Charakter. Die „Adios Script“ wirkt sehr beschwingt, leicht und frühlingshaft. Designer ist Alejandro Paul. Klassischer erscheint der Font „Montague Script“ von Stephen Rapp. Diese Schrift hat mehr Kanten, macht aber dennoch einen harmonischen und runden Eindruck.

Klassische Text-Schriften

Den Hauptteil der prämierten Fonts machen die Text-Schriften aus. Hier finden sich klassische und außergewöhnliche Varianten. Zu den bemerkenswerten klassischen Fonts zählt „Geneo“ von Stéphane Elbaz. Die serifenbetonte Schrift gibt ein ausgewogenes, rundes Bild ab und lässt sich gut lesen. Sehr klassisch ist auch der serifenlose Font „Haptic“ von Henning Skibbe. „Lirico“ von Hendrik Weber eignet sich hervorragend für Fließtexte, durch die unterschiedlichen Schriftschnitte aber auch für Überschriften und filigrane Anwendungen.

Außergewöhnliche Text-Schriften

Die „Alda“ von Berton Hasebe vereint elegante und gröbere Elemente zu einer besonders klaren Schrift. Weißer Text auf dunklem Hintergrund lässt sich mit der Schrift „Serrano“ von Kris Sowersby hervorragend setzen. Ebenfalls von diesem Gestalter stammt der Font „Hardy“. Eigens für die koptische Schrift haben die beiden Schriftdesigner Laurent Bourcellier und Jonathan Perez den Font „Copte Scripte“ entworfen. Er wirkt wie eine Handschrift in Blockbuchstaben.

Über den TDC

Alle Schriften werden auf den Internetseiten des TDC vorgestellt. Der Type Directors Club ist eine internationale Organisation, die 1946 gegründet wurde. Der Wettbewerb um die besten Schriften wird jährlich ausgeschrieben. Angesiedelt ist der TDC in New York. Die Mitgliedschaft in der Organisation kostet für Nicht-US-Bürger 190 US-Dollar im Jahr.

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