Apples neue Mobilrechner

01.06.2006
Mitte Mai stellte Apple die MacBooks vor, nahm das 12" PowerBook aus dem Sortiment und senkte kurz darauf die MacBook Pro-Modelle im Preis bei verbesserter Konfiguration ...

Bereits seit längerem wartete man auf die neuen iBooks. Nun stellte Apple das MacBook vor, das nun nicht nur in weiß, sondern auch in schwarz glänzt. Neu sind die Prozessoren (1,83 GHz und 2,0 GHz Intel Core Duo Prozessor) und das 13,3 Zoll große, glänzende Display, das jedoch die Kritiker auf den Plan rief. Und auch die Grafiklösung lässt keine großen Sprünge zu. Dafür ist das Preis-/Leistungsverhältnis unschlagbar. Positiver Nebeneffekt der MacBook-Vorstellung ist zudem, dass nun die MacBook Pro-Modelle mit schnelleren Prozessoren ausgestattet und im Preis gesenkt wurden, wobei auch hier optional ein glänzendes Breitbild-Display erhältlich ist. Allerdings wurde dafür das 12"-Modell ersatzlos gestrichen.

Die neuen MacBooks

Nach monatelangem Warten stellte Apple am 16. Mai endlich den Nachfolger der weißen G4-iBooks vor. Die neuen Consumer-Notebooks tragen den Namen MacBook und sind mit Intel Core Duo Prozessor und dem glänzenden 13-Zoll Breitbild-Display ausgestattet. Die MacBook Produktlinie besteht aus drei Modellen, die ab 1.079 EUR inkl. MwSt. erhältlich sind: einem 1,83 GHz und einem 2,0 GHz MacBook in einem neuen, schlanken weißen Design und einem 2,0 GHz MacBook in einem eleganten schwarzen Gehäuse. Das neue MacBook ist mit seiner neuen Systemarchitektur bis zu fünfmal schneller als das iBook und bis zu viermal schneller als das 12-Zoll PowerBook. Es besitzt einen 667 MHz schnellen Front-side Bus und 667 MHz DDR2 SDRAM Speicher, der auf bis zu 2 GB erweitert werden kann. Nach ersten Tests von diversen News-Seiten im Internet ist die Aufrüstung zumindest auf 1 GB RAM ab Werk dabei dringend anzuraten, will man schnell und effizient mit dem MacBook arbeiten können. Denn Apple baut als Basisausstattung zwar wie beim Vorgänger 512 MB Arbeitsspeicher ein, der neue Grafikprozessor aber belegt alleine bis zu 80 MB des Speichers, wodurch alle anderen Anwendungen zum Teil auf die Festplatte ausgelagert werden müssen, was zu Arbeitspausen führen kann.

Ausstattung

Interessant ist auch die Ausstattung der neuen Modelle, deren Gehäuse ist mit etwa 2,6 Zentimeter rund 20 Prozent schlanker ist als das iBook. Darin untergebracht sind - wie in allen anderen Notebooks von Apple auch - Intel Core Duo Prozessoren, eine integrierte iSight Videokamera für Videokonferenzen unterwegs und eine Apple Remote Fernbedienung für Front Row, um digitale Inhalte überall bequem präsentieren zu können. Serienmäßig sind zudem jetzt alle Modelle mit DVI mit Dual Display-Unterstützung ausgestattet, was vor allem für Grafiker eine wirklich interessante Neuerung ist. Und ein optisch-digitaler Audio-Ein- und Ausgang, Gigabit-Ethernet, Sudden Motion Sensor, Scrolling TrackPad und magnetischer Stromanschluss MagSafe sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

Kritikpunkt glänzender Monitor

Die neuen MacBooks verfügen außerdem über ein glänzendes 13-Zoll Breitbild-Display, das nach Herstellerangaben 79 Prozent heller ist als das Display von iBook und 12-Zoll PowerBook sowie einen höheren Kontrast, tiefere Schwärzen und intensivere Farben liefert. Doch gerade dieser "glänzende Auftritt" der MacBook-Monitore wird von den Nutzern scharf kritisiert. Denn war man zuvor entspiegelte Monitore gewohnt, verleiten vor allem anfangs die durch die Spiegelungen entstehenden Reflexionen das Auge dazu, immer wieder umzufokussieren. Besonders bei Bahnfahrten und damit sich ständig wechselnden Widerspiegelungen kann es so zu einem äusserst unruhigen Arbeiten kommen. Doch berichten inzwischen mehrere frischgebackene MacBook-Besitzer im Internet, dass die Umstellung nicht lange dauert und die Lichteinfälle und Spiegelungen bald schon nicht mehr wahrgenommen werden. Dafür machen "Farbwiedergabe und Konstrastverhältnis einen exzellenten Eindruck. Tiefes, sattes Schwarz und leuchtende lebendige Farben sind ein wahrer Augenschmaus", wie man bei mactechnews.de zu berichten weiß. Zudem vergrößert sich bei einer Auflösung von 1280 x 800 der Darstellungsbereich gegenüber dem iBook oder dem 12-Zoll PowerBook um 30 Prozent.

Einstellung des 12-Zoll PowerBook

Liebhaber der kleinen Notebooks aber werden sich nicht besonders freuen, denn mit Einführung des MacBook verschwand aus dem Apple-Sortiment klammheimlich auch das 12-Zoll-PowerBook. Damit sind die 13 Zoll großen MacBooks die kleinsten Modelle von Apple. Und will man seinen mobilen Mac im professionellen Bereich einsetzen bleibt einem einzig das MacBook Pro mit 15 Zoll Display. Zwar sprechen Spekulationen und Gerüchte derzeit von einem Nachfolger des kleinsten PowerBooks in Form einer Art MacBook mini, doch will sich Apple dazu nicht äußern.

MacBook Pro jetzt mit schnelleren Prozessoren zu günstigeren Preisen

Kurz nachdem die neuen MacBooks erschienen waren, gab es - diesmal ohne große Presseankündigung - weitere Neuerungen im Sortiment. Ohne groß darauf hinzuweisen wurden nämlich auch die Prozessoren der professionellen Notebook-Linie, des MacBook Pro, einem Lifting unterzogen. Doch nicht nur jünger, sondern auch schneller sind diese nun. So ist das Basismodell des 15 Zoll großen MacBook Pro für 2.429 EUR jetzt bereits mit einem 2,16 GHz Intel Core Duo Prozessor (vorher 2,0 GHz) ausgestattet und das Modell für 1.949 EUR mit einem 2,0 GHz Intel Core Duo Prozessor (vorher 1,83 GHz). Dies kommt einer Preissenkung gleich. Und auch beim 17 Zoll MacBook Pro bewegten sich die Preise von 2.799 EUR auf 2.729 EUR des Basismodell. Optional besteht zudem bei allen Modellen des MacBook Pro die Möglichkeit, das serienmäßig entspiegelte Breitbild-Display durch ein glänzendes Display zu ersetzen und so zu einer brillanteren Farbwiedergabe zu gelangen, die aber das Manko der Reflexionen mit sich einher bringt.

Modell-Vergleiche im Internet

Wer nun neugierig geworden ist, dem stellt Apple selbst einen umfangreichen Vergleich aller MacBook-Modelle zur Verfügung. Die derzeit zwar nur in englisch verfügbare Übersicht listet aber nicht nur technische Komponenten auf, sondern auch verfügbare Optionen sowie den Lieferumfang auf: store.apple.com

Weitere Fragen beantwortet zudem die große Frage-Antwort-Sammlung der - leider auch nur auf englisch verfügbaren - Webseite MacWorld.com.

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