Alternativen zu Quark und Adobe

18.09.2008
Es ist das Duell der Giganten: Quark und InDesign haben den Markt der Layout-Software fast unter sich aufgeteilt. Gibt es Alternativen zu diesen Programmen?

Denkt man an Layoutprogramme, fallen einem sofort QuarkXPress und Adobe InDesign ein. Die beiden Hersteller liefern sich seit Jahren eine wahre Schlacht um die Marktanteile. Neben diesen beiden Giganten gibt es jedoch noch eine Handvoll kleinerer Layoutprogramme, die es wert sind, einen Blick auf sie zu werfen.

Quark und InDesign

1987 kam die erste Version der Layoutsoftware QuarkXPress auf den Markt. Jüngst hat der Hersteller die Version 8 vorgestellt. Früher dran war Pagemaker von Aldus: Es wurde 1985 veröffentlicht; Aldus jedoch 1994 von Adobe gekauft. Das Flaggschiff und der Nachfolger ist InDesign, dessen erste Version 1999 vorgestellt wurde. Mittlerweile hat Adobe die Bezeichnung der Programme umgestellt und bietet InDesign in Version CS3 an. Das entspricht der Version 5.0. QuarkXPress und Adobe InDesign sind jedoch nicht die einzigen Programme, mit denen sich professionelle Layouts erstellen lassen.

Scribus

Eine freie Layoutsoftware ist Scribus, das an QuarkXPress und InDesign angelehnt ist. Die erste Version wurde 2003 veröffentlicht. Das Programm bietet alle klassischen Funktionen. Mittlerweile gibt es zu der Software auch erste deutsche Anwenderbücher. Scribus läuft unter Windows, Mac und Linux. Über ein eigenes „Scribus-Wiki“ im Internet können Anwender Tipps und Tricks miteinander austauschen.

Viva Designer

Anfang der 90er Jahre hat Viva die Software Viva Press veröffentlicht, jedoch später wieder eingestellt. Unter dem Namen Viva Designer kam das Layoutprogramm Ende 2004 erneut auf den Markt. Das Programm eignet sich für alle Plattformen, aktuell ist die Version 5.1.0. Die Grundfunktionen der Software sind in der Free Edition enthalten, die kostenlos angeboten wird. Die Personal Edition für Privatanwender und die Commercial Edition für Unternehmen kosten 99 und 299 Euro, bieten aber auch mehr Funktionen. Das Programm ist in einer Version für alle Länder und Sprachen verfügbar und vollständig unicode-fähig.

i-Calamus

Seit 1987 wird die Software Calamus angeboten. Auf Basis von Calamus SL hat das Unternehmen Invers Software das Programm i-Calamus entwickelt. Es läuft nur unter Mac OS X und kostet 129 Euro. Zu den praktischsten Funktionen zählen die Inspektor-Fenster: Sind zu viele Paletten geöffnet, schließen sich die am wenigsten verwendeten automatisch wieder. Rahmen, Objekte und Vektorpunkte können gleichzeitig bearbeitet werden, ebenso werden Transparenzen unterstützt. Bilddaten können direkt vom Scanner oder der Digitalkamera geladen werden. Die Rahmen in i-Calamus sind darüber hinaus typenlos – das heißt, der Inhalt bestimmt die Art des Rahmens.

Weitere Programme

Microsoft bietet mit dem Publisher ebenfalls ein Programm an, das rudimentäre Layout-Funktionen bietet. Für die professionelle Bearbeitung eignet es sich jedoch nicht. Die Berliner Software-Firma R.O.M. Logicware hat ein Office-Programm im Portfolio, das auch DTP-Aufgaben übernimmt. Hier gilt das gleiche wie für Microsofts Publisher: Für kreative Profis reichen die Funktionen eher nicht aus. Vor allem um Informationen aus Tabellenkalkulationen aufzubereiten, kommt auch Ragtime in Frage. Die Software spielt ihre Stärken außerdem bei der Gestaltung von Diagrammen aus.

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