Alternativen zur Times New Roman

29.11.2018
Die Times New Roman ist wohl die bekannteste Serifenschrift. Auch weil sie zu den Standardschriften in Word gehört.

Obwohl die Times New Roman weitverbreitet und gut lesbar ist, darf man sich auch mal eine Alternative wünschen. Wir zeigen Alternativen mit Serifen, die als Ersatz für die Times New Roman geeignet sind.

Times New Roman: Eine Erfolgsgeschichte

Bereits 1931 haben Stanley Morison und Victor Lardent die Times New Roman entwickelt, im Auftrag der Tageszeitung The Times. Nur ein Jahr lang nutzte diese die Schrift exklusiv. Danach begann ihre Karriere zur vielleicht bekanntesten Schrift überhaupt. Einen ähnlichen Weg wird wahrscheinlich keine andere Schrift mehr machen. Aber nicht, weil keine andere so gut ist wie die Times, sondern weil es viele gute Schriften gibt, zwischen denen man sich entscheiden darf, wenn man eine Alternative sucht.

Alternative 1: Centabel Book

Serifenschriften haben den Ruf, altbacken zu wirken. Nicht umsonst nennt man die Times New Roman auch Schreibmaschinenschrift. Aber Serifen können auch zu einer modernen Schrift passen. Ein Beispiel ist die Centabel Book von Sander Kessels, deren Serifen dezent sind. Der Bauch des kleinen b ist auffallend rund und nicht an den Stamm angesetzt, sondern führt schwungvoll aus dem Stamm heraus. Besonders ist ebenfalls die Schleife des g. Sie wirkt auf den schnellen Blick wie ein viel zu großer Cedille.

Alternative 2: Lido

Der Tscheche František Štorm (Storm Type Foundry) hat die Lido entwickelt – ursprünglich als Ersatz für die Times im Auftrag einer Tageszeitung. Ähnlichkeiten zum Schriftenklassiker gibt es deswegen. Aber auch deutliche Unterschiede. Zum Beispiel sind die Serifen kürzer und runder als bei der Times. Sie wirkt insgesamt weicher, was viele Nutzer als harmonischer empfinden.

Alternative 3: Prociono, Lora und Roboto Slab

Wer auf Google Fonts sucht, findet auch Alternativen zur Times: etwa die Prociono, Lora oder Roboto Slab. Die Prociono ähnelt dem Klassiker wenig. Zu individuell kommt die Serifenschrift von Barry Schwartz daher. Das Besondere ist, dass sie manchmal an eine gebrochene Schrift erinnert. Deutlich wird das zum Beispiel am P und G oder auch am c und o. Weniger mit solchen Elementen hat der Gestalter beim H, J oder auch M gespielt. Im Ergebnis ist die Schrift gerade wegen des „Retrolooks“ auf ihre Art zeitlos. Die Lora kombiniert Schwung und Kanten zu einem harmonischen Gesamtbild. Besonders auffällig zu sehen beim L. Olga Karpushina (Cyreal) hat sie entwickelt. Optimiert ist sie für Bildschirme, sie wird aber auch für Print empfohlen. Die Roboto Slab von Christian Robertson kam 2013 heraus. Es gibt sie in Thin, Light, Regular und Bold.

Alternative 4: Georgia

Matthew Carter ist der Entwickler der Georgia. Der Georgia-Font eignet sich gut für Bildschirme und zudem für kleinere Schriftgrößen. Das liegt unter anderem an der großen X-Höhe. Erschienen ist sie 1996, im Auftrag von Microsoft. Im Gegensatz zu den bisher genannten Alternativen zur Times ist sie selbst ein Klassiker. Auch wenn sie im Vergleich zur Times weitaus jünger ist.

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