Apples iOS 12 und macOS Mojave: Die besten Neuerungen für Designer

20.09.2018
Im Juni 2018 kündigte Apple auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC seine Softwareneuheiten an. Nun sind sie endlich verfügbar: macOS Mojave, iOS 12, watchOS 5 und tvOS 12 sollen die Kunden begeistern.

Bei der jetzigen Vorstellung im September 2018 waren mit dabei: zahlreiche Neuerungen, die vor allem in macOS 1.4 und iOS 12 für Designer, Grafiker und Mediengestalter interessant sind. LASERLINE gibt einen kleinen Überblick.

Mehr Effizienz und Performance in macOS 10.4

Mit Apples neuem Rechner-Betriebssystem dürfen sich die Anwender nicht nur über mehr Performance auf ihren Rechnern – insbesondere in Grafikanwendungen – freuen. Auch Apps und einige Systembestandteile wurden verbessert.

In dem ab 27. September 2018 erhältlichen macOS 10.4, genannt „Mojave“, ist hier unter anderem der neue „Dark Mode“ hervorzuheben. Mit diesem Dark Mode lässt sich der Hintergrund des Mac verdunkeln.

Was sich zunächst wie eine rein ästhetische Maßnahme anhört, ist vor allem für Designer interessant, wenn sie mit Farbpaletten in Adobes Creative Cloud Anwendungen arbeiten und dank des dunklen Hintergrunds in den Anwendungen eine bessere Darstellung erreichen. Auf Wunsch findet im sogenannten dynamischen Modus die Abdunklung des Hintergrunds sogar nach voreingestellten Tageszeiten statt.

Quelle: Apple

Mit Stacks Dateien sortieren

Neu ist auch „Stacks“. Mit Stacks werden alle Dateien eines bestimmten Typs gestapelt in Gruppen sortiert. Mit einem Klick wird der Inhalt angezeigt, ähnlich den erweiterbaren Ordnern im Dock. So lassen sich die auf dem Schreibtisch abgelegten Dateien schnell ordnen, sortieren und zusammenfassen – sehr hilfreich im oft stressigen Arbeitsalltag.

Schön groß geworden

Neue Galerieansicht: Eine schnelle Übersicht erhalten Anwender außerdem über die neue Galerieansicht im Finder. Mussten bisher Bilder immer in kleinen Bildvorschauen durchsucht werden, geht das jetzt auch in der Großdarstellung. Mit der Galerieansicht lassen sich Bilder schnell und in groß nacheinander durchklicken und darstellen, ohne sie dazu extra in einem Programm öffnen zu müssen. Außerdem werden die bisher nur per Infofenster einzusehenden Meta-Informationen des Bildes direkt in der Galerieansicht angezeigt.

Quelle: Apple

Quick Actions für das Copyright

Zur Wahrung des Copyrights, aber auch für andere schnelle Arbeitsschritte, sind die sogenannten Schnellaktionen („Quick Actions) in macOS 10.4 für Mediengestalter und Designer eine interessante Sache. Mit ihnen können Aktionen ausgeführt werden, ohne dazu ein eigenes Programm öffnen zu müssen.

Bilder drehen, mit einem Wasserzeichen versehen, Markierungen darauf machen oder sie zu einem PDF zusammenfassen – das alles wird damit ganz einfach. Dazu muss nur die Mediendatei (Video, Audio, Bild) angetippt werden, nachdem man im Finder unter „Darstellung“ die Option „Vorschau einblenden“ aktiviert hat.

Im Vorschau-Fenster werden unten dann alle für diesen Dateityp möglichen Quick Actions angezeigt. Gleiches gilt übrigens für Screenshots, die man am Mac erstellt hat. Sie lassen sich in der Schnellansicht ebenfalls direkt rudimentär bearbeiten.

Auf welchem Mac läuft macOS 10.4?

Das neue Apple-Betriebssystem macOS 10.4 ist allerdings nicht für jeden Mac geeignet. Laut Apple läuft macOS Mojave nur auf den folgenden Apple-Rechnern:

  • MacBook von Anfang 2015 oder neuer

  • MacBook Air von Mitte 2012 oder neuer

  • MacBook Pro von Mitte 2012 oder neuer

  • Mac mini von Ende 2012 oder neuer

  • iMac von Ende 2012 oder neuer

  • alle iMac Pro-Modelle

  • Mac Pro von Ende 2013 sowie Modelle von Mitte 2010 oder Mitte 2012 mit empfohlenem Metal-fähigen Grafikprozessor, darunter MSI Gaming Radeon RX 560 und Sapphire Radeon PULSE RX 580

Eine genaue Liste der Systemvoraussetzungen für macOS 10.4 gibt es hier.

Neue Tools für Augmented Reality in iOS12

In seiner Keynote am 12. September stellte Apple auch viele Neuerungen rund um Augmented Reality (AR) vor. Für AR-App-Entwickler gibt es etwa die ARKit-Plattform der zweiten Generation – ARKit 2. In ihr finden sich raffinierte neue Funktionen, wie gemeinsame Erlebnisse, mit denen zwei Benutzer den gleichen AR-Inhalt sehen und so gemeinsam spielen können.

Ebenfalls neu: Persistentes AR. AR-Objekte bleiben damit an Ort und Stelle, wenn der Spieler etwas anderes macht und kehren später zum Spiel zurück. Außerdem unterstützt Apple nun reale Reflexionen, 3D-Scannen und 3D-Tracking.

Neues 3D-Dateiformat USDZ

Für den Austausch zwischen den Programmen entwickelte Pixar für Apple das neue 3D-Dateiformat USDZ. Dieses wird von Adobe, Autodesk, Allegorithmic, TurboSquid und vielen weiteren Softwareentwicklern unterstützt. Adobe setzt USDZ nativ in allen Creative Cloud-Anwendungen, wie Photoshop und der 3D Mockup-Software Dimension ein.

USDZ ermöglicht aber auch, dass auf dem iPad oder iPhone unter iOS 12 das ebenfalls neue AR-QuickLook funktioniert. Mit ihm können 3D-Objekte direkt in der Datei-App betrachtet werden. Außerdem lassen sich damit interaktive Grafiken auf Webseiten einbinden.

Abstände in AR besser messen kann man in iOS 12 nun dank „Measure“. Die neue App nutzt die Kamerabilder des iOS-Geräts und nimmt damit Maß in allen drei Dimensionen. Und das in Echtzeit. Auf diese Weise lassen sich Abmessungen von ebenen Flächen wie Bilderrahmen, Plakaten und Schildern ermitteln – inlusive aller Breiten-, Tiefen-, Diagonal- und Flächenmaßen.

Wer sich von den Neuerungen lieber selbst inspirieren lassen möchte, kann iOS 12 bereits auf sein iPhone oder iPad laden. iOS 12 ist als kostenloses Software-Update für iPhone 5s und neuer, alle iPad Air- und iPad Pro-Modelle, iPad 5. Generation, iPad 6. Generation, iPad mini 2 und neuer und iPod touch 6. Generation verfügbar.

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